Versuchstiere leiden in Deutschland

Eintrag von Tierheim am 08.02.20 um 8:58 Uhr •

Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes

 

07.02.2020

 

EU-Versuchstierzahlen: Eine Million Tiere leiden unter höchstem Schmerzensgrad / Deutschland auf unrühmlichem zweiten Platz

 

Über eine Million Versuchstiere müssen in der EU den höchsten Grad an Schmerzen, Leiden und Schäden erleiden. Dies zeigen die Zahlen, die die EU-Kommission gestern zu Tierversuchen in den Mitgliedstaaten für die Jahre 2015 bis 2017 veröffentlicht hat. Demnach waren 2017 insgesamt 22,2 Millionen Tiere betroffen. Davon wurden 9,6 Millionen Tiere tatsächlich in Tierversuchen „verbraucht“ - mehr als jedes fünfte davon in deutschen Laboren. Noch mehr Tiere wurden gezüchtet und noch vor jeglicher Verwendung in einem Versuch getötet. Bei diesen 12,6 Millionen Tieren handelt es sich größtenteils um solche, die für den Erhalt gentechnisch veränderter Tierstämme gezüchtet wurden, oder die aus Forschersicht nicht das gewünschte Alter oder Geschlecht hatten.

 

„Laut den Vorgaben der EU sollen Tierversuche auf lange Sicht komplett ersetzt werden. Davon sind die Mitgliedstaaten meilenweit entfernt  - und Deutschland ganz besonders“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Statt voranzugehen und tierversuchsfreie Forschung endlich verstärkt zu fördern, belegen wir dank der Untätigkeit der Regierung nach dem Vereinigten Königreich einen schrecklichen zweiten Platz im europäischen Vergleich. Verwunderlich ist der leider gar nicht: Wegen der mangelhaften Umsetzung der EU-Vorgaben läuft aktuell sogar ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland.“

 

Insbesondere die Entwicklung des Schweregrads der Versuche besorgt: Über eine Million Tiere mussten 2017 den höchsten Grad an Schmerzen, Leiden, Schäden und Ängsten im Namen der Forschung erleiden. 2015 waren es noch 819.007 Tiere. Erschreckend ist dies auch vor dem Hintergrund, dass mit 45 Prozent die meisten aller Tiere in Versuchen verwendet wurden, die der reinen Grundlagenforschung dienten – also ohne konkreten oder absehbaren Nutzen für den Menschen. Am häufigsten verwendet wurden Mäuse mit 61 Prozent sowie Fische und Ratten mit je 13 und 12 Prozent. Es kamen 2017 aber auch über 350.000 Kaninchen, 13.688 Hunde, und 1.879 Katzen zum Einsatz. Die Anzahl der verwendeten Primaten stieg zwischen 2015 und 2017 um 15 Prozent auf 8.235. Bei 2,6 Millionen Tieren wurde deren Erbinformation gentechnisch manipuliert, um sie künstlich krank oder dem Menschen ähnlicher zu machen.

 

Deutschland verletzt seit Jahren EU-Recht

Mit den Zahlen legt die Kommission zum ersten Mal seit Inkrafttreten der EU-Tierversuchsrichtlinie in 2010 einen statistischen Bericht zum Thema vor. Die Inhalte blieben damals bereits weit hinter den Erwartungen von Tierschützern zurück – auch, weil Deutschland in den Verhandlungen dringend nötige Regelungen kippte oder die Zustimmung verweigerte. Bei der Umsetzung der Vorgaben in deutsches Recht nahm die Bundesregierung sogar Verschlechterungen zu Lasten der Tiere vor: Mit dem überarbeiteten Tierschutzgesetz und der Tierversuchsordnung von 2013 missachtet Deutschland die EU-Tierversuchsrichtlinie seit nunmehr sieben Jahren.

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Ausgebucht: 1. Hilfe Kurs am 14.2.20

Eintrag von Tierheim am 03.02.20 um 13:39 Uhr •

Aktuelles vom 4.2.20: Das ging ja schnell...innerhalb kurzer Zeit war der Kurs ausgebucht. Aufgrund der großen Nachfrage versuchen wir dieses Angebot zu wiederholen und noch einen zweiten Kurs zu einem anderen Termin anzubieten. Details folgen rechtzeitig. 

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Wir laden ganz herzlich ein zum 1. Hilfe Kurs bei Hund und Katze ein. 

Der Kurs findet am Freitag, 14. Februar von 16.30 - 18.00 Uhr im Tierheim statt. 
Da der Teilnehmerkreis auf 20 Personen beschränkt ist, bitten wir um Eintragung in der ausgehängten Liste (im Tierheim) oder telefonisch unter Tel. 0941/85271

Wir danke der Referentin Fr. Dr. vet. med. Aringer ganz herzlich für diese tolle Weiterbildungsmöglichkeit!

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Fotostudio Daniel spendet für Tiere

Eintrag von Tierheim am 28.01.20 um 14:08 Uhr •

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Stellvertretend für unsere Tiere nahm Christine Hirschberger eine sehr großzügige Spende in Höhe von EUR 600,- vom Fotostudio Daniel entgegen. 

Wir sagen ganz herzlich DANKE und freuen uns, dass hier so viel Herz für Tiere gezeigt wurde. 

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Tierschutzbund droht mit Klage

Eintrag von Tierheim am 14.01.20 um 15:05 Uhr •

Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes

 

14.01.2020

 

Deutscher Tierschutzbund droht Klöckner mit Strafanzeige

 

Der Deutsche Tierschutzbund droht Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit einer Strafanzeige wegen des Verdachts auf Meineid und Tierquälerei – sollte die von ihr vorgelegte Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, speziell zur Haltung von Sauen in Kastenständen, in Kraft treten. Der Verordnungsentwurf bedeutet eine Verschlechterung für die Tiere und verstößt damit gegen das Staatsziel Tierschutz und somit gegen das Grundgesetz. Der Deutsche Tierschutzbund hat die Mitglieder des Agrarausschusses aufgefordert, bei ihrer Sitzung am 27. Januar dem Entwurf die Zustimmung zu verweigern.

 

„Mit der Verschlechterung der Sauenhaltung droht nach der Verlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration der nächste Angriff auf den Tierschutz – und geht in seiner Reichweite sogar noch darüber hinaus. Erstmals wird nach einer höchstrichterlichen Entscheidung eine Formulierung, die dem Schutz der Tiere gilt, bewusst gestrichen. Wenn eine Bundesregierung den Tierschutz so offen attackiert und dabei das Grundgesetz verletzt, sind wir an einen Punkt gelangt, an dem wir Konsequenzen ziehen müssen. Versagen die Regierungsparteien CDU, CSU und SPD als Legislative und bleibt auch die Exekutive tatenlos, müssen wir die uns zur Verfügung stehenden Mittel der Judikative nutzen. Wir haben lange genug gewarnt“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Hinzu kommt, dass in der Tierschutzpolitik der Bundesregierung derzeit nur Stillstand oder Rückschritt zu erkennen sind. Das trifft den Bereich der landwirtschaftlichen Tierhaltung im Besonderen: Die Rücknahme des Verbots der betäubungslosen Ferkelkastration in 2018, das immer noch nicht ordnungsrechtlich gesetzte Datum für ein Ende der Kükentötung und das unzureichende, als freiwillig geplante staatliche Tierwohllabel sind nur einige aktuelle Beispiele.

 

„Mit ihrem Amtsantritt hat Klöckner geschworen, das Grundgesetz zu wahren, das sie mit dem Verordnungsentwurf zur Sauenhaltung wissentlich verletzt. Wenn die Verordnung wirklich kommt, müssen wir von einem Meineid ausgehen – und von gesetzlich legitimierter Tierquälerei“, so Schröder. „Die Anzeige ist formuliert, wir sind bereit, den Schritt zu gehen. Wir setzen aber darauf, dass auch Julia Klöckner ihre Fehler erkennt und einen neuen Verordnungsentwurf vorlegt, der dem Staatsziel Tierschutz und dem Tierschutzgesetz Rechnung trägt. Die Beratungen der Länder sind in der entscheidenden Phase, es wäre noch Zeit für eine Kurskorrektur.“

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Firma Guggenberger hat Mitarbeiter mit Herz!

Eintrag von Tierheim am 07.01.20 um 14:35 Uhr •

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Bei der Firma Guggenberger GmbH in Mintraching arbeiten offenbar viele Menschen mit Herz!

Sie haben im Laufe des Jahres Pfandflaschen gesammelt und der dadurch entstandene Erlös wurde durch den geschäftsführenden Gesellschafter Markus Guggenberger auf die stolze Summe von insgesamt 5.000,00 € aufgestockt.  

Wir sind völlig begeistert von dieser wundervollen Aktion und danken im Namen unserer Tiere von ganzem Herzen für die großzügige Spende. 

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Sylvester-Stress für Tiere

Eintrag von Tierheim am 31.12.19 um 7:43 Uhr •

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28.12.2019 Pressemeldung

Silvester: Deutscher Tierschutzbund, Landesverband Bayern fordert tier- und umweltfreundlichen Jahreswechsel

 

Ohrenbetäubender Lärm, Qualm, Brandgeruch und Lichtblitze am Himmel – das Zünden von Feuerwerkskörpern ist leider nicht auf die Silvesternacht beschränkt.

 

Schon Tage vor dem Jahreswechsel beginnt für viele Tiere ein Albtraum. Mit Beginn des Verkaufs von Feuerwerksartikeln gehen in Tierheimen die ersten Vermisstenmeldungen aufgeschreckter und entlaufener Tiere ein. Verstörte Fundtiere werden gemeldet.

 

Blitze und Donner beim Zünden von Raketen und Böllern, Brandgeruch und Qualm können bei Tieren Panik und Angst auslösen. Für die empfindlichen Sinnesorgane der Tiere sind sie eine Tortur. Während Menschen Spaß haben und ausgelassen feiern, durchleiden nicht nur unsere Haustiere Höllenqualen.

Auch für Wildtiere und Vögel in Wäldern oder Parkanlagen, Zoobewohner und Tiere in Stallungen oder auf Weideplätzen sind Feuerwerke der Horror. Sie leiden ebenso unter dem plötzlichen, ungewohnten Lärm. Wildtiere suchen panisch das Weite, verbrauchen wertvolle Energiereserven, die sie zum Überleben im Winter brauchen und nicht selten kommt es zu Unfällen, wenn sie dabei Straßen überqueren. Für viele Vögel endet die Silvesternacht mit dem Tod.

Ilona Wojahn, Präsidentin des Landesverbandes Bayern, appelliert deshalb an alle Tierhalter, ihren Tieren einen ruhigen, stressfreien Jahresausklang zu gestalten. Ausgangssperre für Hund und Katze in der Silvesternacht, das Abdunkeln von Fenstern und eine gewohnte Geräuschkulisse im Haus zum Beispiel durch Musik, sorgen dafür dass das neue Jahr angenehm beginnt. Auch normalerweise frei laufende Hunde, sollten in diesen Tagen nur gesichert mit Leine Gassi gehen.

Damit das Silvesterspektakel keinen Tieren schadet, wird dringend gebeten, in und an Wäldern, Parks, in der Nähe von Tierheimen und überall, wo sich Tiere aufhalten, keine Feuerwerkskörper zu zünden. Auch aus Umweltgründen sind jegliche Reduzierung oder der generelle Verzicht auf die Silvesterknallerei sehr zu begrüßen. „Es ist toll, dass einige wenige Geschäfte bereits keine Raketen und Böller mehr verkaufen. Auch die Entscheidung mancher Städte und Gemeinden, als Alternative zum Feuerwerk Lasershows anzubieten und damit die Innenstädte frei von Böllern zu halten. Es bleibt zu wünschen, dass diese viele Nachahmer finden, damit das neue Jahr für Menschen und Tiere gut beginnt“, sagt Wojahn.

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