Das Europaparlament wird am 15. Februar abschließend über das Wirtschafts- und Handelsabkommen CETA zwischen Kanada und der EU beraten. Stimmt das Parlament dem Abkommen zu, können zunächst Teile, die in die Zuständigkeit der EU fallen, in Kraft treten. Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert, dass der Tierschutz bei den Beratungen kaum Berücksichtigung fand.
 
„CETA enthält so gut wie keine Tierschutzregelungen. Im Europaparlament war weder der Wille, noch die dafür notwendige Zeit vorhanden, um die mit CETA verbundenen Folgen für den Tierschutz zu überdenken“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. In einem persönlichen Schreiben hat der Deutsche Tierschutzbund die deutschen Europaabgeordneten deshalb aufgefordert, die Entscheidung über CETA zumindest auszusetzen und für die Wahrung des Tierschutzes in Europa zu sorgen. „Die EU und ihre Mitgliedstaaten müssen dem Tierschutz bei ihrer Politik in vollem Umfang Rechnung tragen – wie es der Vertrag von Lissabon vorsieht“, so Schröder. 
 
CETA ohne Tierschutz-Regelungen
Einige Bestimmungen des Handelsabkommens verweisen zwar auf den Tierschutz, bleiben aber sehr vage. Konkrete Anforderungen zur Sicherstellung einer tiergerechten Haltung in der Landwirtschaft, zum Abbau von Tierversuchen oder zur Verbesserung des Schutzes von Wildtieren fehlen. Dies wiegt besonders schwer, da die Tierschutzbestimmungen in Kanada kaum mit europäischen Standards vergleichbar sind. Landesweit gelten in Kanada lediglich einige grundlegende Vorschriften gegen Tierquälerei im Strafgesetzbuch sowie allgemeine Bestimmungen zum Schlachten und zu Tiertransporten. Unterhalb dieser Ebene gibt es ein loses Geflecht aus freiwilligen Maßnahmen und gesetzlichen Regelungen einzelner Bundesstaaten. Das lässt viel Raum für eine tierquälerische Industrieproduktion. „Wenn nun, wie es CETA vorsieht, die Einfuhr von Tierprodukten in die EU weitgehend ohne Rücksicht auf Tierschutzstandards ermöglicht und in erheblichem Umfang zollfrei gestellt wird, sind Preiskämpfe in der EU und ein Abwärtsdruck auf den europäischen Tierschutz vorgezeichnet“, sagt Schröder.
 
Sollte das EU-Parlament dem Abkommen in dieser Woche zustimmen, könnten wesentliche Handelsteile bereits ab April in Kraft treten. Dies gilt auch für die weitgehende Abschaffung der Zölle. Bereiche in nationaler Zuständigkeit müssen von den Parlamenten der 28 EU-Staaten ratifiziert werden.
 

Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
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Sendestarts der Sat.1 Dokusoap „Norberts Zoo“ (1. Februar 2017)

Eintrag von Tierheim am 10.02.17 um 0:00 Uhr •

Anlässlich des Sendestarts der Sat.1 Dokusoap „Norberts Zoo“ (1. Februar 2017), die den Zuschauern Einblicke hinter die Kulissen der Duisburger Zoohandlung „Zoo Zajac“ bieten will, kommentiert Marius Tünte, Pressesprecher des Deutschen Tierschutzbundes:

„Mit seinem Zoogeschäft verfolgt Norbert Zajac ein fragwürdiges Konzept: exotische Tiere bietet er quasi für Jedermann zum Kauf an: Groß werdende Reptilienarten, wie Spornschildkröten, Tigerpythons oder Bindenwarane, die sich bereits zu Hauf in Auffangstationen finden. Störe, die über zwei Meter lang werden können, Tiere mit besonderen Haltungsansprüchen, wie Erdmännchen, Weißbüscheläffchen oder Gürteltiere. So genannte Hybridzuchten, bei denen Wildkatzen mit Hauskatzen verpaart werden, was zahlreiche Probleme mit sich bringt. Zajacs Tierhandlung mit „Erlebnischarakter“ weckt Begehrlichkeiten und gibt einigen Menschen das Gefühl, außergewöhnliche Tiere einfach im Wohnzimmer halten zu können – ein fataler Irrtum, denn die Tiere haben hohe Ansprüche an Haltung, Ernährung und Klima. Viele dieser exotischen Tiere vegetieren dann später in tierschutzwidrigen Haltungseinrichtungen, in Wohn- oder Kinderzimmern dahin. Zudem ist der Handel mit exotischen Tieren oftmals mit Artenschutzproblemen verbunden – bei vielen Tieren bleibt die Herkunft unklar, zahlreiche Wildfänge befinden sich im Angebot.“

Ebenso kritisiert der Deutsche Tierschutzbund den Verkauf von Hundewelpen, den Zoo Zajac vor ein paar Jahren wieder eingeführt hatte, obwohl sich der Rest des deutschen Zoofachhandels vom Verkauf von Hundewelpen distanziert.

„Ein Tier ist keine Ware, die man einfach in Massen in einem Geschäft verkaufen dürfen sollte. Wer ernsthaft in Erwägung zieht, ein Tier bei sich aufzunehmen, sollte sich zuerst im Tierheim umsehen. Das Zajac-Konzept, bei dem man spielende Hundewelpen in ihren Gehegen beobachten kann, verführt zu Spontankäufen. Durch den hohen Tierbestand in dem Geschäft, rückt der Wert des Einzeltieres in den Hintergrund. Ohne sorgfältige Vorüberlegungen angeschaffte Tiere landen jedoch häufig in Tierheimen, weil ihre Ansprüche oder die entstehenden Kosten letztlich doch höher sind, als zuvor gedacht.“

Hintergrund:

Da diese Zoofachhandlung seit vielen Jahren sowohl bei Tier- als auch Artenschutzverbänden in Kritik steht, hatte der Deutsche Tierschutzbund Sat.1 im Vorfeld aufgefordert, die Ausstrahlung zu überdenken. Die mehr als 740 angeschlossenen Tierschutzvereine des Deutschen Tierschutzbundes mit mehr als 550 Tierheimen leiden unter der Vielzahl an Tieren, die jedes Jahr abgegeben, eingezogen oder ausgesetzt werden. Oftmals ist die Ursache für die Aufgabe eines Tieres, dass das Tier unüberlegt angeschafft wurde.


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Nach langer schwerer Krankheit ist der Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, am vergangenen Samstag in seiner Heimatstadt Bremen verstorben. Der Tierschutz hat eine herausragende Persönlichkeit verloren. Das Präsidium, die Landesverbände, die Mitgliedsvereine und die Mitarbeiter des Deutschen Tierschutzbundes sind tief betroffen und trauern mit den Angehörigen.

Wolfgang Apel (65) hat in den Jahrzehnten seines Engagements den Tierschutz in Deutschland maßgeblich geprägt und den Deutschen Tierschutzbund zu Europas größtem und einflussreichstem Tier- und Naturschutzdachverband gemacht. Seine Aktivitäten bleiben unvergessen. Beispielhaft waren der Kampf gegen die Käfighaltung von Legehennen und gegen die qualvollen Tiertransporte quer durch Europa. Zu einem seiner größten Erfolge in seiner Amtszeit als Präsident des Deutschen Tierschutzbundes gehörte die Einführung des Staatsziels Tierschutz in das Grundgesetz. Wolfgang Apel hat sich stets konsequent für das Wohl der ihm anvertrauten Mitgeschöpfe eingesetzt, meist weit über seine eigenen psychischen und physischen Grenzen hinaus. Er war ein Vorbild für alle Tierschützerinnen und Tierschützer. Die von ihm initiierten Projekte, wie das Tierschutzzentrum in Odessa (Ukraine) und seine Aktivitäten in Kiew (Ukraine) und in anderen Ländern Europas belegen, dass Tierschutz für ihn keine Grenzen kannte. Von 1993 bis 2011 war Wolfgang Apel Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Seit 1978 war er ehrenamtlicher Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. Seit 1988 war er im Vorstand und seit 2000 Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und Umgebung.

Mit Wolfgang Apel verliert der Tierschutz eine herausragende Persönlichkeit.

Zur Person: Von 1993 bis 2011 war Wolfgang Apel Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Tierschützer war er sein ganzes Leben lang. Seit 1978 war der gelernte Speditionskaufmann ehrenamtlicher Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins und Mitglied des Gesamtvorstandes des Deutschen Tierschutzbundes. 1980 wurde er vom damaligen Präsidenten zum Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes berufen. Von 1983 bis 1985 war er Bundesschatzmeister des Deutschen Tierschutzbundes und von 1991 bis 1993 Vizepräsident. Seit 2000 war er Vorsitzender der Stiftung des Deutschen Tierschutzbundes. In seiner Laufbahn beim Deutschen Tierschutzbund hat er nicht nur die Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Tierschutzbundes zu einer schlagkräftigen Zentrale des Tierschutzes ausgebaut, sondern war auch für die Ausgestaltung der Akademie für Tierschutz nahe München, den Aufbau des Tier-, Natur- und Jugendzentrums Weidefeld und des Tier-, Natur- und Artenschutzzentrums Sylt sowie das Tierschutz- und Kastrationszentrums im ukrainischen Odessa prägend.

Nach Übergabe seines Amtes an Thomas Schröder übernahm er als Ehrenpräsident auf Bitten des Präsidiums unter anderem die Federführung der Tierschutzzentren in Deutschland und der Ukraine sowie des Straßentierprojekts in Kiew. Außerdem engagierte er sich weiter für das unter seiner Präsidentschaft entwickelte Tierschutzlabel.

Von 1987 bis 2011 war Wolfgang Apel Mitglied der Tierschutzkommission beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Außerdem war er lange Jahre Vorsitzender des Vereins NEULAND - Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung. Seit 1988 war er Vorstand und seit 2000 Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und Umgebung. Von 1986 bis 2011 war er Stiftungsratsmitglied in der Stiftung zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen (set).

Bis 2011 vertrat er den Deutschen Tierschutzbund als Mitglied im Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsen. Über 20 Jahren war er Sprecher des Tierschutzbeirates des Landes Bremen und Mitglied der "Beratenden Kommission Tierversuche" in Bremen. Außerdem war er Mitglied des Verwaltungsrates des Absatzfonds der Deutschen Landwirtschaft.

In diesen Gremien brachte er sich ebenso aktiv ein, wie in verschiedenen nationalen und internationalen Expertengruppen so wie in der Eurogroup for Animals.

Seine Motivation war immer für jedes einzelne Tier und für möglichst viele Tiere und ihr Wohlergehen zu kämpfen.

Geboren wurde er 1951 in Bremen. Dort absolvierte er eine Ausbildung zum Speditionskaufmann, trat 1970 in den Bremischen Landesdienst. 1973 bis 1984 war er freigestellter Personalratsvorsitzender. Neben seiner beruflichen Laufbahn engagierte er sich früh ehrenamtlich im Tierschutz, sowie im sozialen und gesellschaftlichen Bereich (u.a. Bewährungshelfer, Schöffe, Vormund). Wolfgang Apel wurde für sein tierschützerisches Engagement 2005 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen, dem folgte 2016 die Verleihung des Verdienstordens des Landes Berlin.

Bildmaterial 
Apel_Portrait 
Bildunterschrift: Wolfgang Apel 
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. 
Apel mit Hund
Bildunterschrift: Wolfgang Apel mit einem der Hunde im Tierschutzzentrum im ukrainischen Odessa
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.
Apel Tiertransporte Karremann
Bildunterschrift: 2005 dokumentiere Wolfgang Apel gemeinsam mit Filmemacher Manfred Karremann die unzumutbaren Zustände bei der Verladung von Rindern und dem Transport der Tiere in den Libanon.
Copyright: M. Karremann / Deutscher Tierschutzbund e.V.

Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
In der Raste 10
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Tel: +49-(0)228-6049624
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Nach langer schwerer Krankheit ist der Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, am vergangenen Samstag in seiner Heimatstadt Bremen verstorben. Der Tierschutz hat eine herausragende Persönlichkeit verloren. Das Präsidium, die Landesverbände, die Mitgliedsvereine und die Mitarbeiter des Deutschen Tierschutzbundes sind tief betroffen und trauern mit den Angehörigen.

Wolfgang Apel (65) hat in den Jahrzehnten seines Engagements den Tierschutz in Deutschland maßgeblich geprägt und den Deutschen Tierschutzbund zu Europas größtem und einflussreichstem Tier- und Naturschutzdachverband gemacht. Seine Aktivitäten bleiben unvergessen. Beispielhaft waren der Kampf gegen die Käfighaltung von Legehennen und gegen die qualvollen Tiertransporte quer durch Europa. Zu einem seiner größten Erfolge in seiner Amtszeit als Präsident des Deutschen Tierschutzbundes gehörte die Einführung des Staatsziels Tierschutz in das Grundgesetz. Wolfgang Apel hat sich stets konsequent für das Wohl der ihm anvertrauten Mitgeschöpfe eingesetzt, meist weit über seine eigenen psychischen und physischen Grenzen hinaus. Er war ein Vorbild für alle Tierschützerinnen und Tierschützer. Die von ihm initiierten Projekte, wie das Tierschutzzentrum in Odessa (Ukraine) und seine Aktivitäten in Kiew (Ukraine) und in anderen Ländern Europas belegen, dass Tierschutz für ihn keine Grenzen kannte. Von 1993 bis 2011 war Wolfgang Apel Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Seit 1978 war er ehrenamtlicher Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. Seit 1988 war er im Vorstand und seit 2000 Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und Umgebung.

Mit Wolfgang Apel verliert der Tierschutz eine herausragende Persönlichkeit.

Zur Person: Von 1993 bis 2011 war Wolfgang Apel Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Tierschützer war er sein ganzes Leben lang. Seit 1978 war der gelernte Speditionskaufmann ehrenamtlicher Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins und Mitglied des Gesamtvorstandes des Deutschen Tierschutzbundes. 1980 wurde er vom damaligen Präsidenten zum Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes berufen. Von 1983 bis 1985 war er Bundesschatzmeister des Deutschen Tierschutzbundes und von 1991 bis 1993 Vizepräsident. Seit 2000 war er Vorsitzender der Stiftung des Deutschen Tierschutzbundes. In seiner Laufbahn beim Deutschen Tierschutzbund hat er nicht nur die Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Tierschutzbundes zu einer schlagkräftigen Zentrale des Tierschutzes ausgebaut, sondern war auch für die Ausgestaltung der Akademie für Tierschutz nahe München, den Aufbau des Tier-, Natur- und Jugendzentrums Weidefeld und des Tier-, Natur- und Artenschutzzentrums Sylt sowie das Tierschutz- und Kastrationszentrums im ukrainischen Odessa prägend.

Nach Übergabe seines Amtes an Thomas Schröder übernahm er als Ehrenpräsident auf Bitten des Präsidiums unter anderem die Federführung der Tierschutzzentren in Deutschland und der Ukraine sowie des Straßentierprojekts in Kiew. Außerdem engagierte er sich weiter für das unter seiner Präsidentschaft entwickelte Tierschutzlabel.

Von 1987 bis 2011 war Wolfgang Apel Mitglied der Tierschutzkommission beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Außerdem war er lange Jahre Vorsitzender des Vereins NEULAND - Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung. Seit 1988 war er Vorstand und seit 2000 Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und Umgebung. Von 1986 bis 2011 war er Stiftungsratsmitglied in der Stiftung zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen (set).

Bis 2011 vertrat er den Deutschen Tierschutzbund als Mitglied im Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsen. Über 20 Jahren war er Sprecher des Tierschutzbeirates des Landes Bremen und Mitglied der "Beratenden Kommission Tierversuche" in Bremen. Außerdem war er Mitglied des Verwaltungsrates des Absatzfonds der Deutschen Landwirtschaft.

In diesen Gremien brachte er sich ebenso aktiv ein, wie in verschiedenen nationalen und internationalen Expertengruppen so wie in der Eurogroup for Animals.

Seine Motivation war immer für jedes einzelne Tier und für möglichst viele Tiere und ihr Wohlergehen zu kämpfen.

Geboren wurde er 1951 in Bremen. Dort absolvierte er eine Ausbildung zum Speditionskaufmann, trat 1970 in den Bremischen Landesdienst. 1973 bis 1984 war er freigestellter Personalratsvorsitzender. Neben seiner beruflichen Laufbahn engagierte er sich früh ehrenamtlich im Tierschutz, sowie im sozialen und gesellschaftlichen Bereich (u.a. Bewährungshelfer, Schöffe, Vormund). Wolfgang Apel wurde für sein tierschützerisches Engagement 2005 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen, dem folgte 2016 die Verleihung des Verdienstordens des Landes Berlin.

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Bildunterschrift: Wolfgang Apel mit einem der Hunde im Tierschutzzentrum im ukrainischen Odessa
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Apel Tiertransporte Karremann
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Sehr geehrte  Redaktion,
 
auf Grund des Auftretens der  Vogelgrippe im Naturpark Höllohe bei Teublitz hat das Landratsamt Schwandorf die  Tötung von 210 Vögeln angeordnet.
 
Wie der Sprecher des Landratsamtes,  Herr Prechtl, im MZ Gespräch betonte, ist das ein Eingriff, den man sich nicht  nur einmal und auch nicht nur zweimal, sondern mehrmals überlegt. Diese Vorsorge  finden wir richtig, doch stellt sich bei uns die Frage warum Jäger ohne jegliche  staatliche Kontrolle nach wie vor in jeder beliebigen Menge und ohne  Tierseuchenkontrolle Wildvögel auswildern dürfen.
 
Das Landratsamt Schwandorf, wie  jedes andere Landratsamt in Bayern, wurde vom Bayerischen Staatsministerium für  Umwelt und Verbraucherschutz dazu angehalten, Vorsichtsmaßnahmen wie die  Stallpflicht und das Verbot von Geflügelmärkten zu treffen. Damit soll vermieden  werden, dass über infizierte Vögel das Virus übertragen und verbreitet  wird.
 
Diese staatlich verordnete  Allgemeinverfügung gilt für Tierhalter, Geflügel- und Kleintierzuchtvereine, da  unter anderem in Bayern Fälle von Vogelgrippe bei Wildvögeln nachgewiesen  wurden.
 
Nur für Jäger gilt diese Verordnung  nicht. Nach wie vor können sie Wildvögel auswildern. Das Auswildern von  Wildvögeln durch Jäger ist nicht reglementiert, d.h. nicht verboten, so die  Auskunft des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz. 
 
Leider – und das zeigt leider den  großen Einfluss den die Jagdverbände auch heute noch ausüben – ist es bisher  weder zu einem Verbot noch einer Einschränkung gekommen. In Bayern ist es immer  noch gängige Praxis, dass Jäger noch nicht einmal Zahlen der ausgewilderten  Tiere an die Jagdbehörde weiterleiten müssen, geschweige denn, vor der  Auswilderung nachweisen, dass die Tiere gesund sind.
Dies ist aus Seuchenschutzgründen  inakzeptabel.
 
Die Behörden hätten hier die Pflicht  alle zur Verfügung stehenden Kontrollmöglichkeiten auszuschöpfen und die  Seuchenprävention für diesen Bereich nicht außer Acht zu lassen. Des Weiteren  müsste die Behörde beim Umweltministerium auf eine Änderung des Jagd- und  Seuchenrechts drängen.
 
Es sollten alle möglichen  Gefahrenwege einer weiteren Infektion und Verbreitung unterbunden werden, dazu  gehört das absolute Verbot zum Auswildern von Wildvögeln durch  Jäger.
 
Mit freundlichen  Grüßen
 
Peter  Eberhardt
1.Vorsitzende
Tierschutzverein Städtedreieck  e.V.
Burglengenfeld * Maxhütte-Haidhof *  Teublitz
 
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  • Kastrationsaktion für Besitzerhunde läuft weiter
  • Winter setzt Tieren vor Ort zu

Eine Kastrationsaktion für privat gehaltene Hunde im rumänischen Landkreis Arges wird Mitte Februar weiterlaufen - eine gemeinsame Aktion des Vereins Tierhilfe Hoffnung e.V., der vor Ort die „Smeura“ – das weltweit größte Tierheim – betreibt, und des Deutschen Tierschutzbundes. Letzterer unterstützt die Smeura dabei erneut mit 5.000 Euro. Aufgrund extremer Kälte und starkem Schneefall, hilft der Deutsche Tierschutzbund mit weiteren 7.000 Euro für Hundehütten, Stroh, Decken und bei witterungsbedingten Reparaturen in der Kastrationspraxis.

Vor zwei Jahren gestartet, ist die Kastrationsaktion für privat gehaltene Hunde im rumänischen Landkreis Arges ein wichtiger Beitrag für den Tierschutz. Ziel der Aktion ist es, durch die Kastration der Besitzertiere der unkontrollierten Vermehrung entgegenzuwirken und so die Populationen der Straßenhunde schrittweise und tierschutzgerecht zu reduzieren. Im zweiten Halbjahr 2016 konnten die Kastrationszahlen (1.392 kastrierte Hunde) gegenüber den Zahlen des ersten Halbjahrs 2016 (705 kastrierte Hunde) verdoppelt werden. „Die Aktion ist ein toller Erfolg für den Tierschutz, an den wir unbedingt anschließen möchten“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Die Aktion wurde daher für ein weiteres Jahr verlängert. Mit Flyern, Straßenbannern und einem Radiospot, der in zwei bekannten Sendern über mehrere Monate gespielt wird, machen die Tierschützer die Bewohner vor Ort darauf aufmerksam. Jeder Hundebesitzer hat im Rahmen der Aktion die Möglichkeit, seinen Hund in der Smeura kostenfrei kastrieren zu lassen. Nach einer kurzen Erholungsphase kann dieser dann dort wieder abgeholt werden. Falls der Halter seinen Vierbeiner nicht selbst zur Tierarztpraxis des Vereins bringen kann, holt die Smeura das Tier auch ab und bringt es nach der Kastration wieder zurück nach Hause.

Kalter Winter fordert Maßnahmen zum Schutz der Hunde

Die sowieso schon schwierige Situation des Tierschutzes in Rumänien ist aktuell aufgrund der eisigen Temperaturen besonders dramatisch. Bei Minustemperaturen und starkem Schneefall leiden die Straßenhunde besonders. Um dem entgegenzuwirken, hat die Smeura viele weitere Hundehütten mit Stroh aufgestellt und braucht wesentlich mehr Futter als üblich. Die Tierarztpraxis, in der die so wichtigen Kastrationen stattfinden, hat nun auch noch einen Wasserschaden. Auf der Krankenstation steigen die Stromkosten, um für ausreichend Wärme zu sorgen. „Gerade die frisch kastrierten Hunde sollen es natürlich warm haben, um schnell genesen zu können“, sagt Schröder. Der Deutsche Tierschutzbund unterstützt daher die Smeura außerdem mit einer „Winterspende“ von 7.000 Euro.

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Bildunterschrift: Hundehütten bieten im Winter zumindest etwas Schutz vor der Kälte.
Copyright: Tierhilfe Hoffnung e.V. 

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Tel: +49-(0)228-6049624
Fax: +49-(0)228-6049641
 
 
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