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Im Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments wird heute ein Bericht zum Tierschutz in der Europäischen Union (EU) vorgestellt. Dieser zeigt bisher erreichte Verbesserungen im Tierschutz auf, benennt aber auch noch bestehende Missstände. Der Deutsche Tierschutzbund fordert anlässlich der Vorstellung, bestehende Gesetzeslücken zu schließen. Dabei appelliert der Verband auch an die Bundesregierung, sich für den Tierschutz in der EU stark zu machen.

„Der Bericht bestätigt unsere Kritik, dass die EU beim Tierschutz ihren eigenen Ansprüchen und dem Willen ihrer Bürger nicht mehr gerecht wird“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Obwohl der Tierschutz in der EU-Verfassung verankert ist und eine Eurobarometer-Umfrage zeigte, dass sich die europäischen Bürgerinnen und Bürger mehr gesetzgeberisches Engagement zum Schutz von landwirtschaftlich genutzten Tieren wünschen, geht es laut des Berichts an vielen Stellen kaum voran. Die Kommission sollte wieder Gesetzesvorlagen erarbeiten, bestehende Gesetze verbessern oder eine neue Tierschutz-Strategie erarbeiten.“ Hinzu kommt, dass die Bundesregierung von den Tierschutz-Vorhaben, die im Koalitionsvertrag stehen, bis heute kaum etwas umgesetzt hat. „Auf EU-Ebene tritt die Bundesregierung schon lange nicht mehr als treibende Kraft, sondern eher als Bremser auf“, meint Schröder. „Hier braucht es mehr Handlungs-und Gestaltungswillen, wenn Deutschland im Tierschutz Motor für Europa sein will. Der Bericht sollte erneut Auftrag an die Bundesregierung sein, Vorhaben sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene anzustoßen.“

Ergebnisse zeigen Handlungsbedarf auf

Der Bericht kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass die Tierschutzgesetzgebung teilweise still steht, sie mitunter neueste wissenschaftlichen Erkenntnisse im Tierschutz außer Acht lässt und viele Gesetze überarbeitet werden müssten. So sind etwa die Missstände bei Lebendtiertransporten bekannt, die Kommission zieht jedoch keine Schlüsse daraus, um die EU-Tierschutztransportverordnung entsprechend zu verbessern und zu konkretisieren. Besonders erschreckend bleibt, dass für viele Tierarten bis dato überhaupt keine Regelungen oder Haltungsstandards vorgegeben sind, etwa für Milchkühe oder Puten. Landwirtschaftlich genutzte Tiere stehen zwar im Fokus des Berichts, aber auch Gesetzeslücken in Bezug auf den Handel und die private Haltung von Wildtieren oder die unzureichende Haltung von Wildtieren im Zirkus kommen zur Sprache.

Engagement auf EU-Ebene

Der Deutsche Tierschutzbund ist auf EU-Ebene seit mehr als 30 Jahren über die Eurogroup for Animals, dem Dachverband der europäischen Tierschutzorganisationen, aktiv. Er ist Gründungsmitglied der Eurogroup und in ihrem Vorstand vertreten. Mehr Informationen unter: www.tierschutzbund.de/organisation/partner/eurogroup-for-animals.

Hinweise an die Redaktionen zum Bericht des EU-Parlaments:

Der Bericht mit dem Originaltitel “Animal Welfare in the European Union” ist auf Deutsch unter folgendem Link einzusehen:

www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2017/583114/IPOL_STU(2017)583114_DE.pdf

Autor ist der emeritierte Cambridge-Professor Donald M. Broom, der den Bericht auf Geheiß des Petitionsausschusses verfasste.

zur Eurobarometer-Umfrage:

Die Umfrage ist unter folgendem Link einzusehen:

http://ec.europa.eu/COMMFrontOffice/publicopinion/index.cfm/Survey/getSurveyDetail/instruments/SPECIAL/surveyKy/2096

  • 94 Prozent der Befragten halten Tierschutz in der landwirtschaftlichen Tierhaltung für wichtig.
  • 82 Prozent denken, dass landwirtschaftlich genutzte Tiere besser als bisher geschützt werden müssen.
  • 82 Prozent sind der Meinung, dass der Tierschutz in ihrem Land im Allgemeinen besser sein sollte, als das derzeit der Fall ist.
Bildmaterial Bildunterschrift: Der Tierschutz in der EU ist verbesserungswürdig. So gibt es etwa für Milchkühe keine speziellen Haltungsvorgaben. Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. 

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Pressemeldung 16.03.2017 - Wildtierverbot im Zirkus

Eintrag von Tierheim am 19.03.17 um 0:00 Uhr •

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  • Bundesratsentschluss jährt sich am 18. März
  • Reaktion der Bundesregierung steht noch immer aus

Am 18. März jährt sich der Beschluss der Länderkammer für ein Verbot bestimmter Wildtiere im Zirkus. Der Bundesrat hatte sich 2016 dafür ausgesprochen, dass zumindest Affen, Großbären, Elefanten, Nashörner, Flusspferde und Giraffen nicht in Zirkussen gehalten werden sollten. Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert, dass die Bundesregierung diesen Entschluss seit dem augenscheinlich ignoriert und sich bis heute nicht weiter geäußert hat.

„Obgleich die letzte Entschließung des Bundesrates bereits ein Jahr zurückliegt, sind bis heute seitens der Bundesregierung keine Taten erfolgt“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt bleibt offenbar untätig. Der Widerstand in der Unionsfraktion scheint zu groß zu sein, um den Wunsch der Mehrheit des Bundesrates und der Gesellschaft umsetzen zu können.“

Dringender Handlungsbedarf durch die Bundesregierung

Mittlerweile haben über 60 Städte und Gemeinden beschlossen, Zirkussen mit Wildtieren keine städtischen Flächen mehr zur Verfügung zu stellen. Etliche weitere Kommunen haben Handlungsbedarf gesehen, aber aufgrund der unklaren Rechtslage Abstand von einer solchen Regelung genommen. Jüngst hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg festgestellt, dass nur der Bundesgesetzgeber über ein Verbot entscheiden könne. Darüber hinaus stellen die Vollzugsbehörden weiterhin ständig eine Vielzahl von Verstößen gegen das Tierschutzrecht bzw. die „Zirkusleitlinien“ fest, sind aber weitgehend machtlos, diese Verstöße nachhaltig zu entschärfen. Während die Haltungsvorgaben für Säugetiere in Zoos oder privater Hand angepasst wurden, steht eine Überarbeitung der Zirkusleitlinien nach wie vor in weiter Ferne. „Zirkustiere werden damit weiter wie Tiere zweiter Klasse behandelt“, sagt Schröder. „Die Tierqual unter der Zirkuskuppel muss beendet werden. Eine klare, parteiübergreifende Mehrheit der Länder und der Bürger muss auch eine Bundesregierung zur Einsicht bringen. Herr Schmidt, tun Sie endlich was gegen das Leid der Zirkustiere.“

 Bildmaterial Bildunterschrift: Elefanten können wie andere Wildtiere im Zirkus nicht artgerecht gehalten werden. Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V./M. Marten


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Pressemeldung 15.03.2017 - DU UND DAS TIER 1/2017

Eintrag von Tierheim am 16.03.17 um 0:00 Uhr •

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„Kollege Hund“ steht im Fokus der neuen Ausgabe
 
Das Mitgliedermagazin des Deutschen Tierschutzbundes berichtet in seiner neuen Ausgabe, wie tierische Kollegen den Arbeitsalltag bereichern und die Mittagspause aufmischen. Das Magazin beleuchtet außerdem das Leben und Leiden der Zuchtsauen im Kastenstand und zeigt, dass es auch anders gehen kann. Zu Ostern gibt DU UND DAS TIER Tipps, wie man die Feiertage tierfreundlich gestalten kann.
 
Der Aktionstag „Kollege Hund“ feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Grund genug für DU UND DAS TIER, das Leben eines Bürohundes genauer unter die Lupe zu nehmen: Kollegen begrüßen, schlafen, spielen, mit Herrchen oder Frauchen spazieren gehen und dann wieder schlafen. Das Magazin begleitet die Mitarbeiter eines Dortmunder Software-Unternehmens mit ihren neun Hunden für einen Tag. Zudem gibt Hundeexpertin Dr. Katrin Umlauf Tipps, wie der Hund an den Büroalltag gewöhnt werden kann und wie man unerwünschtem Verhalten, wie Bellen oder Hochspringen, entgegenwirken kann.
 
In einem körpergroßen Käfig leben zu müssen – wenn auch mit Unterbrechungen – ist das Schicksal der meisten Zuchtsauen. Die Sauen sind eine Woche vor Geburt der Ferkel, während des Säugens und bis zu vier Wochen nach dem Decken in einem Kastenstand eingesperrt – ein vergitterter Käfig, in dem sie keinen einzigen Schritt gehen können. Der Kastenstand soll die Ferkel vor dem Erdrücken durch die Muttersau schützen und dient der Arbeitserleichterung. Dabei zeigen vielfältige Erfahrungen aus Bio-, NEULAND- und anderen alternativen Betrieben, dass Sauen, die sich frei bewegen können, bei gutem Management nicht mehr Ferkel erdrücken als Sauen im Kastenstand.
 
Hoffnung, Auferstehung, Neuanfang – dafür steht Ostern. Doch weil Lämmer, Kaninchen und Hühner ein fester Bestandteil unserer Bräuche sind, bedeutet das Fest für sie das Gegenteil. Mastkaninchen leiden in engen Gitterkäfigen, Lämmer werden zur Mast früh von ihren Müttern getrennt und noch immer stammen viele, vor allem verarbeitete Eier, aus Käfighaltung. DU UND DAS TIER informiert Verbraucher, worauf sie achten sollten.
 
Weitere Artikel geben u.a. einen Rückblick auf die Internationale Grüne Woche und die Demo „Wir haben es satt!“ und berichten über den Kampf der Tierschützer im ukrainischen Tierschutz- und Kastrationszentrum des Deutschen Tierschutzbundes in Odessa.
 
Hinweis an die Redaktionen: Journalisten, die das Magazin DU UND DAS TIER regelmäßig beziehen möchten, wenden sich bitte an die Pressestelle: presse@tierschutzbund.de oder 0228-60496-24. Mehr Informationen finden Sie im Netz unter www.duunddastier.de.
 
Bildmaterial Bildunterschrift: aktuelles Cover von DU UND DAS TIER, dem Mitgliedermagazin des Deutschen Tierschutzbundes Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.
 
Weiteres Bildmaterial senden wir Ihnen gerne zu.

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Agrarausschuss berät über Bericht der Bundesregierung
 
Der Agrarausschuss des Bundesrats berät heute über einen Bericht zum Entwicklungsstand alternativer Verfahren zur betäubungslosen Ferkelkastration. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt, dass auch die Bundesregierung in dem von ihr vorgelegten Bericht zu dem Schluss kommt, dass drei Alternativen praktikabel sind: die Ebermast, die Impfung gegen Ebergeruch und die Kastration unter Vollnarkose. Aus Sicht der Tierschützer sollten die Alternativen allerdings baldmöglichst, und nicht erst 2019, angewendet werden.
 
„Die Bundesregierung hat mit ihrem Bericht einen Zwischenstand gegeben, der in unserem Sinne ist“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Die drei Alternativen zur betäubungslosen Kastration sind sowohl tierschutzkonform als auch praktikabel. Alle sind bereits heute durchführbar. Das bedeutet aber auch, dass eine weitere betäubungslose Kastration nicht länger akzeptabel ist.“ Die Kastration männlicher Ferkel ohne Betäubung ist zwar nur noch bis zum 31.12.2018 erlaubt. Bis dahin wird der Großteil männlicher Ferkel aber weiter routinemäßig ohne Betäubung kastriert – obwohl Alternativen bereits heute vorhanden sind. Teilweise erhalten die Tiere zwar Schmerzmittel, diese können den Kastrationsschmerz jedoch nicht ausreichend lindern.
 
Alternativen sind bereits praxistauglich
Die Mast unkastrierter Eber wurde durch verschiedene Projekte vorangetrieben. Diese haben gezeigt, dass die Haltung von Ebern bei Beachtung gewisser Management- und Haltungsaspekte ohne tierschutzrelevante Probleme realisierbar ist. Eine weitere Alternative ist die Impfung gegen Ebergeruch, bei der die Produktion von Geschlechtshormonen der Eber gehemmt wird. Die Methode wurde bereits in anderen Ländern erfolgreich durchgeführt. Falls noch nicht gänzlich auf die chirurgische Kastration verzichtet werden kann, muss zumindest eine Narkose erfolgen, die den Schmerz beim Eingriff unterbindet.
 
Lokalanästhesie ungeeignet
Im Gegensatz zu den drei genannten Methoden ist die Lokalanästhesie als Alternative nicht geeignet und aus Tierschutzsicht eindeutig abzulehnen. Zahlreiche Studien zeigen, dass die Injektion des Lokalanästhetikums einen zusätzlichen Stress- und Schmerzfaktor vor der Kastration darstellt und die Betäubung ungenügend ist, um den Kastrationsschmerz vollständig auszuschalten. Dies wäre jedoch die Vorgabe des Tierschutzgesetzes für den Einsatz einer solchen Methode bei der Ferkelkastration.
  
Bildmaterial Bildunterschrift: Ferkel Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V./NEULAND e.V.

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Anlässlich des Tags des Artenschutzes am 3. März verweist der Deutsche Tierschutzbund auf zwei Tierarten, die erfolgreich in Deutschland wieder Fuß fassen konnten: Waren Biber und Wolf in Deutschland nahezu bzw. komplett ausgerottet, stehen beide Arten heute unter Schutz und etablieren sich wieder. Obwohl die Rückkehr dieser Tiere ein voller Erfolg für den Artenschutz ist, kommt es immer wieder zu negativen Schlagzeilen.
 
Große Teile der Bevölkerung sehen Wölfe heute als Bereicherung der Natur an. Dennoch bestehen auch Ängste vor den vermeintlich gefährlichen Tieren, Tierhalter sorgen sich um ihre Schafe, Ziegen oder Rinder und Jäger sehen ihren Wildbestand gefährdet. Dämme, die von Bibern errichtet werden, lassen den Grundwasserspiegel steigen und kommen somit ebenfalls der menschlichen Landnutzung in die Quere. Immer öfter tauchen daher Stimmen auf, die den Abschuss von Biber und Wolf fordern oder auch ihre Aufnahme ins Jagdrecht. „Eine Herabsetzung des Schutzstatus wäre jedoch fatal und würden die jahrzehntelangen Bemühungen zum Schutz dieser Tierarten zunichte machen“, mahnt James Brückner, Leiter des Artenschutzreferats beim Deutschen Tierschutzbund. „Bereits jetzt gibt es über entsprechende Managementpläne zahlreiche Möglichkeiten, etwaige Konflikte mit Menschen möglichst gering zu halten und gleichzeitig Schutzmaßnahmen zu gewährleisten.“ Hier gilt es nach Ansicht der Tierschützer anzusetzen und Verbesserungen, zum Beispiel über Ausgleichszahlungen für Tierhalter und Landwirte zu erzielen.
 
Wölfe kehren zurück
Im Jahr 2000 bekamen wildlebende Wölfe erstmals in Deutschland, in Sachsen, wieder Nachwuchs. Seitdem haben sich auch in anderen Bundesländern mehrere Rudel angesiedelt. Das Beispiel des Wolfs zeigt, wie wichtig grenzübergreifende Naturschutzregelungen sind. Aufgrund des höchstmöglichen Schutzstatus innerhalb der EU gelang es den Tieren, ein Stück ihres Lebensraums auch hierzulande wieder zurückzuerobern.
 
Wichtige Schlüsselrolle für den Artenschutz
Biber haben über Millionen Jahre Auenlandschaften in Deutschland geprägt und umgestaltet. Eine Vielzahl der heimischen Tier- und Pflanzenarten ist an diesen Lebensraum angepasst. Zahlreiche gefährdete Vogel-, Amphibien- und Insektenarten profitieren nun wieder von der Rückkehr des Bibers. Trotz erfolgreicher Wiederansiedlung der Biber werden ihnen oft Schlagfallen, die zur Bisam- und Nutria-Bekämpfung aufgestellt werden, zum Verhängnis. Ebenso wie auch der Wolf, ist der Biber zudem noch immer durch Fragmentierung seines Lebensraums bedroht. Ein weiterer Schutz beider Arten ist aus Arten- und Tierschutzsicht daher unerlässlich.
  
Bildmaterial: Bildunterschrift: Wolf Copyright: M. Masanneck 

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Der Deutsche Tierschutzbund und sein Tierschutz- und Kastrationszentrum im ukrainischen Odessa ziehen ein durchweg positives Fazit der Katzenkastrationsaktion. Im vergangenen Jahr konnten über 5.000 Katzen kastriert werden. Im Rahmen der Aktion konnten finanzschwächere Einwohner, die sich oft bereits um die Straßentiere kümmern, frei lebende Katzen zum Tierarzt bringen und dort kastrieren lassen. Dazu wurden entsprechende Gutscheine über beteiligte Tierkliniken ausgeteilt. Die Kastration ist die einzig nachhaltige und tierschutzgerechte Methode, um die große Zahl der Straßenkatzen und das damit verbundene Leid für die Tiere einzudämmen.
 
„Lob gebührt allen Beteiligten für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Ich hoffe, dass die Stadt diese Aktion weiterhin fördert und sie dieses Jahr in das städtische Tierschutzprogramm aufnimmt. Nur so kann das Projekt weitergeführt und dem Elend der Straßenkatzen ein Ende bereitet werden“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Die Stiftung des Deutschen Tierschutzbundes hatte durch finanzielle Unterstützung die erstmalige Durchführung einer Katzenkastrationsaktion ermöglicht.  Auch die Leiterin der ökologischen Abteilung der Stadt, dankt für die großartige Zusammenarbeit aller Beteiligten und spricht sich für eine Fortsetzung der Kastrationsaktion in Kooperation mit der Stadt aus.
 
Die Bürger der Stadt, die sich um die Straßentiere kümmern und frei lebende Katzen zum Tierarzt bringen, haben grundlegend mitgewirkt, dass im Zeitraum vom 1. November 2016 bis zum 28. Februar 2017 über 5.000 Katzen in den beteiligten 32 Kliniken kastriert werden konnten. Geht man rein rechnerisch davon aus, dass eine Katze zweimal im Jahr jeweils drei Junge zur Welt bringt und die Kater jeweils zwei Kätzinnen decken, so wurden durch die durchgeführten Kastrationen hochgerechnet etwa 77.000 Geburten in diesem Zeitraum verhindert. Diese Jungtiere wurden vor einem traurigen Leben auf den Straßen bewahrt.
 
Hintergrund:
Straßenkatzen stammen von ausgesetzten oder zurückgelassenen Hauskatzen oder unkastrierten Freigängern ab. Obwohl die Tiere meist scheu sind, sind sie als domestizierte Tiere nicht in der Lage, sich und ihre Nachkommen vollständig alleine zu versorgen. Die Tiere leiden an Unter- und Mangelernährung, Krankheiten und Parasiten. Viele Jungkatzen erreichen das Erwachsenalter nicht. Im Tierschutzzentrum in Odessa versorgen Tierärzte und Tierpfleger aus Odessa Straßenhunde und -katzen medizinisch, impfen, kastrieren und markieren sie. Nach einer Erholungs- und Aufbauphase werden die Tiere in ihrem angestammten Revier wieder freigelassen. Aber auch die Kastration von Privattieren stellt einen wichtigen Bestandteil zur Reduzierung der Straßentierpopulation dar.
 
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Bildunterschrift: Katze im Tierschutz- und Kastrationszentrum Odessa
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. 

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