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Der Deutsche Tierschutzbund und sein Tierschutz- und Kastrationszentrum im ukrainischen Odessa konnten in den Jahren 2016/2017 im Rahmen einer Kampagne über 5.000 Katzen kastrieren. Ab dem 1. November geht die erfolgreiche Aktion nun in die zweite Runde. Erneut können Einwohner, die sich oft bereits um die Straßentiere kümmern, frei lebende Katzen zum Tierarzt bringen und dort kostenlos kastrieren lassen. Dazu kooperieren die Tierschützer, die entsprechende Gutscheine ausstellen, mit den örtlichen Tierkliniken. Die Kastration und das anschließende wieder Freilassen ist die einzig nachhaltige und tierschutzgerechte Methode, um die große Zahl der Straßenkatzen und das damit verbundene Leid für die Tiere einzudämmen.

„Trotz der tollen Erfolge in den letzten Jahren wächst die Katzenpopulation noch stetig an“, erklärt Dr. Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes. „Insbesondere Katzenjunge haben oft geringe Überlebenschancen. Viele von ihnen sterben qualvoll an Unterernährung, Revierkampf- und Unfallverletzungen oder für den Menschen ungefährlichen Infektionskrankheiten. Wenn diese Katzen nicht kastriert werden, vermehren sie sich unbeschränkt.“

Um der Entwicklung großer Straßenkatzenpopulationen wirkungsvoll begegnen zu können, hat sich der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit dem Tierschutzzentrum Odessa dazu entschlossen, eine weitere Katzenkastrationsaktion vom 1. November 2017 bis zum 28. Februar 2018 mithilfe der Bürgerinnen und Bürger von Odessa und den Tierkliniken der Stadt durchzuführen. So wollen die Tierschützer entstandenes und täglich neu entstehendes Tierleid weiterhin nachhaltig und human bekämpfen.

Hohe Fortpflanzungsrate verursacht Populationswachstum

Katzen sind bereits mit einem halben Jahr geschlechtsreif. Weibliche Tiere sind mehrfach im Jahr paarungsbereit. Nach erfolgreicher Paarung bringt eine Katze nach rund 65 Tagen vier bis sechs Jungtiere zur Welt. Obwohl die Überlebenschance bei Straßentieren gering ist, führt der Nachwuchs schnell zum Wachstum der Population. Selbst wenn von zwei Würfen im Jahr nur jeweils drei Jungtiere überleben und diese in gleicher Weise Nachwuchs zeugen, kommt man rein rechnerisch in mehreren Jahren auf einige 100.000 Nachkommen. 

Bildmaterial: Bildunterschrift: Katze im Tierschutz- und Kastrationszentrum Odessa Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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Tierschutz-Tipps: So wird der Garten winterfit für Wildtiere

Eintrag von Tierheim am 21.10.17 um 16:42 Uhr •

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Im Herbst wird es Zeit, den Garten winterfit zu machen – und zwar so, dass auch die Tiere etwas davon haben. Der Deutsche Tierschutzbund gibt Tipps, wie man Igeln, Eidechsen oder Wildbienen das Überwintern erleichtert und wie man Wildtiere bei der täglichen Nahrungssuche unterstützen kann.

„Akkurat angelegte und aufgeräumte Gärten machen es den Tieren schwer, Nahrung oder einen Unterschlupf zu finden“, erklärt James Brückner, Leiter des Artenschutzreferats beim Deutschen Tierschutzbund. „Wer das Laub dagegen liegen lässt – zumindest auf einigen Haufen – bietet Igeln, Reptilien und Kleintieren, wie Regenwürmern oder Käfern, die anderen als Nahrung dienen, ein Versteck.“ Statt zu Laubbläsern und –saugern, die kleinere Igel und andere Tiere einsaugen und töten können, greift man besser zu Rechen oder Harke. Die stark gefährdeten Wildbienen bevorzugen zum Überwintern altes Gehölz, hohle Stängel verschiedener Pflanzen oder Baumhöhlen, die ihnen Schutz bieten. Verblühte Stauden sollten also auf keinen Fall abgeschnitten und tote Äste nicht entsorgt werden. Nutznießer von verblühten Stauden sind zudem viele Vögel, die aus den Blütenresten die Insekten herauspicken.

Artgerechte Zufütterung kann helfen
Wer nicht ohnehin das ganze Jahr füttert, kann Vögel bei lang anhaltendem Frost oder Schnee unterstützen – je nach Art mit Körnerfutter, etwa mit Sonnenblumenkernen oder Getreide, mit Insektenlarven oder mit Obst, zum Beispiel mit Äpfeln. Eichhörnchen legen zwar Futtervorräte für den Winter an, kommen aber bei Bodenfrost oft nicht an die vergrabenen Schätze heran. Sie freuen sich ebenfalls über Sonnenblumenkerne, aber auch über Bucheckern, Wal- und Haselnüsse oder Äpfel und Birnen. Igel müssen sich vor ihrem Winterschlaf, mit dem sie etwa zwischen Anfang Oktober und Anfang November beginnen, ausreichend Fettreserven anfressen. Für junge Igel kann im Herbst eine Zufütterung sinnvoll sein. Dabei sollte man auf artgerechtes Futter zurückgreifen, etwa auf Katzendosenfutter, gemischt mit Haferflocken oder Weizenkleie. Milch und Essenreste sind dagegen ungeeignet.
 
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. / Ehrhardt
 
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Futterschüsseln für Nager gesucht

Eintrag von Tierheim am 20.10.17 um 13:42 Uhr •

Die Rettung der vielen Nager aus dem illegalen Tiertransport überfordert uns "Futterschüssel-technisch" leider völlig.... Wer uns also kleine (ca. 10-12 cm) Porzellanschüsseln überlassen könnte, würde uns wirklich sehr helfen. Vielen Dank.  
 
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Pressemeldung 22.09.2017 #StopTheTrucks

Eintrag von Tierheim am 23.09.17 um 0:00 Uhr •

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  • Übergabe von mehr als einer Million Unterschriften gegen Tiertransporte
  • EU-Kommission will das Thema verstärkt angehen
 
Mehr als eine Million Europäer haben ihre Stimme für ein Ende von Tierleid bei Lebendtiertransporten abgegeben und so ein deutliches Zeichen für mehr Tierschutz gesetzt. Der Deutsche Tierschutzbund und andere Mitgliedsorganisationen der europäischen Dachorganisation Eurogroup for Animals hatten die Stimmen im Rahmen der Kampagne #StopTheTrucks gesammelt. Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, der die Unterschriften gestern entgegen nahm, versprach, die Zustände bei Lebendtiertransporten höher auf die Agenda zu setzen. So soll eine neu eingesetzte Untergruppe der EU-Tierschutzplattform das derzeitige System sowie die Regeln für den Langstrecken-Tiertransport überarbeiten und eine langfristige Strategie zum Ersatz der Transporte erarbeiten.
 
„Dank der Kampagne #StopTheTrucks steht der Tierschutz wieder auf der EU-Agenda“, sagte Flanderns Tierschutzminister Ben Weyts, der die Unterschriften an Kommissar Andriukaitis übergab. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, ergänzt: „Für die Milliarden Tiere, die jährlich über Europas Straßen gekarrt werden, ist der Weg in den Tod die Hölle. Mehr als eine Million Europäer fordern nun die EU zum Handeln auf und auch wir appellieren an den EU-Kommissar: Es braucht eine Strategie, um die Bedingungen auf den Transporten zu verbessern und um die Zahl und Dauer der Transporte zu reduzieren. Dazu sind auch wieder regionale Strukturen notwendig, um kurze Wege zu sichern. Endziel muss sein, Fleisch bzw. Sperma für die Zucht zu transportieren und den Tieren selbst die Tortur des Transports zu ersparen. Das muss auch eine Schwerpunktaufgabe einer neuen Bundesregierung sein.“
 
EU-Gesetzgebung für Tiertransporte unzureichend
Hintergrund des Protestes ist, dass die europäische Gesetzgebung über Tiertransporte den Tieren keinen ausreichenden Schutz bietet. Auf Transporten - oft quer durch Europa und bis in Drittländer - leiden die Tiere häufig unter der unerträglichen Enge in den Transportern, unter Hitze oder Kälte, quälendem Durst und Schmerzen aufgrund von Verletzungen. Ursache für diese Tierschutzprobleme sind die zu geringen Anforderungen: So ist es prinzipiell erlaubt, Tiere unter Einhaltung von Pausenzeiten zeitlich unbegrenzt zu transportieren. Darüber hinaus sind die Anforderungen an das Platzangebot auf den Transportmitteln, an die zulässige Temperatur während des Transportes sowie an die Versorgung und Ruhepausen unzureichend. Wirksame Kontrollen, mit denen die Einhaltung der gesetzlichen Mindestanforderungen und der Gesundheitszustand der Tiere überprüft werden, fehlen weitgehend.
 
Informationen zur Kampagne „#StopTheTrucks“ unter: www.tierschutzbund.de/kampagne-tiertransporte
 
Bildmaterial
Bildunterschrift: Mehr als eine Million Unterschriften gegen Langstrecken-Tiertransporte kamen im Rahmen der #StopTheTrucks-Kampagne zusammen. Copyright: François de Ribaucourt
Bildunterschrift: Ben Weyts (4. v. links) und Mitglieder der Eurogroup for Animals übergeben die Unterschriften an Vytenis Andriukaitis (3. v. links). Copyright: François de Ribaucourt 

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Am 21. September 2017 tritt das Freihandelsabkommen CETA vorläufig in Kraft. Der größte Teil des Abkommens zwischen Kanada und der Europäischen Union findet damit Anwendung. Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert, dass der Tierschutz bei CETA kaum Berücksichtigung findet. Der Verband fordert, dass Freihandelszonen immer auch Tierschutzzonen sein müssen.
 
„CETA enthält so gut wie keine Tierschutzregelungen. Auch bei der Regierungsmehrheit im Bundestag gab es bislang nur wenig Bereitschaft, sich mit den Folgen für den Tierschutz zu befassen“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wer auch immer bei der Bundestagswahl die Mehrheit erlangt, muss dafür sorgen, dass der Tierschutz nun wenigstens beim Vollzug des Abkommens bestmöglich berücksichtigt wird. In Zukunft müssen Freihandelszonen immer auch Tierschutzzonen sein.“
 
Tierschutz bleibt zu vage
Einige Bestimmungen des CETA-Abkommens verweisen zwar auf den Tierschutz, bleiben aber sehr vage. Konkrete Anforderungen zur Sicherstellung einer tiergerechten Haltung in der Landwirtschaft, zum Abbau von Tierversuchen oder zur Verbesserung des Schutzes von Wildtieren fehlen. „Jetzt sind weitere Absprachen mit Kanada und konkrete Vorgaben für den Vollzug erforderlich, um zu verhindern, dass es zu einem Abwärtsdruck auf den europäischen Tierschutz kommt“, erklärt Schröder. Auch müsse verhindert werden, dass Produkte aus der Klontierzucht und andere tierschutzwidrige Erzeugnisse auf den europäischen Markt gelangen.
 
Ursprünglich sollte CETA bereits im Frühjahr 2017 vorläufig in Kraft treten. Nach der Zustimmung im Europaparlament im Februar verzögerte sich jedoch der Ratifikationsprozess in Kanada. Damit das Abkommen uneingeschränkt gültig wird, müssen nun noch die nationalen – in einigen Fällen auch die regionalen – Parlamente in den EU-Ländern zustimmen. 

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Igel - wie kann ich helfen?

Eintrag von Tierheim am 06.09.17 um 13:20 Uhr •

Gerade jetzt mit Beginn der kälteren Jahreszeit, erreichen uns wieder vermehrt Anfragen zu unseren kleinen stacheligen Freunden.

Der LBV hat auf seiner Internetseite dazu sehr schön aufbereitete und hilfreiche Informationen veröffentlicht, auf die wir gerne hinweisen:

 
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