Leid in der Schweinehaltung

Eintrag von Tierheim am 23.11.18 um 8:07 Uhr •

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Pressemeldung 

20.11.2018 

#EndPigPain:

Mehr als eine Million Unterschriften für EU-Kommissar 

Eine Million EU-Bürger rufen die EU-Kommission dazu auf, das Leid der Schweine in den Mitgliedstaaten zu beenden. Der Deutsche Tierschutzbund und andere Mitgliedsorganisationen der europäischen Dachorganisation Eurogroup for Animals hatten die Stimmen im Rahmen der Kampagne #EndPigPain gesammelt und auf die unerträglichen Lebensbedingungen und illegalen Praktiken in der Schweinehaltung aufmerksam gemacht. Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, nahm die Unterschriften gestern in Brüssel entgegen.  

„Der Erfolg der Kampagne macht deutlich, dass die EU-Bürgerinnen und Bürger nicht mehr bereit sind, weiterhin das Leid der Tiere in der konventionellen Schweinehaltung zu tolerieren“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Es braucht einen tiefgreifenden Wandel: Statt Tiere zurechtzustutzen, damit sie in die Haltungssysteme passen, müssen die Haltungsbedingungen endlich den Tieren angepasst werden.“ Die Tierschützer fordern die nationalen Agrarminister und die Europäische Kommission auf, alle Manipulationen von Schweinen zu beenden, die EU-Anforderungen ordnungsgemäß umzusetzen und mehr Tierschutz schnellstmöglich zu realisieren - auch durch gezielte Subventionierung von tiergerechten Stallsystemen. 

Tierschutzwidrige Haltung und Manipulationen am Tier

Die meisten EU-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, lassen die gesetzlichen Mindeststandards für den Schutz von Schweinen außer Acht. So werden Ferkeln routinemäßig die Schwänze kupiert und die Zähne abgeschliffen – obwohl das routinemäßige Durchführen beider Eingriffe durch die europäische Gesetzgebung seit Langem verboten ist. Die Kastration männlicher Ferkel ohne Betäubung ist in der EU nach wie vor legal und wird an über 70 Millionen männlichen Ferkeln pro Jahr durchgeführt - trotz zahlreicher wissenschaftlicher Belege, dass dieses Verfahren extrem schmerzhaft ist und obwohl Alternativen existieren. In Deutschland soll nun auch noch das Verbot, das die betäubungslose Kastration eigentlich ab 1.1.2019 verbietet, um weitere zwei Jahre hinausgezögert werden. Ein weiterer Missstand, den der Deutsche Tierschutzbund in Deutschland anprangert, ist die Kastenstandhaltung von Sauen. Die Tiere leben einen Großteil ihres Lebens eingepfercht in engen Kastenständen – ohne Möglichkeit, sich artgemäß zu bewegen. Und das, obwohl das Bundesverwaltungsgericht Ende 2016 klar gemacht hatte, dass die gängige Kastenstandhaltung im Deckzentrum als rechtswidrig einzustufen ist.

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Du hast da was an der Mütze

Eintrag von Tierheim am 23.11.18 um 8:06 Uhr •

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Pressemeldung 

20.11.2018 

#MeinStyleIstPelzfrei - Neue Kampagne gegen Pelz 

Der Deutsche Tierschutzbund startet heute seine neue Anti-Pelz-Kampagne #MeinStyleIstPelzfrei. Mit der Kampagne setzt sich der Verband gegen Pelz und für einen tierfreundlichen Modestyle ein. Unterstützung erhalten die Tierschützer dabei von Prominenten und Instagram-Influencern: Hennes Bender, Mark Benecke, Jennifer Fischer, Harry G, Janine Jahnke, Henning Krautmacher, Anna-Laura Kummer, Nina Ruge, Barbara Rütting, Simone Sombecki und Andrea Volk haben bereits angekündigt, die Kampagne durch eigene Fotos, Storys oder Videos mit dem Hashtag #MeinStyleIstPelzfrei zu unterstützen. 

„Auch wenn die Pelzmodeindustrie im Winter alljährlich ihre PR-Maschinerie anwirft, um die Zustände schönzureden: An den grausamen Methoden der Jagd und Haltung von Pelztieren hat sich nichts geändert. Mit unserer Kampagne #MeinStyleIstPelzfrei möchten wir daher möglichst viele, insbesondere junge Menschen für Mode ohne Pelz begeistern“, erklärt Nadine Waltschyk, Referentin Campaigning beim Deutschen Tierschutzbund. „Unser Dank gilt dabei vor allem den Prominenten und Influencern, die diese Botschaft gemeinsam mit uns in die Öffentlichkeit tragen.“ 

Tierfreunde, die sich ebenfalls dafür einsetzen möchten, dass Tiere nicht für einen unnötigen Trend leiden müssen, können die Kampagne unterstützen. Dafür ruft der Deutsche Tierschutzbund dazu auf, Fotos oder Videos mit dem Hashtag #MeinStyleIstPelzfrei auf den eigenen Social-Media-Kanälen zu teilen und so allen zu zeigen, dass man sich für einen Style ohne Tierleid ausspricht. Wer will, kann dafür mit dem Hashtag-Schild posieren, das sich über die Website www.tierschutzbund.de/pelzfrei herunterladen und ausdrucken lässt. Alternativ gibt es auch eine Bilddatei, die nur ins eigene Foto eingefügt werden muss. 

Echtpelz und Kunstfell sind kaum zu unterscheiden

Echtfell ist zum Teil genauso billig herzustellen wie Kunstfell und die Käufer stehen vor der Herausforderung, dass beide teils kaum voneinander zu unterscheiden sind. „Erschwerend kommt hinzu, dass die Kennzeichnung der Produkte im Handel oft falsch oder gar nicht vorhanden ist“, sagt Dr. Henriette Mackensen, Expertin für Pelz beim Deutschen Tierschutzbund. Tierfreunden, die auf Nummer sicher gehen möchten, rät sie daher, am besten erst gar keine Produkte mit Fell oder Fellbesatz zu kaufen.

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Weihnachtsmarkt im Tierheim

Eintrag von Tierheim am 23.11.18 um 7:32 Uhr •

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Heuer durfte zum ersten Mal die Jugendgruppe des Tierheims Regensburg den Weihnachtsmarkt im Tierheim gestalten. 

Dazu haben alle erst einmal die von einem Mitglied der Jugendgruppe selbst entworfenen T-Shirts angezogen!

Am Freitag haben fleißige Helfern die vielen vorhanden oder auch noch am Freitag spontan vorbei gebrachten Sachspenden (Vielen Dank an alle Spender!!) gesichtet, sortiert und dann alles hübsch aufgebaut und hergerichtet. 

Start des Verkaufs war dann am Samstag!!

Viele unserer Mädchen und auch ein Junge haben tatkräftig beim Verkauf der gestifteten Weihnachtsartikel geholfen. Auch Kaffee und Glühwein, zubereitet von unseren Küchenengeln sowie selbstgemachter Kuchen fand bei den gut gelaunten Besuchern großen Anklang.

 Um wieder die gewohnte Ordnung herzustellen, hat sich am Sonntag ein Aufräumkommando eingefunden, das dann alles wieder ordentlich verpackt und aufgeräumt hat.

 Der Weihnachtsmarkt war ein voller Erfolg und dank der vielen Besuchern und der tatkräftigen Unterstützung der Jungs und Mädchen aus der Jugendgruppe konnten wir am Ende einen tollen Erlös von 713 Euro für die Tiere verzeichnen. 

Wir hatten alle viel Spaß und freuen uns schon aufs nächste Jahr!

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Großer Weihnachtsmarkt im Tierheim

Eintrag von Tierheim am 14.11.18 um 10:07 Uhr •

Am kommenden Samstag den 17.11.18 findet wieder unser großer Weihnachtsmarkt im Tierheim statt. Stöbert in wunderschönen Weihnachtsdekosachen oder sucht in der großen Auswahl an Hunde- und Katzenartikeln etwas für Euren Liebling. 

Um so richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen, servieren wir neben Kaffee und Kuchen auch Glühwein.

Selbstverständlich kommt der komplette Erlös wie immer unseren Tieren zugute. 

Wir freuen uns von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr auf Euren Besuch. 

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Falsch verstandene Tierliebe - Igel sind keine Haustiere!

Eintrag von Tierheim am 10.11.18 um 19:19 Uhr •

Von Homepage des LBV:
Der Igel ist kein Haustier und braucht Winterschlaf

Igelliebhaber missverstehen Naturschutz: Igel sind Wildtiere

Igel frisst aus Napf | © Sushi © Sushi Zufüttern in der nahrungsarmen Zeit ist erlaubt, mit hinein nehmen nur in Ausnahmefällen.

Noch sind nicht alle bayerischen Igel im Winterschlaf. Die beliebten Wildtiere fressen sich weiter fleißig den nötigen Speck für den baldigen Winterschlaf an. Doch einige Igelliebhaber, die kleine Tiere gefunden haben, denken fälschlicher Weise, sie müssten diese aufnehmen und durch den Winter füttern.

Das zeigt das Projekt "Igel in Bayern". Doch das ist falsch verstandene Tierliebe, die den Igeln nur schadet. Nur in bestimmten Ausnahmefällen müssen Igel dauerhaft gefüttert und im Haus überwintert werden. Der Igel ist ein Wildtier und darf nicht als Haustier gehalten werden.

Igel sind Wildtiere

Der Igel ist Bestandteil des Lebensraums Garten, "doch man kann den Igel auch tot lieben", so die Erfahrung, von Igel-Expertin Martina Gehret. Im Rahmen des erfolgreichen Pilotprojekts "Igel in Bayern" haben wir das Engagement der Menschen für den Igel sehr zu schätzen gelernt.

Doch einige Igelliebhaber sperren scheinbar hilfsbedürftige Igel ein und zeigen auf diese Weise ein falsches Naturverständnis. Ein Wildtier wie ein Haustier zu halten ist jedoch illegal. Es darf nicht sein, dass der Igel so von seinem Lebensraum abgekoppelt wird. Die wichtigste Hilfe für den Igel ist, seinen Lebensraum zu verbessern.

Wie das LBV-Projekt zeigt, kommt er in Bayern vor allem im Siedlungsraum vor. Dort ist die beste Unterstützung nun mal ein naturnaher Garten. Aus Sicht des Naturschutzes ist es der falsche Weg, Igel wie Haustiere zu behandeln. Doch in vielen Gärten wird Laub weggeräumt und das Unkraut mit Gift bekämpft, was dem Igel die natürliche Lebensgrundlage auf Dauer entzieht.

Überlebenskünstler

Fünf Jungigel fressen aus einer Schale Katzenfutter | © Marietta Irmer © Marietta Irmer Igel sollten nur als vorübergehende Maßnahme gefüttert werden

Während der ersten Projektjahre ist uns erst richtig bewusst geworden, wie schwer es der Igel tatsächlich hat. Dies bezieht sich aber nicht nur auf die Lebensraumzerschneidung, den Lebensraumverlust aufgrund falscher Gartengestaltung, oder die steigende Parasitenbelastung. Der Igel wird als kleines, sympathisches und nicht allzu flinkes Wildtier oft Opfer von falsch verstandener Tierliebe.

Dabei ist der Igel ein absoluter Überlebenskünstler, der in seiner jetzigen Form bereits seit 15 Millionen Jahren existiert. Das grundlose Einsammeln von Igeln und das anschließende Wegsperren in Kellern oder die Überwinterung ohne Winterschlaf in der eigenen Badewanne hat nichts mit Naturschutz zu tun und ist auch weit entfernt von richtigem Tierschutz.

Wer sich entschließt, ein wirklich hilfsbedürftiges Tier zu pflegen, muss sich vorher über dessen Bedürfnisse und Biologie informieren. Leider herrscht in den Köpfen vieler Igelfinder jedoch immer noch die falsche Meinung, dass Milch oder ein Apfel eine gute Ernährungsgrundlage wären. Igel vertragen keine Milch. 

Wir befürworten das Zufüttern von Igeln nur als vorübergehende Maßnahme und nur sofern dies im Garten und ausschließlich in der nahrungsarmen Zeit stattfindet.

Von LBV: https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/igelfreundlicher-garten/falsch-verstandene-tierliebe/?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=LBV-News+10%2F2018&utm_content=Mailing_7185739

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Tiertransporte - Bundestag lehnt Anträge ab

Eintrag von Tierheim am 10.11.18 um 13:46 Uhr •

Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes 

Das Plenum des Bundestags hat heute Anträge der Grünen und der FDP zu Langstreckentransporten in Drittländer final abgelehnt - nachdem diese auch im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages keine Mehrheit gefunden hatten. Die Grünen forderten in ihrem Antrag ein Aussetzen der Transporte – solange bis die Vorgaben der EU-Verordnung zu Lebendtiertransporten in Drittstaaten wirklich eingehalten werden - sowie begrenzte Transportzeiten. Die FDP forderte die Unterbindung der Transporte, wenn diese nicht den europarechtlichen Mindeststandards entsprechen, sowie die Einhaltung der EU-Verordnung mit entsprechenden Kontrollen. Zur Entscheidung des Bundestags kommentiert Dr. Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes: 

„Es ist ein Skandal, dass die Anträge einfach so weggefegt wurden und Tiere weiterhin unter fürchterlichen Bedingungen bis in Drittstaaten transportiert werden. Der Aufschrei nach der 37 Grad-Reportage „Geheimsache Tiertransporte“ war mal wieder groß – doch jetzt macht man genauso weiter wie bisher. Die EU-Bestimmungen zum Transport müssen laut eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs bis zum Zielort eingehalten werden - auch wenn dieser außerhalb der EU liegt. Das ist im Moment nicht der Fall; bei Langstreckentransporten werden die Vorschriften systematisch missachtet. Die Bundesregierung müsste solche Transporte aussetzen, solange die Einhaltung der Vorschriften nicht gewährleistet ist. Dass die CDU/CSU die tierschutzwidrigen Zustände einfach klein redet und die SPD sich darauf beruft, ein Moratorium sei auf EU-Ebene nicht durchsetzbar, macht erneut deutlich, dass die Tiere und der Tierschutz von der Großen Koalition nichts zu erwarten haben. Und das, obwohl im Koalitionsvertrag festgehalten ist, dass die Transportzeiten verkürzt und Transporte besser kontrolliert werden sollen. Auch die Aussage von Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner, „der Tierschutz dürfe nicht an Grenzen enden“, ist ebenfalls offenbar nur ein Lippenbekenntnis.“

 


Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Tel: +49-(0)228-6049624

Fax: +49-(0)228-6049641

E-Mail: presse@tierschutzbund.de

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