Pressemeldung 27.07.2016 - Verstöße bei Tiertransporten nehmen zu

Eintrag von Tierheim am 28.07.16 um 21:28 Uhr •

Medienberichten zufolge ist die Zahl an Tierschutzverstößen bei Tiertransporten enorm gestiegen. Obwohl die Kontrollen teilweise rückläufig sind, stieg die Zahl der Verstöße bei Schweinen um 230 Prozent, bei Rindern um 312 Prozent und bei Pferden um 128 Prozent. Die Zahlen basieren laut Medienberichten auf einem Bericht, den die Bundesregierung an die Europäische Kommission geschickt hat. Der Deutsche Tierschutzbund mahnt die Politik, endlich zu handeln. Die unzureichenden gesetzlichen Bestimmungen werden aus Sicht der Tierschützer nach wie vor zu wenig kontrolliert, Verstöße oft nicht konsequent genug geahndet. Fahrzeiten von beispielsweise mehrmals bis zu 29 Stunden in extremer Enge und bei drückender Hitze oder Kälte sowie verletzungsbedingte Schmerzen sind gang und gäbe. Selbst tragende Tiere gelangen in den Transport – teilweise hochträchtig.

„Wer kontrolliert, der muss auch ahnden: Es kann nicht sein, dass Verstöße offensichtlich und bekannt sind, aber niemand handelt. Bundesregierung und EU-Kommission müssen die teils katastrophalen Verhältnisse bei Tiertransporten endlich wirksam bekämpfen“, fordert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Ziel muss es sein, die Lebendtiertransporte langfristig zu reduzieren und durch den Transport von Kühlware oder Zuchtmaterial zu ersetzen.

Insbesondere in den warmen Sommermonaten ist es für die Tiere wichtig, dass die Transporter fachgerecht ausgestattet sind. Dazu gehören eine ausreichende Versorgung mit geeigneten Tränken sowie eine funktionierende Lüftung. Auch die Ladedichte sollte aufgrund der höheren Temperaturen reduziert werden. Trotz entsprechender Vorgaben werden bei Kontrollen allerdings immer wieder zahlreiche Missstände aufgedeckt: Das Überschreiten der zulässigen Ladedichte, defekte Lüftungen oder eine fehlende Wasserversorgung gehören zu den häufigsten Mängeln. Auch Ruhe- oder Melkzeiten werden meist unzureichend oder überhaupt nicht eingehalten. Oftmals sind die Tiere gar nicht transportfähig, leiden unter Verletzungen oder Lahmheiten. Nur durch intensivere Kontrollen und einheitliche effiziente Sanktionierungsmöglichkeiten durch Polizei und Veterinärbehörden können solche Missstände reduziert werden.

Auch trächtige Tiere im Transport

Obwohl es verboten ist, Tiere zu transportieren, die in einem fortgeschrittenen Trächtigkeitsstadium sind, stellte eine Studie heraus, dass viele Tiere, die zum Schlachthof transportiert werden, hochträchtig sind. Der Transport führt bei hochträchtigen Kühen, Schweinen oder Schafen zu Angst und Stress, die Schmerzen und sogar Fehlgeburten zur Folge haben können – ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Auch Geburten auf den Transportern oder auf dem Schlachthof sind kein Einzelfall. Eine Qual für Kuh und Kalb und der sichere Tod für beide, weil kein Tier den Schlachthof lebend verlassen darf.

Mehr zur Kampagne gegen den Transport trächtiger Rinder unter: www.tierschutzbund.de/kampagne_schlachtung_traechtiger_rinder


Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
In der Raste 10
D-53129 Bonn
Tel: +49-(0)228-6049624
Fax: +49-(0)228-6049641
 
 
1734 Aufrufe

Pressemeldung 11.07.2016 - Tipps zum Katzenschutz im Urlaub

Eintrag von Tierheim am 12.07.16 um 0:00 Uhr •

Bild
 
Urlauber helfen frei lebenden Katzen in Hotelanlagen nicht, indem sie diese während eines Auslandaufenthalts füttern und an sich binden. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund anlässlich der Sommerferien hin, die gerade in Nordrhein-Westfalen gestartet sind und nächste Woche auch in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland beginnen. Auch wenn die Absicht gut ist, stellt das kurzzeitige Füttern keine nachhaltige Lösung für die Situation der Tiere vor Ort dar. Häufig werden sie nach der Saison vertrieben oder sogar getötet. Touristen sollten sich deshalb an örtliche Tierschutzvereine wenden, die die Lage durch Kastration, kombiniert mit kontrollierter Fütterung, verbessern. Auch in Deutschland gehören Katzenwelpen zu den Touristenmagneten bei Urlauben auf dem Bauernhof. Sie leiden oft unter Katzenschnupfen, Würmern oder Flöhen. Die Elterntiere vermehren sich zumeist völlig unkontrolliert. Ist die Urlaubssaison vorbei, sind die Kleinen ebenfalls geschlechtsreif und der Teufelskreis setzt sich fort. 
 
In Hotelanlagen im Ausland treffen Urlauber immer wieder frei lebende Katzen an, die vom Hotel augenscheinlich geduldet werden. Viele Urlauber haben Mitleid und füttern die Straßentiere. Ist die Hochsaison jedoch vorbei, hoffen die Tiere auf weiteres Futter. Dann werden sie häufig verscheucht oder im schlimmsten Fall sogar getötet. Oftmals finden Vergiftungsaktionen statt. Der Deutsche Tierschutzbund rät Touristen daher davon ab, Straßenkatzen zu füttern. Stattdessen sollte sie sich an örtliche Tierschutzvereine wenden, die die Tiere an festen Futterstellen betreuen, medizinisch versorgen und die Population der Tiere nachhaltig und tierschutzgerecht durch das Prinzip „Einfangen, Kastrieren, Freilassen“ minimieren. Es ist hilfreich, sich hier bereits im Vorfeld des Urlaubes nach Tierschutzvereinen zu erkundigen, die nachhaltigen Tierschutz vor Ort betreiben. Beispielprojekte für nachhaltigen Tierschutz vor Ort, finden Interessierte unter www.tierschutzbund.de.
 
Urlaub auf dem Bauernhof: Katzenwelpen als Attraktion
Junge Katzen zum Streicheln und Kuscheln gehören für viele Kinder und Erwachsene zum Urlaub auf dem Bauernhof dazu. Aus Tierschutzsicht ist dabei wichtig, dass der Halter seine Verantwortung wahrnimmt, die Tiere - Jungkatzen wie ausgewachsene Katzen - medizinisch versorgt, artgemäß füttert und die Tiere kastrieren lässt, damit sie sich nicht unkontrolliert vermehren. Immer wieder beobachten Urlauber und Tierschützer, dass dies auf vielen Bauernhöfen nicht in ausreichendem Maße der Fall ist. Eine einzelne Katze, die zwei Mal im Jahr drei bis sechs Junge zur Welt bringt, kann rein rechnerisch innerhalb von zehn Jahren für 240 Millionen Nachkommen sorgen. Urlauber können helfen, indem sie den Landwirt auf die enorme Vermehrungsrate von Katzen aufmerksam machen und die Vorteile der Kastration erläutern. Auch der Deutsche Tierschutzbund macht sich für die Kastration von Katzen stark. Im Rahmen seiner Kampagne „Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.“ informiert der Verband, wie sich durch Kastration das Leid von frei lebenden Katzen vermeiden lässt (www.tierschutzbund.de/katzenschutz).
 
 
Bildmaterial
 
Bildunterschrift: Frei lebende Katzen werden in Hotelanlagen im Ausland oft nur geduldet.
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.
 
Weiteres Bildmaterial und das Kampagnenmotiv „Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.“ senden wir Ihnen gerne zu.
 

Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
In der Raste 10
D-53129 Bonn
Tel: +49-(0)228-6049624
Fax: +49-(0)228-6049641
 
Besuchen Sie auch die Website des Deutschen Tierschutzbundes e.V.:
 
1789 Aufrufe

Pressemeldung 30.06.2016 - Tag gegen Tiertransporte am 1. Juli

Eintrag von Tierheim am 30.06.16 um 0:00 Uhr •

Deutscher Tierschutzbund fordert strengere Kontrollen
 
Anlässlich des Tages gegen Tiertransporte am 1. Juli erinnert der Deutsche Tierschutzbund an die Qualen, die Tiere noch immer tagtäglich auf Europas Straßen erleiden müssen. Fahrzeiten von beispielsweise mehrmals bis zu 29 Stunden in extremer Enge und bei drückender Hitze oder Kälte sowie verletzungsbedingte Schmerzen sind gang und gäbe. Selbst tragende Tiere gelangen in den Transport – teilweise hochträchtig. Der Deutsche Tierschutzbund mahnt die Politik, endlich zu handeln. Die unzureichenden Bestimmungen werden aus Sicht der Tierschützer nach wie vor zu wenig kontrolliert, Verstöße oft nicht konsequent genug geahndet.
 
„Wir brauchen einen verantwortungsvolleren Umgang beim Transport landwirtschaftlich genutzter Tiere“, sagt  Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Die Politik muss endlich handeln und die katastrophalen Zustände, die oftmals bei den Transporten herrschen, konsequent ahnden.“ Die Tierschützer fordern deshalb häufigere und strengere Kontrollen, eine möglichst einheitliche Sanktionierung von Verstößen und eine Verbesserung der aus Tierschutzsicht bisher nicht ausreichenden gesetzlichen Vorgaben. Jährlich werden über 360 Millionen Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen und vier Milliarden Stück Geflügel in der EU allein zum Schlachten transportiert.
 
Insbesondere in den warmen Sommermonaten ist es für die Tiere wichtig, dass die Transporter fachgerecht ausgestattet sind. Dazu gehören eine ausreichende Versorgung mit geeigneten Tränken sowie eine funktionierende Lüftung. Auch die Ladedichte sollte aufgrund der höheren Temperaturen reduziert werden. Trotz entsprechender Vorgaben werden bei Kontrollen allerdings immer wieder zahlreiche Missstände aufgedeckt: Das Überschreiten der zulässigen Ladedichte, defekte Lüftungen oder eine fehlende Wasserversorgunggehören zu den häufigsten Mängeln. Auch Ruhe- oder Melkzeiten werden meist unzureichend oder überhaupt nicht eingehalten. Oftmals sind die Tiere gar nicht transportfähig, leiden unter Verletzungen oder Lahmheiten. Nur durch intensivere Kontrollen und einheitliche effiziente Sanktionierungsmöglichkeiten durch Polizei und Veterinärbehörden können solche Missstände reduziert werden.
 
Auch trächtige Tiere im Transport
Obwohl es verboten ist, Tiere zu transportieren, die in einem fortgeschrittenen Trächtigkeitsstadium sind, stellte eine Studie heraus, dass viele Tiere, die zum Schlachthof transportiert werden, hochträchtig sind. Der Transport führt bei hochträchtigen Kühen, Schweinen oder Schafen zu Angst und Stress, die Schmerzen und sogar Fehlgeburten zur Folge haben können – ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Auch Geburten auf den Transportern oder auf dem Schlachthof sind kein Einzelfall. Eine Qual für Kuh und Kalb und der sichere Tod für beide, weil kein Tier den Schlachthof lebend verlassen darf.

Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
In der Raste 10
D-53129 Bonn
Tel: +49-(0)228-6049624
Fax: +49-(0)228-6049641
 
 
1804 Aufrufe

Was braucht der Herdenschutzhund zu seinem Glück? von HSH e.V.

Eintrag von Tierheim am 28.06.16 um 0:00 Uhr •

Das unhaltbare Gerücht, dass der Herdenschutzhund eine Herde benötige, um glücklich zu sein, bringt viel Unheil und Elend über diese wundervollen und besonderen Wesen. Um für Abhilfe zu sorgen, haben wir die Broschüre „Was braucht der Herdenschutzhund zu seinem Glück“ erstellt, damit Interessierten etwas in die Hand gegeben werden kann, so dass Herdenschutzhund und Mensch ihr gemeinsames Glück finden können.

Die Broschüre gibt es hier zum Download: hier!

Die Herdenschutzhundhilfe veranstaltet ein Seminar, falls Interesse besteht findet man hier Infos:

Unser Seminar „HSH – HERDENSCHUTZHUNDE / HIRTENHUNDE – verstehen, respektieren, zusammenleben“ am 27. und 28. August 2016 mit Herdenschutzhund-Expertin Mirjam Cordt klärt über den besonderen Hundetypus auf und wie man mit ihnen glücklich und harmonisch zusammenleben kann. Das Theorie-Seminar (siehe: http://www.herdenschutzhundhilfe.de/rund-um-den-hund/seminare) richtet sich an alle, die sich für Herdenschutzhunde interessieren.

Ansprechpartner: Nicole Kowalski (Hilfe für HSH e.V.) 
Tel. 0170-4466354 | Mo – Do: 8 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr | info@herdenschutzhundhilfe.de 
*****************************************
Tierschutzverein
Hilfe für Herdenschutzhunde e.V. (Hilfe für HSH e.V.)
2-Tages-Seminar über HERDENSCHUTZHUNDE im August 2016

www.herdenschutzhundhilfe.de
zum Newsletter „HerdenSchutzHund-Sprachrohr“ anmelden
www.facebook.com/Herdenschutzhundhilfe
https://www.spendenportal.de/formulare/spendenformular.php?projekt_id=10317

Jede Spende unterstützt unsere Arbeit in der Aufnahme von Herdenschutzhunden, ihre medizinische Betreuung und ihr Leben in Sicherheit und Geborgenheit in der Obhut der Hilfe für HSH. Herzlichen Dank!
*****************************************
 
2149 Aufrufe

Pressemeldung 16.06.2016 - Gemeinsamer Arbeitstag für Hund und Halter

Eintrag von Tierheim am 17.06.16 um 0:00 Uhr •

Bild Bild
 
Aktionstag „Kollege Hund“ des Deutschen Tierschutzbundes
 
Anlässlich des Aktionstags „Kollege Hund“ dürfen am 30. Juni wieder vierbeinige „Mitarbeiter“ mit ins Büro. Der Deutsche Tierschutzbund  und seine örtlichen Tierschutzvereine, unterstützt von Pedigree, ermutigen bereits zum neunten Mal Unternehmen und Hundehalter, den gemeinsamen Arbeitstag mit Hund einmal auszutesten. Alle teilnehmenden Firmen zeichnet der Verband mit einer Urkunde als tierfreundliches Unternehmen aus. Der jährlich stattfindende Aktionstag soll für mehr Akzeptanz von Hunden am Arbeitsplatz werben. Insbesondere auch deshalb, weil viele Menschen aus beruflichen Gründen vor der Adoption eines Hundes zurückschrecken, obwohl tausende Tiere in den Tierheimen auf ein neues Zuhause warten.
 
„Für Berufstätige mit Vollzeitjob ist es oftmals schwierig, auch noch für einen Hund genug Zeit aufzubringen“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Bestünde die Option, einen Hund mit zur Arbeit zu bringen, hätten auch viele Tierheimhunde eine bessere Chance, ein neues Zuhause zu finden.“ Aber auch Berufstätige, die bereits einen Hund besitzen und ihren Alltag bereits organsiert haben, hätten so die Möglichkeit, mehr Zeit mit ihrem Vierbeiner zu verbringen. „Die meisten Hunde begleiten ihr Herrchen oder Frauchen gern überall hin“, sagt Schröder. „Mit dem Aktionstag zeigen wir aber auch, dass neben Hund und Halter ebenso die Kollegen profitieren können.“
 
Da sich ein Hund positiv auf das Arbeitsklima auswirken kann, profitieren auch Chefs und Mitarbeiter vom „Kollegen Hund“. Hunde am Arbeitsplatz heben die allgemeine Stimmung und fördern die Kommunikation unter den Kollegen. Die Anwesenheit eines Hundes baut nachweislich Stress ab und die Mitarbeiter kommen motivierter zur Arbeit. Voraussetzung ist natürlich, dass sowohl Chefs als auch alle Kollegen mit der Anwesenheit des Hundes einverstanden sind.
 
Bedürfnisse des Hundes müssen erfüllt werden
Am unkompliziertesten für Hunde und Herrchen sind Büros, in denen wenig Publikumsverkehr herrscht und das Tier auch zur Ruhe kommen kann. Im Zweifel muss individuell entschieden werden, ob eine „Zusammenarbeit“ Sinn macht. Die Arbeitssituation darf natürlich nie auf Kosten des Tieres gehen. Der Hund sollte Rückzugsmöglichkeiten und einen Platz mit seiner Decke, seinem Napf und seinem Spielzeug haben. Damit der Hund nicht ausschließlich ruhig auf seinem Platz liegen muss, sollten die Pausen ihm voll und ganz gewidmet sein. Dann steht einem erfolgreichen gemeinsamen Arbeitstag nichts im Wege.
 
Mehr Informationen und Anmeldung: www.kollege-hund.de
 
Bildmaterial Kollege Hund:
 
Bildunterschrift: Ein „Kollege Hund“ kann eine Bereicherung für den Arbeitsalltag sein.
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.
 
Weiteres Bildmaterial und das offizielle Motiv des Aktionstags „Kollege Hund“ senden wir Ihnen gerne zu.

Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
In der Raste 10
D-53129 Bonn
Tel: +49-(0)228-6049624
Fax: +49-(0)228-6049641
 
 
1980 Aufrufe

Bild
 
 
In den Sommerferien, die am 23. Juni mit Bremen und Niedersachsen in den ersten Bundesländern starten, kommen Touristen oft mit Tierschutzproblemen in Berührung. Diese reichen von einem Souvenirfoto mit einem Wildtier über Freizeitaktivitäten, wie dem Ritt auf einem Elefanten, bis hin zur Vorführung von Tieren in Shows oder Arenen. Auch „tierische Souvenirs“ sind mit Tier- und Artenschutzproblemen verbunden. Der Deutsche Tierschutzbund informiert zum Start der Urlaubssaison darüber, welche tierschutzwidrigen Praktiken sich hinter den vermeintlichen Touristenattraktionen verbergen.
 
„Oftmals werden die Tiere nur zur Belustigung der Menschen vorgeführt und gequält. Meist fristen sie ein Leben voller Entbehrungen, das den Touristen auf den ersten Blick verborgen bleibt“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir appellieren an alle Urlauber, das Leid der Tiere nicht zu unterstützen. Nur wenn Reisende entsprechende Angebote meiden, lassen sich Verbesserungen für die Tiere vor Ort erreichen.“
 
Obwohl einige Reiseveranstalter entsprechende Attraktionen bereits aus dem Programm genommen haben, sind Nachfrage und Angebot nach wie vor groß. Vielen Touristen ist dabei nicht bewusst, dass etwa Elefanten bei ihrer „Ausbildung“ zum Reittier  unterworfen werden müssen, was mit Anketten, Fesseln und Schlägen erreicht wird. Der Besuch von Delfinshows und das Schwimmen mit Delfinen fördern die fragwürdige Gefangenschaftshaltung dieser Tiere und indirekt auch den Fang freilebender Delfine, wie bei den blutigen Treibjagden im japanischen Taiji. Ebenso blutig sind auch Tierkämpfe, wie der in Spanien traditionelle Stierkampf. In den Arenen und Übungsanstalten für Toreros finden viele Tiere einen grausamen Tod. Auch in Frankreich, Portugal, Mexiko und Brasilien finden tödliche Stierkämpfe statt. Der Deutsche Tierschutzbund ruft alle Touristen dazu auf, solche Spektakel zu boykottieren.
 
Auch ein auf den der ersten Blick niedliches Foto mit einem Wildtier birgt Tierschutzprobleme: Das ständige Anfassen durch fremde Menschen stresst die Tiere enorm. Viele wurden als Jungtiere gefangen und ihre Mütter getötet. Bei nachgezüchteten Löwenjungen, die gerne als Fotomotiv zum Einsatz  kommen, ist es zum Beispiel in Südafrika keine Seltenheit, dass die halbzahmen Tiere beim „Canned hunting“ für Jagdtouristen zum Abschuss freigegeben werden, sobald sie älter und damit für Fotomotive nicht mehr brauchbar sind.
 
Weil jedes freigekaufte Tier sofort durch ein anderes ersetzt wird, raten die Tierschützer auch vom Freikaufen eines Tieres ab. Die skrupellosen Tierhändler leben von der Hilfsbereitschaft der Touristen und machen damit großen Profit. Nicht zu vergessen sind auch Tierqual-Souvenirs, wie Taschen aus Krokodilleder, Pelze oder Schnitzereien aus Elfenbein, auf die tierliebe Urlauber auch aus Artenschutzgründen lieber verzichten sollten.
 
 
Bildmaterial:
 
Bildunterschrift: Delfine werden zur Unterhaltung des Publikums in Shows vorgeführt. Touristen sollten solche Attraktionen meiden, um die Gefangenschaftshaltung dieser Tiere nicht zu unterstützen.
 
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.
 

Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
In der Raste 10
D-53129 Bonn
Tel: +49-(0)228-6049624
Fax: +49-(0)228-6049641
 
 
1875 Aufrufe
« 1 « Zur Seite 16 17/20 Zur Seite 18 » 20»