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  • Bundeseinheitliches Verbot gefordert

Sechs Tierschutzvereine bzw. Stiftungen fordern den Deutschen Städtetag und den Deutschen Städte- und Gemeindebund dazu auf, Kommunen zu unterstützen, die Zirkusse mit Wildtieren verbieten wollen. Die sechs Unterzeichner, animal public, der Bund gegen Missbrauch der Tiere, der Deutsche Tierschutzbund, PETA, Pro Wildlife und VIER PFOTEN, haben sich mit dieser Botschaft an die kommunalen Spitzenverbände gewandt. Die Tierschützer weisen in einem gemeinsamen Schreiben darauf hin, dass auch ein im März 2017 vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg gefälltes Urteil die Kommunen nicht daran hindert, die Platzvergabe an Wildtier-Zirkusse generell zu unterbinden. Aus Sicht der Tierschützer ist darüber hinaus ein bundesweites Wildtierverbot im Zirkus dringend nötig, um Rechtsunsicherheiten künftig zu vermeiden.

 Öffentliche Sicherheit gefährdet

Mehrere Rechtsexperten bestätigen, dass Kommunen weiterhin das Recht haben, ihre Platzvergabe an reisende Zirkusunternehmen davon abhängig zu machen, ob die Zirkusse bestimmte Wildtiere mit sich führen. Die Gutachter empfehlen, neben tierschutzrechtlichen Erwägungen überwiegend auch andere wichtige Gründe für ihre Entscheidung heranzuziehen, die in der Zuständigkeit der Kommune liegen, etwa die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit. Immer wieder brechen Tiere aus den mobilen, unzureichend gesicherten Zirkus-Stallungen aus und können dann zur Gefahr für Menschen und Straßenverkehr werden. Mit einer Neuregelung der Platzvergabe kämen die Städte und Gemeinden gleichzeitig dem Wunsch der großen Mehrheit der Bürger nach mehr Tierschutz nach.

 

Tierschutz nicht gewährleistet

Bisher empfiehlt der Deutsche Städte- und Gemeindebund den Kommunen, Zirkusbetrieben mit Wildtieren die Nutzung kommunaler Flächen nicht grundsätzlich zu untersagen. Stattdessen sollten die Kommunen auf Basis des Ordnungsrechts und des Tierschutzgesetzes im Einzelfall entscheiden. Dabei übersieht der Dachverband jedoch, dass das Mitführen bestimmter Wildtierarten systemimmanente Probleme verursacht. Zudem stellt eine Einzelfallprüfung die Kommunen vor eine teils unlösbare Aufgabe. „Anstatt die Problemlösung einseitig auf die Kommunen abzuschieben, sollten der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der Deutsche Städtetag die Kommunen unterstützen, die der unzeitgemäßen Wildtierhaltung im Zirkus keinen Raum mehr geben wollen“, sagt Denise Schmidt, Kampagnenleiterin Deutschland bei VIER PFOTEN. „Viele Kommunen wollen trotz der uneinheitlichen Rechtsprechung an ihren bestehenden Verboten festhalten oder einen entsprechenden Beschluss fassen.“

Forderung nach bundeseinheitlichem Verbot

Obwohl viele Kommunen mit gutem Beispiel vorangehen, braucht es aus Sicht der Tierschützer eine bundeseinheitliche Regelung. „Die Parteien dürfen ein bundesweites Wildtierverbot in Zirkussen nicht aus dem Blick verlieren – gerade im Hinblick auf den bevorstehenden Wahlkampf“, fordert Dr. Henriette Mackensen, Fachreferentin für Artenschutz beim Deutschen Tierschutzbund. Der Bundesrat hatte sich im März 2016 bereits zum dritten Mal dafür ausgesprochen, dass zumindest Affen, Großbären, Elefanten, Nashörner, Flusspferde und Giraffen nicht in Zirkussen gehalten werden sollten. „Die Bundesregierung ignoriert diesen Entschluss augenscheinlich und hat sich dazu bis heute nicht weiter geäußert“, so Mackensen.

Haltung und Dressur im Zirkus nicht tiergerecht

Die Einschränkungen, denen die Tiere im Zirkus ausgesetzt sind, sind gravierend. Sie leben ständig unter unzureichenden Transportbedingungen, für ihre Haltung gibt es keine konkreten rechtlichen Vorgaben. Die nicht rechtsverbindlichen „Zirkusleitlinien“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums stellen nur minimalste Anforderungen und selbst diese können in einem reisenden Unternehmen  nicht erfüllt und bei ständigem Wechsel des zuständigen Veterinäramts auch schwer durchgesetzt werden. Laut einer Kleinen Anfrage im Bundestag wurden im Jahr 2011 bei etwa der Hälfte der durchgeführten Kontrollen in Zirkusbetrieben Beanstandungen an der Tierhaltung festgestellt. Auch die Dressur von Tieren im Zirkus beruht in vielen Fällen auf Zwang und Gewalt und keineswegs auf einem engen Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier, wie von Zirkussen und ihren Befürwortern behauptet wird.

Hinweis an die Redaktionen:
Das Schreiben an den Deutschen Städtetag finden Sie angehängt. Das Schreiben wurde wortgleich auch an den Deutschen Städte- und Gemeindebund versandt.
Bildmaterial 
Bildunterschrift: Elefanten im Zirkus Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. / M. Marten 
Bildunterschrift: Mit einer Kampagne und diesem Motiv mit einem Tiger macht der Deutsche Tier-schutzbund auf das Leid der Wildtiere im Zirkus aufmerksam. Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Mehr Informationen zur Kampagne „Wildtiere sind keine Zirkustiere“ unter: www.tierschutzbund.de/kampagne-zirkus


Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
In der Raste 10
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  • Maikätzchen sorgen für volle Tierheime
  • Nachhaltiger Katzenschutz nur durch Kastration
Der Deutsche Tierschutzbund setzt seine Kampagne „Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.“ zum Schutz von Katzen fort. Grund dafür ist auch, dass in den Tierheimen im Frühjahr mit einer vermehrten Aufnahme von Katzenkindern, den „Maikätzchen“, zu rechnen ist. Ursache der alljährlichen Katzenschwemme sind unkastrierte Freigängerkatzen aus Privathaushalten und frei lebende Katzen, die sich unkontrolliert fortpflanzen. Die Tierschützer appellieren daher an alle Katzenhalter, ihre Tiere kastrieren und zur Identifizierung ebenfalls kennzeichnen und registrieren zu lassen. Gleichzeitig nimmt der Verband aber auch die Politik in die Pflicht.
 
„Katzenbesitzer sollten verantwortungsvoll handeln und ihre Tiere, egal ob weibliche Katze oder Kater, kastrieren lassen, um ein weiteres Populationswachstum zu verhindern“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Dazu braucht es dringend ein Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungsgebot für Freigängerkatzen aus Privathaushalten. Bund, Land und Kommune sind zudem in der Pflicht, die Tierschutzvereine auch finanziell bei Kastrationsaktionen zu unterstützen.“
 
„Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.“
Geschätzte zwei Millionen Straßenkatzen gibt es bundesweit. Sie stammen ursprünglich von unkastrierten Freigängern aus Privathaushalten oder ausgesetzten Tieren ab. Als domestizierte Heimtiere sind sie auf menschliche Zuwendung angewiesen. Viele der Straßentiere leiden unter Krankheiten, Parasiten sowie Mangel- oder Unterernährung. Eine nachhaltige und tierschutzgerechte Methode, um ihre Zahl in den Griff zu bekommen und das Leid zu minimieren, ist die Kastration – ein Routineeingriff. Tierschutzvereine fangen die Straßenkatzen dazu ein und lassen sie nach einer Erholungszeit in ihrem Revier wieder frei. Die Tiere werden zudem gekennzeichnet und registriert.
 
Kampagne läuft erfolgreich
Die Katzenschutz-Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes war im letzten Jahr erfolgreich gestartet. Mehr als 20.000 Katzen-Fensteraufkleber, die von Katzenfreunden angefordert wurden, machen die oft versteckt lebenden Straßenkatzen, für die sie stellvertretend stehen, bereits „sichtbar“. Neu entwickelt hat der Verband daher auch einen Aufkleber für das Auto. Ebenso hat der Deutsche Tierschutzbund eine Petition für eine Tierschutz-Katzenverordnung gestartet, die bereits von rund 65.000 Menschen unterstützt wird. Neu ist auch eine Mitmachaktion, die zum Bau von Schlafboxen für Straßenkatzen anleitet.
 
Alle Informationen zur Kampagne finden Sie unter: www.tierschutzbund.de/katzenschutz
 
Bildmaterial
Bildunterschrift: Mit der Kampagne „Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.“ macht der Deutsche Tierschutzbund auf die Wichtigkeit der Katzenkastration aufmerksam. Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.
Bildunterschrift: Junge Katze Copyright: Jürgen Plinz/Deutscher Tierschutzverlag

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Pressemeldung 28.03.2017 - Agrarministerkonferenz (30./31. März)

Eintrag von Tierheim am 29.03.17 um 0:00 Uhr •

Deutscher Tierschutzbund fordert Ausstieg aus der Fixierung von Sauen
 
Auf der Agrarministerkonferenz in Hannover diskutieren die Landwirtschaftsminister der Länder und des Bundes am 30. und 31. März unter anderem über die Haltung von Sauen in Kastenständen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte klar gemacht, dass die gängige Kastenstandhaltung als rechtswidrig einzustufen ist. Der Deutsche Tierschutzbund fordert daher die Bundesländer auf, die tierschutzwidrigen Zustände schnellstmöglich abzustellen. Gleichzeitig fordert der Verband mit dem gesetzlichen Ausstieg aus der Kastenstandhaltung eine grundlegende Änderung der Sauenhaltung.
 
„Die Länder sind jetzt in der Pflicht, die vom Bundesverwaltungsgericht bestätigten rechtswidrigen Zustände zu beenden und den Sauen in Kastenständen schnellstmöglich zu helfen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Ein Abwarten oder längere Übergangsfristen ohne sofort greifende, flankierende Maßnahmen würden die Sauen dazu verdammen, über Jahre weiter in zu kleinen Kastenständen zu leiden.“ Gleichzeitig stellen die Tierschützer klar, dass die Diskussion um eine bloße Verbreiterung der Kastenstände nicht davon ablenken dürfe, dass die Fixierung im Kastenstand grundsätzlich und in allen Haltungsbereichen – im Deck- wie im Abferkelbereich – eine tierschutzwidrige Haltungsform darstellt: „Diese Zustände können nur mit einem Ausstieg aus der Kastenstandhaltung und einer entsprechenden Anpassung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung grundlegend geändert werden“, sagt Schröder. Für den Umbau bestehender Betriebe brauche es gestaffelte Übergangsfristen und individuelle Umstellungspläne, die sowohl Sofortmaßnahmen für eine verbesserte Situation der Sauen als auch Zwischenschritte mit konkreten individuellen Fristen enthalten. „Bund und Länder müssen tiergerechte Stallsysteme zudem zielgerichtet subventionieren“, fordert Schröder.
 
Kastenstandhaltung nicht rechtskonform
Das Bundesverwaltungsgericht hatte im November 2016 klar gestellt, dass die gängige Haltung von Sauen in Kastenständen gegen die Mindestbedingungen in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung verstößt und eine Revision des Urteils des Oberverwaltungsgerichts Magdeburg abgelehnt.  Dieses hatte zuvor die Vorgaben der Verordnung für den Deckbereich dahingehend konkretisiert, dass es Sauen möglich sein muss, jederzeit ungehindert eine Liegeposition in beiden Seitenlagen einzunehmen.  Demnach sind die Kastenstände in den heute üblichen Sauenhaltungen viel zu eng.
Hintergrund: Kastenstand-Haltung
Sauen werden pro Abferkelzyklus circa neun Wochen in einem Kastenstand fixiert, der außer dem Abliegen und Aufstehen keinerlei Bewegung ermöglicht. Durch die dauerhafte Fixierung werden elementare Bedürfnisse der Sau massiv unterdrückt, was zu tierschutzrelevanten Verletzungen, Erkrankungen und Verhaltensstörungen führt. Die Fixierung von Sauen im Deckbereich, nach dem Absetzen der Ferkel, dient vor allem der Arbeitserleichterung. Im Abferkelbereich wird die Nutzung des Kastenstandes dadurch begründet, dass die Sauen ihre Ferkel beim Abliegen sonst erdrücken. Dabei zeigen Erfahrungen aus alternativen Betrieben, dass diese Gefahr bei Sauen, die sich frei bewegen können, bei gutem Management nicht größer ist als bei Sauen im Kastenstand. Auch verschiedene europäische Länder machen vor, dass die Sauenhaltung ohne Fixierung problemlos funktionieren kann.
 
Hinweis an die Redaktionen:
DU UND DAS TIER, das Mitgliedermagazin des Deutschen Tierschutzbundes, berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über die Sauenhaltung in Kastenständen: www.duunddastier.de/arme-sau

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Im Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments wird heute ein Bericht zum Tierschutz in der Europäischen Union (EU) vorgestellt. Dieser zeigt bisher erreichte Verbesserungen im Tierschutz auf, benennt aber auch noch bestehende Missstände. Der Deutsche Tierschutzbund fordert anlässlich der Vorstellung, bestehende Gesetzeslücken zu schließen. Dabei appelliert der Verband auch an die Bundesregierung, sich für den Tierschutz in der EU stark zu machen.

„Der Bericht bestätigt unsere Kritik, dass die EU beim Tierschutz ihren eigenen Ansprüchen und dem Willen ihrer Bürger nicht mehr gerecht wird“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Obwohl der Tierschutz in der EU-Verfassung verankert ist und eine Eurobarometer-Umfrage zeigte, dass sich die europäischen Bürgerinnen und Bürger mehr gesetzgeberisches Engagement zum Schutz von landwirtschaftlich genutzten Tieren wünschen, geht es laut des Berichts an vielen Stellen kaum voran. Die Kommission sollte wieder Gesetzesvorlagen erarbeiten, bestehende Gesetze verbessern oder eine neue Tierschutz-Strategie erarbeiten.“ Hinzu kommt, dass die Bundesregierung von den Tierschutz-Vorhaben, die im Koalitionsvertrag stehen, bis heute kaum etwas umgesetzt hat. „Auf EU-Ebene tritt die Bundesregierung schon lange nicht mehr als treibende Kraft, sondern eher als Bremser auf“, meint Schröder. „Hier braucht es mehr Handlungs-und Gestaltungswillen, wenn Deutschland im Tierschutz Motor für Europa sein will. Der Bericht sollte erneut Auftrag an die Bundesregierung sein, Vorhaben sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene anzustoßen.“

Ergebnisse zeigen Handlungsbedarf auf

Der Bericht kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass die Tierschutzgesetzgebung teilweise still steht, sie mitunter neueste wissenschaftlichen Erkenntnisse im Tierschutz außer Acht lässt und viele Gesetze überarbeitet werden müssten. So sind etwa die Missstände bei Lebendtiertransporten bekannt, die Kommission zieht jedoch keine Schlüsse daraus, um die EU-Tierschutztransportverordnung entsprechend zu verbessern und zu konkretisieren. Besonders erschreckend bleibt, dass für viele Tierarten bis dato überhaupt keine Regelungen oder Haltungsstandards vorgegeben sind, etwa für Milchkühe oder Puten. Landwirtschaftlich genutzte Tiere stehen zwar im Fokus des Berichts, aber auch Gesetzeslücken in Bezug auf den Handel und die private Haltung von Wildtieren oder die unzureichende Haltung von Wildtieren im Zirkus kommen zur Sprache.

Engagement auf EU-Ebene

Der Deutsche Tierschutzbund ist auf EU-Ebene seit mehr als 30 Jahren über die Eurogroup for Animals, dem Dachverband der europäischen Tierschutzorganisationen, aktiv. Er ist Gründungsmitglied der Eurogroup und in ihrem Vorstand vertreten. Mehr Informationen unter: www.tierschutzbund.de/organisation/partner/eurogroup-for-animals.

Hinweise an die Redaktionen zum Bericht des EU-Parlaments:

Der Bericht mit dem Originaltitel “Animal Welfare in the European Union” ist auf Deutsch unter folgendem Link einzusehen:

www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2017/583114/IPOL_STU(2017)583114_DE.pdf

Autor ist der emeritierte Cambridge-Professor Donald M. Broom, der den Bericht auf Geheiß des Petitionsausschusses verfasste.

zur Eurobarometer-Umfrage:

Die Umfrage ist unter folgendem Link einzusehen:

http://ec.europa.eu/COMMFrontOffice/publicopinion/index.cfm/Survey/getSurveyDetail/instruments/SPECIAL/surveyKy/2096

  • 94 Prozent der Befragten halten Tierschutz in der landwirtschaftlichen Tierhaltung für wichtig.
  • 82 Prozent denken, dass landwirtschaftlich genutzte Tiere besser als bisher geschützt werden müssen.
  • 82 Prozent sind der Meinung, dass der Tierschutz in ihrem Land im Allgemeinen besser sein sollte, als das derzeit der Fall ist.
Bildmaterial Bildunterschrift: Der Tierschutz in der EU ist verbesserungswürdig. So gibt es etwa für Milchkühe keine speziellen Haltungsvorgaben. Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. 

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Pressemeldung 16.03.2017 - Wildtierverbot im Zirkus

Eintrag von Tierheim am 19.03.17 um 0:00 Uhr •

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  • Bundesratsentschluss jährt sich am 18. März
  • Reaktion der Bundesregierung steht noch immer aus

Am 18. März jährt sich der Beschluss der Länderkammer für ein Verbot bestimmter Wildtiere im Zirkus. Der Bundesrat hatte sich 2016 dafür ausgesprochen, dass zumindest Affen, Großbären, Elefanten, Nashörner, Flusspferde und Giraffen nicht in Zirkussen gehalten werden sollten. Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert, dass die Bundesregierung diesen Entschluss seit dem augenscheinlich ignoriert und sich bis heute nicht weiter geäußert hat.

„Obgleich die letzte Entschließung des Bundesrates bereits ein Jahr zurückliegt, sind bis heute seitens der Bundesregierung keine Taten erfolgt“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt bleibt offenbar untätig. Der Widerstand in der Unionsfraktion scheint zu groß zu sein, um den Wunsch der Mehrheit des Bundesrates und der Gesellschaft umsetzen zu können.“

Dringender Handlungsbedarf durch die Bundesregierung

Mittlerweile haben über 60 Städte und Gemeinden beschlossen, Zirkussen mit Wildtieren keine städtischen Flächen mehr zur Verfügung zu stellen. Etliche weitere Kommunen haben Handlungsbedarf gesehen, aber aufgrund der unklaren Rechtslage Abstand von einer solchen Regelung genommen. Jüngst hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg festgestellt, dass nur der Bundesgesetzgeber über ein Verbot entscheiden könne. Darüber hinaus stellen die Vollzugsbehörden weiterhin ständig eine Vielzahl von Verstößen gegen das Tierschutzrecht bzw. die „Zirkusleitlinien“ fest, sind aber weitgehend machtlos, diese Verstöße nachhaltig zu entschärfen. Während die Haltungsvorgaben für Säugetiere in Zoos oder privater Hand angepasst wurden, steht eine Überarbeitung der Zirkusleitlinien nach wie vor in weiter Ferne. „Zirkustiere werden damit weiter wie Tiere zweiter Klasse behandelt“, sagt Schröder. „Die Tierqual unter der Zirkuskuppel muss beendet werden. Eine klare, parteiübergreifende Mehrheit der Länder und der Bürger muss auch eine Bundesregierung zur Einsicht bringen. Herr Schmidt, tun Sie endlich was gegen das Leid der Zirkustiere.“

 Bildmaterial Bildunterschrift: Elefanten können wie andere Wildtiere im Zirkus nicht artgerecht gehalten werden. Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V./M. Marten


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Pressemeldung 15.03.2017 - DU UND DAS TIER 1/2017

Eintrag von Tierheim am 16.03.17 um 0:00 Uhr •

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„Kollege Hund“ steht im Fokus der neuen Ausgabe
 
Das Mitgliedermagazin des Deutschen Tierschutzbundes berichtet in seiner neuen Ausgabe, wie tierische Kollegen den Arbeitsalltag bereichern und die Mittagspause aufmischen. Das Magazin beleuchtet außerdem das Leben und Leiden der Zuchtsauen im Kastenstand und zeigt, dass es auch anders gehen kann. Zu Ostern gibt DU UND DAS TIER Tipps, wie man die Feiertage tierfreundlich gestalten kann.
 
Der Aktionstag „Kollege Hund“ feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Grund genug für DU UND DAS TIER, das Leben eines Bürohundes genauer unter die Lupe zu nehmen: Kollegen begrüßen, schlafen, spielen, mit Herrchen oder Frauchen spazieren gehen und dann wieder schlafen. Das Magazin begleitet die Mitarbeiter eines Dortmunder Software-Unternehmens mit ihren neun Hunden für einen Tag. Zudem gibt Hundeexpertin Dr. Katrin Umlauf Tipps, wie der Hund an den Büroalltag gewöhnt werden kann und wie man unerwünschtem Verhalten, wie Bellen oder Hochspringen, entgegenwirken kann.
 
In einem körpergroßen Käfig leben zu müssen – wenn auch mit Unterbrechungen – ist das Schicksal der meisten Zuchtsauen. Die Sauen sind eine Woche vor Geburt der Ferkel, während des Säugens und bis zu vier Wochen nach dem Decken in einem Kastenstand eingesperrt – ein vergitterter Käfig, in dem sie keinen einzigen Schritt gehen können. Der Kastenstand soll die Ferkel vor dem Erdrücken durch die Muttersau schützen und dient der Arbeitserleichterung. Dabei zeigen vielfältige Erfahrungen aus Bio-, NEULAND- und anderen alternativen Betrieben, dass Sauen, die sich frei bewegen können, bei gutem Management nicht mehr Ferkel erdrücken als Sauen im Kastenstand.
 
Hoffnung, Auferstehung, Neuanfang – dafür steht Ostern. Doch weil Lämmer, Kaninchen und Hühner ein fester Bestandteil unserer Bräuche sind, bedeutet das Fest für sie das Gegenteil. Mastkaninchen leiden in engen Gitterkäfigen, Lämmer werden zur Mast früh von ihren Müttern getrennt und noch immer stammen viele, vor allem verarbeitete Eier, aus Käfighaltung. DU UND DAS TIER informiert Verbraucher, worauf sie achten sollten.
 
Weitere Artikel geben u.a. einen Rückblick auf die Internationale Grüne Woche und die Demo „Wir haben es satt!“ und berichten über den Kampf der Tierschützer im ukrainischen Tierschutz- und Kastrationszentrum des Deutschen Tierschutzbundes in Odessa.
 
Hinweis an die Redaktionen: Journalisten, die das Magazin DU UND DAS TIER regelmäßig beziehen möchten, wenden sich bitte an die Pressestelle: presse@tierschutzbund.de oder 0228-60496-24. Mehr Informationen finden Sie im Netz unter www.duunddastier.de.
 
Bildmaterial Bildunterschrift: aktuelles Cover von DU UND DAS TIER, dem Mitgliedermagazin des Deutschen Tierschutzbundes Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.
 
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