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Anlässlich des Tags des Artenschutzes am 3. März verweist der Deutsche Tierschutzbund auf zwei Tierarten, die erfolgreich in Deutschland wieder Fuß fassen konnten: Waren Biber und Wolf in Deutschland nahezu bzw. komplett ausgerottet, stehen beide Arten heute unter Schutz und etablieren sich wieder. Obwohl die Rückkehr dieser Tiere ein voller Erfolg für den Artenschutz ist, kommt es immer wieder zu negativen Schlagzeilen.
 
Große Teile der Bevölkerung sehen Wölfe heute als Bereicherung der Natur an. Dennoch bestehen auch Ängste vor den vermeintlich gefährlichen Tieren, Tierhalter sorgen sich um ihre Schafe, Ziegen oder Rinder und Jäger sehen ihren Wildbestand gefährdet. Dämme, die von Bibern errichtet werden, lassen den Grundwasserspiegel steigen und kommen somit ebenfalls der menschlichen Landnutzung in die Quere. Immer öfter tauchen daher Stimmen auf, die den Abschuss von Biber und Wolf fordern oder auch ihre Aufnahme ins Jagdrecht. „Eine Herabsetzung des Schutzstatus wäre jedoch fatal und würden die jahrzehntelangen Bemühungen zum Schutz dieser Tierarten zunichte machen“, mahnt James Brückner, Leiter des Artenschutzreferats beim Deutschen Tierschutzbund. „Bereits jetzt gibt es über entsprechende Managementpläne zahlreiche Möglichkeiten, etwaige Konflikte mit Menschen möglichst gering zu halten und gleichzeitig Schutzmaßnahmen zu gewährleisten.“ Hier gilt es nach Ansicht der Tierschützer anzusetzen und Verbesserungen, zum Beispiel über Ausgleichszahlungen für Tierhalter und Landwirte zu erzielen.
 
Wölfe kehren zurück
Im Jahr 2000 bekamen wildlebende Wölfe erstmals in Deutschland, in Sachsen, wieder Nachwuchs. Seitdem haben sich auch in anderen Bundesländern mehrere Rudel angesiedelt. Das Beispiel des Wolfs zeigt, wie wichtig grenzübergreifende Naturschutzregelungen sind. Aufgrund des höchstmöglichen Schutzstatus innerhalb der EU gelang es den Tieren, ein Stück ihres Lebensraums auch hierzulande wieder zurückzuerobern.
 
Wichtige Schlüsselrolle für den Artenschutz
Biber haben über Millionen Jahre Auenlandschaften in Deutschland geprägt und umgestaltet. Eine Vielzahl der heimischen Tier- und Pflanzenarten ist an diesen Lebensraum angepasst. Zahlreiche gefährdete Vogel-, Amphibien- und Insektenarten profitieren nun wieder von der Rückkehr des Bibers. Trotz erfolgreicher Wiederansiedlung der Biber werden ihnen oft Schlagfallen, die zur Bisam- und Nutria-Bekämpfung aufgestellt werden, zum Verhängnis. Ebenso wie auch der Wolf, ist der Biber zudem noch immer durch Fragmentierung seines Lebensraums bedroht. Ein weiterer Schutz beider Arten ist aus Arten- und Tierschutzsicht daher unerlässlich.
  
Bildmaterial: Bildunterschrift: Wolf Copyright: M. Masanneck 

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Der Deutsche Tierschutzbund und sein Tierschutz- und Kastrationszentrum im ukrainischen Odessa ziehen ein durchweg positives Fazit der Katzenkastrationsaktion. Im vergangenen Jahr konnten über 5.000 Katzen kastriert werden. Im Rahmen der Aktion konnten finanzschwächere Einwohner, die sich oft bereits um die Straßentiere kümmern, frei lebende Katzen zum Tierarzt bringen und dort kastrieren lassen. Dazu wurden entsprechende Gutscheine über beteiligte Tierkliniken ausgeteilt. Die Kastration ist die einzig nachhaltige und tierschutzgerechte Methode, um die große Zahl der Straßenkatzen und das damit verbundene Leid für die Tiere einzudämmen.
 
„Lob gebührt allen Beteiligten für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Ich hoffe, dass die Stadt diese Aktion weiterhin fördert und sie dieses Jahr in das städtische Tierschutzprogramm aufnimmt. Nur so kann das Projekt weitergeführt und dem Elend der Straßenkatzen ein Ende bereitet werden“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Die Stiftung des Deutschen Tierschutzbundes hatte durch finanzielle Unterstützung die erstmalige Durchführung einer Katzenkastrationsaktion ermöglicht.  Auch die Leiterin der ökologischen Abteilung der Stadt, dankt für die großartige Zusammenarbeit aller Beteiligten und spricht sich für eine Fortsetzung der Kastrationsaktion in Kooperation mit der Stadt aus.
 
Die Bürger der Stadt, die sich um die Straßentiere kümmern und frei lebende Katzen zum Tierarzt bringen, haben grundlegend mitgewirkt, dass im Zeitraum vom 1. November 2016 bis zum 28. Februar 2017 über 5.000 Katzen in den beteiligten 32 Kliniken kastriert werden konnten. Geht man rein rechnerisch davon aus, dass eine Katze zweimal im Jahr jeweils drei Junge zur Welt bringt und die Kater jeweils zwei Kätzinnen decken, so wurden durch die durchgeführten Kastrationen hochgerechnet etwa 77.000 Geburten in diesem Zeitraum verhindert. Diese Jungtiere wurden vor einem traurigen Leben auf den Straßen bewahrt.
 
Hintergrund:
Straßenkatzen stammen von ausgesetzten oder zurückgelassenen Hauskatzen oder unkastrierten Freigängern ab. Obwohl die Tiere meist scheu sind, sind sie als domestizierte Tiere nicht in der Lage, sich und ihre Nachkommen vollständig alleine zu versorgen. Die Tiere leiden an Unter- und Mangelernährung, Krankheiten und Parasiten. Viele Jungkatzen erreichen das Erwachsenalter nicht. Im Tierschutzzentrum in Odessa versorgen Tierärzte und Tierpfleger aus Odessa Straßenhunde und -katzen medizinisch, impfen, kastrieren und markieren sie. Nach einer Erholungs- und Aufbauphase werden die Tiere in ihrem angestammten Revier wieder freigelassen. Aber auch die Kastration von Privattieren stellt einen wichtigen Bestandteil zur Reduzierung der Straßentierpopulation dar.
 
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Bildunterschrift: Katze im Tierschutz- und Kastrationszentrum Odessa
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Bei Karnevalsumzügen und –sitzungen sollten Hundehalter ihren Vierbeiner besser zu Hause lassen. Das rät der Deutsche Tierschutzbund. Auf den Lärm und dicht gedrängte Menschen reagieren viele Hunde mit Stress oder Angst. Auch Pferde, die in Umzügen mitlaufen, hält der Deutsche Tierschutzbund aus denselben Gründen für bedenklich. Da Kostümierungen Tiere unter anderem negativ beeinflussen können und ein Verletzungsrisiko bergen, sollte man auf diese besser verzichten. In Sachen Karnevalsschminke empfehlen die Tierschützer, zu Produkten zu greifen, die nicht in Tierversuchen getestet wurden.

Neben den Menschenansammlungen und damit verbundenem Lärm und Durcheinander, die bei vielen Hunden Stress verursachen, stellen Wurfgeschosse oder herumliegende Glassplitter eine Gefahrenquelle dar. Auch wenn viele Menschen ein Tier im Kostüm als lustig oder niedlich wahrnehmen, appelliert der Deutsche Tierschutzbund an alle Tierhalter, ihre Schützlinge nicht zu vermenschlichen und zur Schau zu stellen. Zudem kann ein Kostüm den Hund in seiner Bewegungsfreiheit oder Körpersprache einschränken, ihn in seinem Wärmehaushalt negativ beeinflussen oder zu Verletzungen führen, wenn die Haut zum Beispiel wund gerieben wird. Auch besteht die Gefahr für das Tier, mit dem Kostüm oder mit einem Accessoire hängenzubleiben und sich im schlimmsten Fall zu strangulieren.

Ebenso wie Hunde sind auch Pferde in Karnevalsumzügen nervlich stark strapaziert: Laute Musik, Tröten und Gegröle tuen ihr übriges. Auch für den Menschen besteht eine nicht zu unterschätzende Gefahr: Das Risiko, dass Pferde nervös werden und auf den oft engen Wegen die Jecken am Straßenrand verletzen, ist hoch. Hinzu kommt, dass die Tiere in unnatürlichem Tempo oft stundenlang auf Asphalt gehen müssen.

Tierversuchsfreie Karnevalsschminke

Da immer noch an Tieren getestete Inhaltsstoffe in Kosmetika verwendet werden können, sollten Karnevalsjecken darauf achten, nur Schminke von Herstellern zu verwenden, die sich klar gegen Tierversuche ausgesprochen haben. Auskunft gibt die Kosmetik-Positivliste des Deutschen Tierschutzbundes (www.tierschutzbund.de/kosmetik-positivliste): Die darin aufgeführten Hersteller führen keine Tierversuche durch und verwenden nur Inhaltsstoffe, die seit 1979 nicht mehr im Tierversuch getestet wurden.

Bildmaterial Bildunterschrift: Auf eine Kostümierung des eigenen Vierbeiners sollte man aus Tierschutzsicht besser verzichten.
 
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Das Europaparlament wird am 15. Februar abschließend über das Wirtschafts- und Handelsabkommen CETA zwischen Kanada und der EU beraten. Stimmt das Parlament dem Abkommen zu, können zunächst Teile, die in die Zuständigkeit der EU fallen, in Kraft treten. Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert, dass der Tierschutz bei den Beratungen kaum Berücksichtigung fand.
 
„CETA enthält so gut wie keine Tierschutzregelungen. Im Europaparlament war weder der Wille, noch die dafür notwendige Zeit vorhanden, um die mit CETA verbundenen Folgen für den Tierschutz zu überdenken“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. In einem persönlichen Schreiben hat der Deutsche Tierschutzbund die deutschen Europaabgeordneten deshalb aufgefordert, die Entscheidung über CETA zumindest auszusetzen und für die Wahrung des Tierschutzes in Europa zu sorgen. „Die EU und ihre Mitgliedstaaten müssen dem Tierschutz bei ihrer Politik in vollem Umfang Rechnung tragen – wie es der Vertrag von Lissabon vorsieht“, so Schröder. 
 
CETA ohne Tierschutz-Regelungen
Einige Bestimmungen des Handelsabkommens verweisen zwar auf den Tierschutz, bleiben aber sehr vage. Konkrete Anforderungen zur Sicherstellung einer tiergerechten Haltung in der Landwirtschaft, zum Abbau von Tierversuchen oder zur Verbesserung des Schutzes von Wildtieren fehlen. Dies wiegt besonders schwer, da die Tierschutzbestimmungen in Kanada kaum mit europäischen Standards vergleichbar sind. Landesweit gelten in Kanada lediglich einige grundlegende Vorschriften gegen Tierquälerei im Strafgesetzbuch sowie allgemeine Bestimmungen zum Schlachten und zu Tiertransporten. Unterhalb dieser Ebene gibt es ein loses Geflecht aus freiwilligen Maßnahmen und gesetzlichen Regelungen einzelner Bundesstaaten. Das lässt viel Raum für eine tierquälerische Industrieproduktion. „Wenn nun, wie es CETA vorsieht, die Einfuhr von Tierprodukten in die EU weitgehend ohne Rücksicht auf Tierschutzstandards ermöglicht und in erheblichem Umfang zollfrei gestellt wird, sind Preiskämpfe in der EU und ein Abwärtsdruck auf den europäischen Tierschutz vorgezeichnet“, sagt Schröder.
 
Sollte das EU-Parlament dem Abkommen in dieser Woche zustimmen, könnten wesentliche Handelsteile bereits ab April in Kraft treten. Dies gilt auch für die weitgehende Abschaffung der Zölle. Bereiche in nationaler Zuständigkeit müssen von den Parlamenten der 28 EU-Staaten ratifiziert werden.
 

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Sendestarts der Sat.1 Dokusoap „Norberts Zoo“ (1. Februar 2017)

Eintrag von Tierheim am 10.02.17 um 0:00 Uhr •

Anlässlich des Sendestarts der Sat.1 Dokusoap „Norberts Zoo“ (1. Februar 2017), die den Zuschauern Einblicke hinter die Kulissen der Duisburger Zoohandlung „Zoo Zajac“ bieten will, kommentiert Marius Tünte, Pressesprecher des Deutschen Tierschutzbundes:

„Mit seinem Zoogeschäft verfolgt Norbert Zajac ein fragwürdiges Konzept: exotische Tiere bietet er quasi für Jedermann zum Kauf an: Groß werdende Reptilienarten, wie Spornschildkröten, Tigerpythons oder Bindenwarane, die sich bereits zu Hauf in Auffangstationen finden. Störe, die über zwei Meter lang werden können, Tiere mit besonderen Haltungsansprüchen, wie Erdmännchen, Weißbüscheläffchen oder Gürteltiere. So genannte Hybridzuchten, bei denen Wildkatzen mit Hauskatzen verpaart werden, was zahlreiche Probleme mit sich bringt. Zajacs Tierhandlung mit „Erlebnischarakter“ weckt Begehrlichkeiten und gibt einigen Menschen das Gefühl, außergewöhnliche Tiere einfach im Wohnzimmer halten zu können – ein fataler Irrtum, denn die Tiere haben hohe Ansprüche an Haltung, Ernährung und Klima. Viele dieser exotischen Tiere vegetieren dann später in tierschutzwidrigen Haltungseinrichtungen, in Wohn- oder Kinderzimmern dahin. Zudem ist der Handel mit exotischen Tieren oftmals mit Artenschutzproblemen verbunden – bei vielen Tieren bleibt die Herkunft unklar, zahlreiche Wildfänge befinden sich im Angebot.“

Ebenso kritisiert der Deutsche Tierschutzbund den Verkauf von Hundewelpen, den Zoo Zajac vor ein paar Jahren wieder eingeführt hatte, obwohl sich der Rest des deutschen Zoofachhandels vom Verkauf von Hundewelpen distanziert.

„Ein Tier ist keine Ware, die man einfach in Massen in einem Geschäft verkaufen dürfen sollte. Wer ernsthaft in Erwägung zieht, ein Tier bei sich aufzunehmen, sollte sich zuerst im Tierheim umsehen. Das Zajac-Konzept, bei dem man spielende Hundewelpen in ihren Gehegen beobachten kann, verführt zu Spontankäufen. Durch den hohen Tierbestand in dem Geschäft, rückt der Wert des Einzeltieres in den Hintergrund. Ohne sorgfältige Vorüberlegungen angeschaffte Tiere landen jedoch häufig in Tierheimen, weil ihre Ansprüche oder die entstehenden Kosten letztlich doch höher sind, als zuvor gedacht.“

Hintergrund:

Da diese Zoofachhandlung seit vielen Jahren sowohl bei Tier- als auch Artenschutzverbänden in Kritik steht, hatte der Deutsche Tierschutzbund Sat.1 im Vorfeld aufgefordert, die Ausstrahlung zu überdenken. Die mehr als 740 angeschlossenen Tierschutzvereine des Deutschen Tierschutzbundes mit mehr als 550 Tierheimen leiden unter der Vielzahl an Tieren, die jedes Jahr abgegeben, eingezogen oder ausgesetzt werden. Oftmals ist die Ursache für die Aufgabe eines Tieres, dass das Tier unüberlegt angeschafft wurde.


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Nach langer schwerer Krankheit ist der Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, am vergangenen Samstag in seiner Heimatstadt Bremen verstorben. Der Tierschutz hat eine herausragende Persönlichkeit verloren. Das Präsidium, die Landesverbände, die Mitgliedsvereine und die Mitarbeiter des Deutschen Tierschutzbundes sind tief betroffen und trauern mit den Angehörigen.

Wolfgang Apel (65) hat in den Jahrzehnten seines Engagements den Tierschutz in Deutschland maßgeblich geprägt und den Deutschen Tierschutzbund zu Europas größtem und einflussreichstem Tier- und Naturschutzdachverband gemacht. Seine Aktivitäten bleiben unvergessen. Beispielhaft waren der Kampf gegen die Käfighaltung von Legehennen und gegen die qualvollen Tiertransporte quer durch Europa. Zu einem seiner größten Erfolge in seiner Amtszeit als Präsident des Deutschen Tierschutzbundes gehörte die Einführung des Staatsziels Tierschutz in das Grundgesetz. Wolfgang Apel hat sich stets konsequent für das Wohl der ihm anvertrauten Mitgeschöpfe eingesetzt, meist weit über seine eigenen psychischen und physischen Grenzen hinaus. Er war ein Vorbild für alle Tierschützerinnen und Tierschützer. Die von ihm initiierten Projekte, wie das Tierschutzzentrum in Odessa (Ukraine) und seine Aktivitäten in Kiew (Ukraine) und in anderen Ländern Europas belegen, dass Tierschutz für ihn keine Grenzen kannte. Von 1993 bis 2011 war Wolfgang Apel Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Seit 1978 war er ehrenamtlicher Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. Seit 1988 war er im Vorstand und seit 2000 Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und Umgebung.

Mit Wolfgang Apel verliert der Tierschutz eine herausragende Persönlichkeit.

Zur Person: Von 1993 bis 2011 war Wolfgang Apel Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Tierschützer war er sein ganzes Leben lang. Seit 1978 war der gelernte Speditionskaufmann ehrenamtlicher Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins und Mitglied des Gesamtvorstandes des Deutschen Tierschutzbundes. 1980 wurde er vom damaligen Präsidenten zum Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes berufen. Von 1983 bis 1985 war er Bundesschatzmeister des Deutschen Tierschutzbundes und von 1991 bis 1993 Vizepräsident. Seit 2000 war er Vorsitzender der Stiftung des Deutschen Tierschutzbundes. In seiner Laufbahn beim Deutschen Tierschutzbund hat er nicht nur die Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Tierschutzbundes zu einer schlagkräftigen Zentrale des Tierschutzes ausgebaut, sondern war auch für die Ausgestaltung der Akademie für Tierschutz nahe München, den Aufbau des Tier-, Natur- und Jugendzentrums Weidefeld und des Tier-, Natur- und Artenschutzzentrums Sylt sowie das Tierschutz- und Kastrationszentrums im ukrainischen Odessa prägend.

Nach Übergabe seines Amtes an Thomas Schröder übernahm er als Ehrenpräsident auf Bitten des Präsidiums unter anderem die Federführung der Tierschutzzentren in Deutschland und der Ukraine sowie des Straßentierprojekts in Kiew. Außerdem engagierte er sich weiter für das unter seiner Präsidentschaft entwickelte Tierschutzlabel.

Von 1987 bis 2011 war Wolfgang Apel Mitglied der Tierschutzkommission beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Außerdem war er lange Jahre Vorsitzender des Vereins NEULAND - Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung. Seit 1988 war er Vorstand und seit 2000 Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und Umgebung. Von 1986 bis 2011 war er Stiftungsratsmitglied in der Stiftung zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen (set).

Bis 2011 vertrat er den Deutschen Tierschutzbund als Mitglied im Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsen. Über 20 Jahren war er Sprecher des Tierschutzbeirates des Landes Bremen und Mitglied der "Beratenden Kommission Tierversuche" in Bremen. Außerdem war er Mitglied des Verwaltungsrates des Absatzfonds der Deutschen Landwirtschaft.

In diesen Gremien brachte er sich ebenso aktiv ein, wie in verschiedenen nationalen und internationalen Expertengruppen so wie in der Eurogroup for Animals.

Seine Motivation war immer für jedes einzelne Tier und für möglichst viele Tiere und ihr Wohlergehen zu kämpfen.

Geboren wurde er 1951 in Bremen. Dort absolvierte er eine Ausbildung zum Speditionskaufmann, trat 1970 in den Bremischen Landesdienst. 1973 bis 1984 war er freigestellter Personalratsvorsitzender. Neben seiner beruflichen Laufbahn engagierte er sich früh ehrenamtlich im Tierschutz, sowie im sozialen und gesellschaftlichen Bereich (u.a. Bewährungshelfer, Schöffe, Vormund). Wolfgang Apel wurde für sein tierschützerisches Engagement 2005 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen, dem folgte 2016 die Verleihung des Verdienstordens des Landes Berlin.

Bildmaterial 
Apel_Portrait 
Bildunterschrift: Wolfgang Apel 
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. 
Apel mit Hund
Bildunterschrift: Wolfgang Apel mit einem der Hunde im Tierschutzzentrum im ukrainischen Odessa
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.
Apel Tiertransporte Karremann
Bildunterschrift: 2005 dokumentiere Wolfgang Apel gemeinsam mit Filmemacher Manfred Karremann die unzumutbaren Zustände bei der Verladung von Rindern und dem Transport der Tiere in den Libanon.
Copyright: M. Karremann / Deutscher Tierschutzbund e.V.

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