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Kommentar - Lokalanästhesie

Eintrag von Tierheim am 24.05.17 um 0:00 Uhr •

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat sich als Alternative zur betäubungslosen Ferkelkastration für die Möglichkeit der Lokalanästhesie ausgesprochen. Dazu kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:
 
„Mit der Ebermast, der Impfung gegen Ebergeruch und der Kastration unter Vollnarkose haben wir drei Alternativen, die bereits praxistauglich und vor allem tierschutzgerecht sind. Dass sich Bundesminister Schmidt nun hinter die Branche stellt, die Lokalanästhesie befürwortet und sie – laut Medienberichten – „mit aller Kraft“ umsetzen will, ist aus unserer Sicht unverständlich. Die Methode ist aus Tierschutzsicht eindeutig abzulehnen. Zahlreiche Studien zeigen, dass die Injektion von Lokalanästhetika einen zusätzlichen Stress- und Schmerzfaktor vor der Kastration darstellt und die Betäubung ungenügend ist, um den Kastrationsschmerz vollständig auszuschalten. Damit wäre diese Methode – ebenso wie die betäubungslose Kastration – ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Doch wieder scheint es, dass eine möglichst kostengünstige Alternative Mittel der Wahl sein soll – Wirtschaftlichkeit geht vor Tierschutz. Die betäubungslose Ferkelkastration ist ab 2019 verboten – eine weichgespülte „Lösung“ wird es jedoch kaum besser machen. Stattdessen sollte der Minister besser die schnellstmögliche Umsetzung der vorhandenen drei Alternativen stärken und die Landwirte mit tierschutzorientierten Fördergeldern unterstützen.“
 

Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
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Wenn der Hund mit ins Büro darf, können neben Hund und Halter auch das Unternehmen und seine Mitarbeiter davon profitieren. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund im Rahmen seines Aktionstags „Kollege Hund“ hin. Studien bestätigen, dass Hunde für ein besseres Arbeitsklima sorgen, Stress abbauen und die Leistungsbereitschaft erhöhen. Im Rahmen des Aktionstags am 29. Juni können Unternehmen die Idee „Hund am Arbeitsplatz“ austesten.

 „Wenn Mitarbeiter am Aktionstag ihre Hunde mit ins Büro bringen dürfen, wird oft auch deutlich, welche positiven Einflüsse Hunde auf das gesamte Team haben können“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Voraussetzung ist natürlich immer, dass Chefs und Kollegen einverstanden sind und auch der Hund sich wohl fühlt - dann ist der tierische Schnuppertag für beide Seiten erfolgreich.“

Hunde am Arbeitsplatz heben die allgemeine Stimmung im Team und fördern die Kommunikation unter den Kollegen. Erfahrungen zeigen, dass auch das gemeinsame Gassi gehen den Zusammenhalt stärkt. Zudem baut die Anwesenheit eines Hundes bei Menschen nachweislich Stress ab und kann bei Stresssituationen sogar eine starke Blutdruckerhöhung verhindern. Die Sorge, ein Hund würde im Job zu sehr ablenken, ist meist unbegründet. Stattdessen gibt es sogar Studien, die zeigen, dass die Mitarbeiter motivierter zur Arbeit kommen und leistungsfähiger sind, wenn ein Hund im Büro ist.

Tierfreundliche Unternehmen gesucht

Der Deutsche Tierschutzbund und die örtlichen Tierschutzvereine, unterstützt von der Futtermarke Pedigree, suchen tierfreundliche Unternehmen, die am diesjährigen Schnuppertag teilnehmen möchten. Eine Anmeldung für den 29. Juni ist über die Website www.kollege-hund.de möglich. Alle Teilnehmer erhalten ein Aktionspaket mit Tipps für den Aktionstag sowie ein kleines Geschenk für den Kollegen Hund. Mit einer Urkunde zeichnet der Deutsche Tierschutzbund die teilnehmenden Firmen im Anschluss als tierfreundliche Unternehmen aus.

Hinweis an die Redaktionen: Das Mitgliedermagazin des Deutschen Tierschutzbundes, DU UND DAS TIER, zeigt in seiner aktuellen Ausgabe, wie ein Software-Unternehmen den Arbeitsalltag mit seinen tierischen Kollegen gestaltet: www.duunddastier.de/echte-liebe-auf-vier-pfoten

Bildmaterial Bildunterschrift: Der Deutsche Tierschutzbund ruft für den 29. Juni zur Teilnahme am Aktionstag „Kollege Hund“ auf. Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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  • Bundeseinheitliches Verbot gefordert

Sechs Tierschutzvereine bzw. Stiftungen fordern den Deutschen Städtetag und den Deutschen Städte- und Gemeindebund dazu auf, Kommunen zu unterstützen, die Zirkusse mit Wildtieren verbieten wollen. Die sechs Unterzeichner, animal public, der Bund gegen Missbrauch der Tiere, der Deutsche Tierschutzbund, PETA, Pro Wildlife und VIER PFOTEN, haben sich mit dieser Botschaft an die kommunalen Spitzenverbände gewandt. Die Tierschützer weisen in einem gemeinsamen Schreiben darauf hin, dass auch ein im März 2017 vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg gefälltes Urteil die Kommunen nicht daran hindert, die Platzvergabe an Wildtier-Zirkusse generell zu unterbinden. Aus Sicht der Tierschützer ist darüber hinaus ein bundesweites Wildtierverbot im Zirkus dringend nötig, um Rechtsunsicherheiten künftig zu vermeiden.

 Öffentliche Sicherheit gefährdet

Mehrere Rechtsexperten bestätigen, dass Kommunen weiterhin das Recht haben, ihre Platzvergabe an reisende Zirkusunternehmen davon abhängig zu machen, ob die Zirkusse bestimmte Wildtiere mit sich führen. Die Gutachter empfehlen, neben tierschutzrechtlichen Erwägungen überwiegend auch andere wichtige Gründe für ihre Entscheidung heranzuziehen, die in der Zuständigkeit der Kommune liegen, etwa die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit. Immer wieder brechen Tiere aus den mobilen, unzureichend gesicherten Zirkus-Stallungen aus und können dann zur Gefahr für Menschen und Straßenverkehr werden. Mit einer Neuregelung der Platzvergabe kämen die Städte und Gemeinden gleichzeitig dem Wunsch der großen Mehrheit der Bürger nach mehr Tierschutz nach.

 

Tierschutz nicht gewährleistet

Bisher empfiehlt der Deutsche Städte- und Gemeindebund den Kommunen, Zirkusbetrieben mit Wildtieren die Nutzung kommunaler Flächen nicht grundsätzlich zu untersagen. Stattdessen sollten die Kommunen auf Basis des Ordnungsrechts und des Tierschutzgesetzes im Einzelfall entscheiden. Dabei übersieht der Dachverband jedoch, dass das Mitführen bestimmter Wildtierarten systemimmanente Probleme verursacht. Zudem stellt eine Einzelfallprüfung die Kommunen vor eine teils unlösbare Aufgabe. „Anstatt die Problemlösung einseitig auf die Kommunen abzuschieben, sollten der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der Deutsche Städtetag die Kommunen unterstützen, die der unzeitgemäßen Wildtierhaltung im Zirkus keinen Raum mehr geben wollen“, sagt Denise Schmidt, Kampagnenleiterin Deutschland bei VIER PFOTEN. „Viele Kommunen wollen trotz der uneinheitlichen Rechtsprechung an ihren bestehenden Verboten festhalten oder einen entsprechenden Beschluss fassen.“

Forderung nach bundeseinheitlichem Verbot

Obwohl viele Kommunen mit gutem Beispiel vorangehen, braucht es aus Sicht der Tierschützer eine bundeseinheitliche Regelung. „Die Parteien dürfen ein bundesweites Wildtierverbot in Zirkussen nicht aus dem Blick verlieren – gerade im Hinblick auf den bevorstehenden Wahlkampf“, fordert Dr. Henriette Mackensen, Fachreferentin für Artenschutz beim Deutschen Tierschutzbund. Der Bundesrat hatte sich im März 2016 bereits zum dritten Mal dafür ausgesprochen, dass zumindest Affen, Großbären, Elefanten, Nashörner, Flusspferde und Giraffen nicht in Zirkussen gehalten werden sollten. „Die Bundesregierung ignoriert diesen Entschluss augenscheinlich und hat sich dazu bis heute nicht weiter geäußert“, so Mackensen.

Haltung und Dressur im Zirkus nicht tiergerecht

Die Einschränkungen, denen die Tiere im Zirkus ausgesetzt sind, sind gravierend. Sie leben ständig unter unzureichenden Transportbedingungen, für ihre Haltung gibt es keine konkreten rechtlichen Vorgaben. Die nicht rechtsverbindlichen „Zirkusleitlinien“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums stellen nur minimalste Anforderungen und selbst diese können in einem reisenden Unternehmen  nicht erfüllt und bei ständigem Wechsel des zuständigen Veterinäramts auch schwer durchgesetzt werden. Laut einer Kleinen Anfrage im Bundestag wurden im Jahr 2011 bei etwa der Hälfte der durchgeführten Kontrollen in Zirkusbetrieben Beanstandungen an der Tierhaltung festgestellt. Auch die Dressur von Tieren im Zirkus beruht in vielen Fällen auf Zwang und Gewalt und keineswegs auf einem engen Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier, wie von Zirkussen und ihren Befürwortern behauptet wird.

Hinweis an die Redaktionen:
Das Schreiben an den Deutschen Städtetag finden Sie angehängt. Das Schreiben wurde wortgleich auch an den Deutschen Städte- und Gemeindebund versandt.
Bildmaterial 
Bildunterschrift: Elefanten im Zirkus Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. / M. Marten 
Bildunterschrift: Mit einer Kampagne und diesem Motiv mit einem Tiger macht der Deutsche Tier-schutzbund auf das Leid der Wildtiere im Zirkus aufmerksam. Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Mehr Informationen zur Kampagne „Wildtiere sind keine Zirkustiere“ unter: www.tierschutzbund.de/kampagne-zirkus


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Pressemeldung 16.03.2017 - Wildtierverbot im Zirkus

Eintrag von Tierheim am 19.03.17 um 0:00 Uhr •

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  • Bundesratsentschluss jährt sich am 18. März
  • Reaktion der Bundesregierung steht noch immer aus

Am 18. März jährt sich der Beschluss der Länderkammer für ein Verbot bestimmter Wildtiere im Zirkus. Der Bundesrat hatte sich 2016 dafür ausgesprochen, dass zumindest Affen, Großbären, Elefanten, Nashörner, Flusspferde und Giraffen nicht in Zirkussen gehalten werden sollten. Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert, dass die Bundesregierung diesen Entschluss seit dem augenscheinlich ignoriert und sich bis heute nicht weiter geäußert hat.

„Obgleich die letzte Entschließung des Bundesrates bereits ein Jahr zurückliegt, sind bis heute seitens der Bundesregierung keine Taten erfolgt“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt bleibt offenbar untätig. Der Widerstand in der Unionsfraktion scheint zu groß zu sein, um den Wunsch der Mehrheit des Bundesrates und der Gesellschaft umsetzen zu können.“

Dringender Handlungsbedarf durch die Bundesregierung

Mittlerweile haben über 60 Städte und Gemeinden beschlossen, Zirkussen mit Wildtieren keine städtischen Flächen mehr zur Verfügung zu stellen. Etliche weitere Kommunen haben Handlungsbedarf gesehen, aber aufgrund der unklaren Rechtslage Abstand von einer solchen Regelung genommen. Jüngst hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg festgestellt, dass nur der Bundesgesetzgeber über ein Verbot entscheiden könne. Darüber hinaus stellen die Vollzugsbehörden weiterhin ständig eine Vielzahl von Verstößen gegen das Tierschutzrecht bzw. die „Zirkusleitlinien“ fest, sind aber weitgehend machtlos, diese Verstöße nachhaltig zu entschärfen. Während die Haltungsvorgaben für Säugetiere in Zoos oder privater Hand angepasst wurden, steht eine Überarbeitung der Zirkusleitlinien nach wie vor in weiter Ferne. „Zirkustiere werden damit weiter wie Tiere zweiter Klasse behandelt“, sagt Schröder. „Die Tierqual unter der Zirkuskuppel muss beendet werden. Eine klare, parteiübergreifende Mehrheit der Länder und der Bürger muss auch eine Bundesregierung zur Einsicht bringen. Herr Schmidt, tun Sie endlich was gegen das Leid der Zirkustiere.“

 Bildmaterial Bildunterschrift: Elefanten können wie andere Wildtiere im Zirkus nicht artgerecht gehalten werden. Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V./M. Marten


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Pressemeldung 15.03.2017 - DU UND DAS TIER 1/2017

Eintrag von Tierheim am 16.03.17 um 0:00 Uhr •

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„Kollege Hund“ steht im Fokus der neuen Ausgabe
 
Das Mitgliedermagazin des Deutschen Tierschutzbundes berichtet in seiner neuen Ausgabe, wie tierische Kollegen den Arbeitsalltag bereichern und die Mittagspause aufmischen. Das Magazin beleuchtet außerdem das Leben und Leiden der Zuchtsauen im Kastenstand und zeigt, dass es auch anders gehen kann. Zu Ostern gibt DU UND DAS TIER Tipps, wie man die Feiertage tierfreundlich gestalten kann.
 
Der Aktionstag „Kollege Hund“ feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Grund genug für DU UND DAS TIER, das Leben eines Bürohundes genauer unter die Lupe zu nehmen: Kollegen begrüßen, schlafen, spielen, mit Herrchen oder Frauchen spazieren gehen und dann wieder schlafen. Das Magazin begleitet die Mitarbeiter eines Dortmunder Software-Unternehmens mit ihren neun Hunden für einen Tag. Zudem gibt Hundeexpertin Dr. Katrin Umlauf Tipps, wie der Hund an den Büroalltag gewöhnt werden kann und wie man unerwünschtem Verhalten, wie Bellen oder Hochspringen, entgegenwirken kann.
 
In einem körpergroßen Käfig leben zu müssen – wenn auch mit Unterbrechungen – ist das Schicksal der meisten Zuchtsauen. Die Sauen sind eine Woche vor Geburt der Ferkel, während des Säugens und bis zu vier Wochen nach dem Decken in einem Kastenstand eingesperrt – ein vergitterter Käfig, in dem sie keinen einzigen Schritt gehen können. Der Kastenstand soll die Ferkel vor dem Erdrücken durch die Muttersau schützen und dient der Arbeitserleichterung. Dabei zeigen vielfältige Erfahrungen aus Bio-, NEULAND- und anderen alternativen Betrieben, dass Sauen, die sich frei bewegen können, bei gutem Management nicht mehr Ferkel erdrücken als Sauen im Kastenstand.
 
Hoffnung, Auferstehung, Neuanfang – dafür steht Ostern. Doch weil Lämmer, Kaninchen und Hühner ein fester Bestandteil unserer Bräuche sind, bedeutet das Fest für sie das Gegenteil. Mastkaninchen leiden in engen Gitterkäfigen, Lämmer werden zur Mast früh von ihren Müttern getrennt und noch immer stammen viele, vor allem verarbeitete Eier, aus Käfighaltung. DU UND DAS TIER informiert Verbraucher, worauf sie achten sollten.
 
Weitere Artikel geben u.a. einen Rückblick auf die Internationale Grüne Woche und die Demo „Wir haben es satt!“ und berichten über den Kampf der Tierschützer im ukrainischen Tierschutz- und Kastrationszentrum des Deutschen Tierschutzbundes in Odessa.
 
Hinweis an die Redaktionen: Journalisten, die das Magazin DU UND DAS TIER regelmäßig beziehen möchten, wenden sich bitte an die Pressestelle: presse@tierschutzbund.de oder 0228-60496-24. Mehr Informationen finden Sie im Netz unter www.duunddastier.de.
 
Bildmaterial Bildunterschrift: aktuelles Cover von DU UND DAS TIER, dem Mitgliedermagazin des Deutschen Tierschutzbundes Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.
 
Weiteres Bildmaterial senden wir Ihnen gerne zu.

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Nach langer schwerer Krankheit ist der Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, am vergangenen Samstag in seiner Heimatstadt Bremen verstorben. Der Tierschutz hat eine herausragende Persönlichkeit verloren. Das Präsidium, die Landesverbände, die Mitgliedsvereine und die Mitarbeiter des Deutschen Tierschutzbundes sind tief betroffen und trauern mit den Angehörigen.

Wolfgang Apel (65) hat in den Jahrzehnten seines Engagements den Tierschutz in Deutschland maßgeblich geprägt und den Deutschen Tierschutzbund zu Europas größtem und einflussreichstem Tier- und Naturschutzdachverband gemacht. Seine Aktivitäten bleiben unvergessen. Beispielhaft waren der Kampf gegen die Käfighaltung von Legehennen und gegen die qualvollen Tiertransporte quer durch Europa. Zu einem seiner größten Erfolge in seiner Amtszeit als Präsident des Deutschen Tierschutzbundes gehörte die Einführung des Staatsziels Tierschutz in das Grundgesetz. Wolfgang Apel hat sich stets konsequent für das Wohl der ihm anvertrauten Mitgeschöpfe eingesetzt, meist weit über seine eigenen psychischen und physischen Grenzen hinaus. Er war ein Vorbild für alle Tierschützerinnen und Tierschützer. Die von ihm initiierten Projekte, wie das Tierschutzzentrum in Odessa (Ukraine) und seine Aktivitäten in Kiew (Ukraine) und in anderen Ländern Europas belegen, dass Tierschutz für ihn keine Grenzen kannte. Von 1993 bis 2011 war Wolfgang Apel Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Seit 1978 war er ehrenamtlicher Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. Seit 1988 war er im Vorstand und seit 2000 Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und Umgebung.

Mit Wolfgang Apel verliert der Tierschutz eine herausragende Persönlichkeit.

Zur Person: Von 1993 bis 2011 war Wolfgang Apel Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Tierschützer war er sein ganzes Leben lang. Seit 1978 war der gelernte Speditionskaufmann ehrenamtlicher Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins und Mitglied des Gesamtvorstandes des Deutschen Tierschutzbundes. 1980 wurde er vom damaligen Präsidenten zum Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes berufen. Von 1983 bis 1985 war er Bundesschatzmeister des Deutschen Tierschutzbundes und von 1991 bis 1993 Vizepräsident. Seit 2000 war er Vorsitzender der Stiftung des Deutschen Tierschutzbundes. In seiner Laufbahn beim Deutschen Tierschutzbund hat er nicht nur die Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Tierschutzbundes zu einer schlagkräftigen Zentrale des Tierschutzes ausgebaut, sondern war auch für die Ausgestaltung der Akademie für Tierschutz nahe München, den Aufbau des Tier-, Natur- und Jugendzentrums Weidefeld und des Tier-, Natur- und Artenschutzzentrums Sylt sowie das Tierschutz- und Kastrationszentrums im ukrainischen Odessa prägend.

Nach Übergabe seines Amtes an Thomas Schröder übernahm er als Ehrenpräsident auf Bitten des Präsidiums unter anderem die Federführung der Tierschutzzentren in Deutschland und der Ukraine sowie des Straßentierprojekts in Kiew. Außerdem engagierte er sich weiter für das unter seiner Präsidentschaft entwickelte Tierschutzlabel.

Von 1987 bis 2011 war Wolfgang Apel Mitglied der Tierschutzkommission beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Außerdem war er lange Jahre Vorsitzender des Vereins NEULAND - Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung. Seit 1988 war er Vorstand und seit 2000 Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und Umgebung. Von 1986 bis 2011 war er Stiftungsratsmitglied in der Stiftung zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen (set).

Bis 2011 vertrat er den Deutschen Tierschutzbund als Mitglied im Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsen. Über 20 Jahren war er Sprecher des Tierschutzbeirates des Landes Bremen und Mitglied der "Beratenden Kommission Tierversuche" in Bremen. Außerdem war er Mitglied des Verwaltungsrates des Absatzfonds der Deutschen Landwirtschaft.

In diesen Gremien brachte er sich ebenso aktiv ein, wie in verschiedenen nationalen und internationalen Expertengruppen so wie in der Eurogroup for Animals.

Seine Motivation war immer für jedes einzelne Tier und für möglichst viele Tiere und ihr Wohlergehen zu kämpfen.

Geboren wurde er 1951 in Bremen. Dort absolvierte er eine Ausbildung zum Speditionskaufmann, trat 1970 in den Bremischen Landesdienst. 1973 bis 1984 war er freigestellter Personalratsvorsitzender. Neben seiner beruflichen Laufbahn engagierte er sich früh ehrenamtlich im Tierschutz, sowie im sozialen und gesellschaftlichen Bereich (u.a. Bewährungshelfer, Schöffe, Vormund). Wolfgang Apel wurde für sein tierschützerisches Engagement 2005 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen, dem folgte 2016 die Verleihung des Verdienstordens des Landes Berlin.

Bildmaterial 
Apel_Portrait 
Bildunterschrift: Wolfgang Apel 
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. 
Apel mit Hund
Bildunterschrift: Wolfgang Apel mit einem der Hunde im Tierschutzzentrum im ukrainischen Odessa
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.
Apel Tiertransporte Karremann
Bildunterschrift: 2005 dokumentiere Wolfgang Apel gemeinsam mit Filmemacher Manfred Karremann die unzumutbaren Zustände bei der Verladung von Rindern und dem Transport der Tiere in den Libanon.
Copyright: M. Karremann / Deutscher Tierschutzbund e.V.

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