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Pressemeldung 16.03.2017 - Wildtierverbot im Zirkus

Eintrag von Tierheim am 19.03.17 um 0:00 Uhr •

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  • Bundesratsentschluss jährt sich am 18. März
  • Reaktion der Bundesregierung steht noch immer aus

Am 18. März jährt sich der Beschluss der Länderkammer für ein Verbot bestimmter Wildtiere im Zirkus. Der Bundesrat hatte sich 2016 dafür ausgesprochen, dass zumindest Affen, Großbären, Elefanten, Nashörner, Flusspferde und Giraffen nicht in Zirkussen gehalten werden sollten. Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert, dass die Bundesregierung diesen Entschluss seit dem augenscheinlich ignoriert und sich bis heute nicht weiter geäußert hat.

„Obgleich die letzte Entschließung des Bundesrates bereits ein Jahr zurückliegt, sind bis heute seitens der Bundesregierung keine Taten erfolgt“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt bleibt offenbar untätig. Der Widerstand in der Unionsfraktion scheint zu groß zu sein, um den Wunsch der Mehrheit des Bundesrates und der Gesellschaft umsetzen zu können.“

Dringender Handlungsbedarf durch die Bundesregierung

Mittlerweile haben über 60 Städte und Gemeinden beschlossen, Zirkussen mit Wildtieren keine städtischen Flächen mehr zur Verfügung zu stellen. Etliche weitere Kommunen haben Handlungsbedarf gesehen, aber aufgrund der unklaren Rechtslage Abstand von einer solchen Regelung genommen. Jüngst hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg festgestellt, dass nur der Bundesgesetzgeber über ein Verbot entscheiden könne. Darüber hinaus stellen die Vollzugsbehörden weiterhin ständig eine Vielzahl von Verstößen gegen das Tierschutzrecht bzw. die „Zirkusleitlinien“ fest, sind aber weitgehend machtlos, diese Verstöße nachhaltig zu entschärfen. Während die Haltungsvorgaben für Säugetiere in Zoos oder privater Hand angepasst wurden, steht eine Überarbeitung der Zirkusleitlinien nach wie vor in weiter Ferne. „Zirkustiere werden damit weiter wie Tiere zweiter Klasse behandelt“, sagt Schröder. „Die Tierqual unter der Zirkuskuppel muss beendet werden. Eine klare, parteiübergreifende Mehrheit der Länder und der Bürger muss auch eine Bundesregierung zur Einsicht bringen. Herr Schmidt, tun Sie endlich was gegen das Leid der Zirkustiere.“

 Bildmaterial Bildunterschrift: Elefanten können wie andere Wildtiere im Zirkus nicht artgerecht gehalten werden. Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V./M. Marten


Mit freundlichen Grüßen
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Pressemeldung 15.03.2017 - DU UND DAS TIER 1/2017

Eintrag von Tierheim am 16.03.17 um 0:00 Uhr •

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„Kollege Hund“ steht im Fokus der neuen Ausgabe
 
Das Mitgliedermagazin des Deutschen Tierschutzbundes berichtet in seiner neuen Ausgabe, wie tierische Kollegen den Arbeitsalltag bereichern und die Mittagspause aufmischen. Das Magazin beleuchtet außerdem das Leben und Leiden der Zuchtsauen im Kastenstand und zeigt, dass es auch anders gehen kann. Zu Ostern gibt DU UND DAS TIER Tipps, wie man die Feiertage tierfreundlich gestalten kann.
 
Der Aktionstag „Kollege Hund“ feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Grund genug für DU UND DAS TIER, das Leben eines Bürohundes genauer unter die Lupe zu nehmen: Kollegen begrüßen, schlafen, spielen, mit Herrchen oder Frauchen spazieren gehen und dann wieder schlafen. Das Magazin begleitet die Mitarbeiter eines Dortmunder Software-Unternehmens mit ihren neun Hunden für einen Tag. Zudem gibt Hundeexpertin Dr. Katrin Umlauf Tipps, wie der Hund an den Büroalltag gewöhnt werden kann und wie man unerwünschtem Verhalten, wie Bellen oder Hochspringen, entgegenwirken kann.
 
In einem körpergroßen Käfig leben zu müssen – wenn auch mit Unterbrechungen – ist das Schicksal der meisten Zuchtsauen. Die Sauen sind eine Woche vor Geburt der Ferkel, während des Säugens und bis zu vier Wochen nach dem Decken in einem Kastenstand eingesperrt – ein vergitterter Käfig, in dem sie keinen einzigen Schritt gehen können. Der Kastenstand soll die Ferkel vor dem Erdrücken durch die Muttersau schützen und dient der Arbeitserleichterung. Dabei zeigen vielfältige Erfahrungen aus Bio-, NEULAND- und anderen alternativen Betrieben, dass Sauen, die sich frei bewegen können, bei gutem Management nicht mehr Ferkel erdrücken als Sauen im Kastenstand.
 
Hoffnung, Auferstehung, Neuanfang – dafür steht Ostern. Doch weil Lämmer, Kaninchen und Hühner ein fester Bestandteil unserer Bräuche sind, bedeutet das Fest für sie das Gegenteil. Mastkaninchen leiden in engen Gitterkäfigen, Lämmer werden zur Mast früh von ihren Müttern getrennt und noch immer stammen viele, vor allem verarbeitete Eier, aus Käfighaltung. DU UND DAS TIER informiert Verbraucher, worauf sie achten sollten.
 
Weitere Artikel geben u.a. einen Rückblick auf die Internationale Grüne Woche und die Demo „Wir haben es satt!“ und berichten über den Kampf der Tierschützer im ukrainischen Tierschutz- und Kastrationszentrum des Deutschen Tierschutzbundes in Odessa.
 
Hinweis an die Redaktionen: Journalisten, die das Magazin DU UND DAS TIER regelmäßig beziehen möchten, wenden sich bitte an die Pressestelle: presse@tierschutzbund.de oder 0228-60496-24. Mehr Informationen finden Sie im Netz unter www.duunddastier.de.
 
Bildmaterial Bildunterschrift: aktuelles Cover von DU UND DAS TIER, dem Mitgliedermagazin des Deutschen Tierschutzbundes Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.
 
Weiteres Bildmaterial senden wir Ihnen gerne zu.

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Nach langer schwerer Krankheit ist der Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, am vergangenen Samstag in seiner Heimatstadt Bremen verstorben. Der Tierschutz hat eine herausragende Persönlichkeit verloren. Das Präsidium, die Landesverbände, die Mitgliedsvereine und die Mitarbeiter des Deutschen Tierschutzbundes sind tief betroffen und trauern mit den Angehörigen.

Wolfgang Apel (65) hat in den Jahrzehnten seines Engagements den Tierschutz in Deutschland maßgeblich geprägt und den Deutschen Tierschutzbund zu Europas größtem und einflussreichstem Tier- und Naturschutzdachverband gemacht. Seine Aktivitäten bleiben unvergessen. Beispielhaft waren der Kampf gegen die Käfighaltung von Legehennen und gegen die qualvollen Tiertransporte quer durch Europa. Zu einem seiner größten Erfolge in seiner Amtszeit als Präsident des Deutschen Tierschutzbundes gehörte die Einführung des Staatsziels Tierschutz in das Grundgesetz. Wolfgang Apel hat sich stets konsequent für das Wohl der ihm anvertrauten Mitgeschöpfe eingesetzt, meist weit über seine eigenen psychischen und physischen Grenzen hinaus. Er war ein Vorbild für alle Tierschützerinnen und Tierschützer. Die von ihm initiierten Projekte, wie das Tierschutzzentrum in Odessa (Ukraine) und seine Aktivitäten in Kiew (Ukraine) und in anderen Ländern Europas belegen, dass Tierschutz für ihn keine Grenzen kannte. Von 1993 bis 2011 war Wolfgang Apel Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Seit 1978 war er ehrenamtlicher Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. Seit 1988 war er im Vorstand und seit 2000 Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und Umgebung.

Mit Wolfgang Apel verliert der Tierschutz eine herausragende Persönlichkeit.

Zur Person: Von 1993 bis 2011 war Wolfgang Apel Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Tierschützer war er sein ganzes Leben lang. Seit 1978 war der gelernte Speditionskaufmann ehrenamtlicher Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins und Mitglied des Gesamtvorstandes des Deutschen Tierschutzbundes. 1980 wurde er vom damaligen Präsidenten zum Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes berufen. Von 1983 bis 1985 war er Bundesschatzmeister des Deutschen Tierschutzbundes und von 1991 bis 1993 Vizepräsident. Seit 2000 war er Vorsitzender der Stiftung des Deutschen Tierschutzbundes. In seiner Laufbahn beim Deutschen Tierschutzbund hat er nicht nur die Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Tierschutzbundes zu einer schlagkräftigen Zentrale des Tierschutzes ausgebaut, sondern war auch für die Ausgestaltung der Akademie für Tierschutz nahe München, den Aufbau des Tier-, Natur- und Jugendzentrums Weidefeld und des Tier-, Natur- und Artenschutzzentrums Sylt sowie das Tierschutz- und Kastrationszentrums im ukrainischen Odessa prägend.

Nach Übergabe seines Amtes an Thomas Schröder übernahm er als Ehrenpräsident auf Bitten des Präsidiums unter anderem die Federführung der Tierschutzzentren in Deutschland und der Ukraine sowie des Straßentierprojekts in Kiew. Außerdem engagierte er sich weiter für das unter seiner Präsidentschaft entwickelte Tierschutzlabel.

Von 1987 bis 2011 war Wolfgang Apel Mitglied der Tierschutzkommission beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Außerdem war er lange Jahre Vorsitzender des Vereins NEULAND - Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung. Seit 1988 war er Vorstand und seit 2000 Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und Umgebung. Von 1986 bis 2011 war er Stiftungsratsmitglied in der Stiftung zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen (set).

Bis 2011 vertrat er den Deutschen Tierschutzbund als Mitglied im Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsen. Über 20 Jahren war er Sprecher des Tierschutzbeirates des Landes Bremen und Mitglied der "Beratenden Kommission Tierversuche" in Bremen. Außerdem war er Mitglied des Verwaltungsrates des Absatzfonds der Deutschen Landwirtschaft.

In diesen Gremien brachte er sich ebenso aktiv ein, wie in verschiedenen nationalen und internationalen Expertengruppen so wie in der Eurogroup for Animals.

Seine Motivation war immer für jedes einzelne Tier und für möglichst viele Tiere und ihr Wohlergehen zu kämpfen.

Geboren wurde er 1951 in Bremen. Dort absolvierte er eine Ausbildung zum Speditionskaufmann, trat 1970 in den Bremischen Landesdienst. 1973 bis 1984 war er freigestellter Personalratsvorsitzender. Neben seiner beruflichen Laufbahn engagierte er sich früh ehrenamtlich im Tierschutz, sowie im sozialen und gesellschaftlichen Bereich (u.a. Bewährungshelfer, Schöffe, Vormund). Wolfgang Apel wurde für sein tierschützerisches Engagement 2005 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen, dem folgte 2016 die Verleihung des Verdienstordens des Landes Berlin.

Bildmaterial 
Apel_Portrait 
Bildunterschrift: Wolfgang Apel 
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. 
Apel mit Hund
Bildunterschrift: Wolfgang Apel mit einem der Hunde im Tierschutzzentrum im ukrainischen Odessa
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.
Apel Tiertransporte Karremann
Bildunterschrift: 2005 dokumentiere Wolfgang Apel gemeinsam mit Filmemacher Manfred Karremann die unzumutbaren Zustände bei der Verladung von Rindern und dem Transport der Tiere in den Libanon.
Copyright: M. Karremann / Deutscher Tierschutzbund e.V.

Mit freundlichen Grüßen
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Sehr geehrte  Redaktion,
 
auf Grund des Auftretens der  Vogelgrippe im Naturpark Höllohe bei Teublitz hat das Landratsamt Schwandorf die  Tötung von 210 Vögeln angeordnet.
 
Wie der Sprecher des Landratsamtes,  Herr Prechtl, im MZ Gespräch betonte, ist das ein Eingriff, den man sich nicht  nur einmal und auch nicht nur zweimal, sondern mehrmals überlegt. Diese Vorsorge  finden wir richtig, doch stellt sich bei uns die Frage warum Jäger ohne jegliche  staatliche Kontrolle nach wie vor in jeder beliebigen Menge und ohne  Tierseuchenkontrolle Wildvögel auswildern dürfen.
 
Das Landratsamt Schwandorf, wie  jedes andere Landratsamt in Bayern, wurde vom Bayerischen Staatsministerium für  Umwelt und Verbraucherschutz dazu angehalten, Vorsichtsmaßnahmen wie die  Stallpflicht und das Verbot von Geflügelmärkten zu treffen. Damit soll vermieden  werden, dass über infizierte Vögel das Virus übertragen und verbreitet  wird.
 
Diese staatlich verordnete  Allgemeinverfügung gilt für Tierhalter, Geflügel- und Kleintierzuchtvereine, da  unter anderem in Bayern Fälle von Vogelgrippe bei Wildvögeln nachgewiesen  wurden.
 
Nur für Jäger gilt diese Verordnung  nicht. Nach wie vor können sie Wildvögel auswildern. Das Auswildern von  Wildvögeln durch Jäger ist nicht reglementiert, d.h. nicht verboten, so die  Auskunft des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz. 
 
Leider – und das zeigt leider den  großen Einfluss den die Jagdverbände auch heute noch ausüben – ist es bisher  weder zu einem Verbot noch einer Einschränkung gekommen. In Bayern ist es immer  noch gängige Praxis, dass Jäger noch nicht einmal Zahlen der ausgewilderten  Tiere an die Jagdbehörde weiterleiten müssen, geschweige denn, vor der  Auswilderung nachweisen, dass die Tiere gesund sind.
Dies ist aus Seuchenschutzgründen  inakzeptabel.
 
Die Behörden hätten hier die Pflicht  alle zur Verfügung stehenden Kontrollmöglichkeiten auszuschöpfen und die  Seuchenprävention für diesen Bereich nicht außer Acht zu lassen. Des Weiteren  müsste die Behörde beim Umweltministerium auf eine Änderung des Jagd- und  Seuchenrechts drängen.
 
Es sollten alle möglichen  Gefahrenwege einer weiteren Infektion und Verbreitung unterbunden werden, dazu  gehört das absolute Verbot zum Auswildern von Wildvögeln durch  Jäger.
 
Mit freundlichen  Grüßen
 
Peter  Eberhardt
1.Vorsitzende
Tierschutzverein Städtedreieck  e.V.
Burglengenfeld * Maxhütte-Haidhof *  Teublitz
 
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  • Kastrationsaktion für Besitzerhunde läuft weiter
  • Winter setzt Tieren vor Ort zu

Eine Kastrationsaktion für privat gehaltene Hunde im rumänischen Landkreis Arges wird Mitte Februar weiterlaufen - eine gemeinsame Aktion des Vereins Tierhilfe Hoffnung e.V., der vor Ort die „Smeura“ – das weltweit größte Tierheim – betreibt, und des Deutschen Tierschutzbundes. Letzterer unterstützt die Smeura dabei erneut mit 5.000 Euro. Aufgrund extremer Kälte und starkem Schneefall, hilft der Deutsche Tierschutzbund mit weiteren 7.000 Euro für Hundehütten, Stroh, Decken und bei witterungsbedingten Reparaturen in der Kastrationspraxis.

Vor zwei Jahren gestartet, ist die Kastrationsaktion für privat gehaltene Hunde im rumänischen Landkreis Arges ein wichtiger Beitrag für den Tierschutz. Ziel der Aktion ist es, durch die Kastration der Besitzertiere der unkontrollierten Vermehrung entgegenzuwirken und so die Populationen der Straßenhunde schrittweise und tierschutzgerecht zu reduzieren. Im zweiten Halbjahr 2016 konnten die Kastrationszahlen (1.392 kastrierte Hunde) gegenüber den Zahlen des ersten Halbjahrs 2016 (705 kastrierte Hunde) verdoppelt werden. „Die Aktion ist ein toller Erfolg für den Tierschutz, an den wir unbedingt anschließen möchten“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Die Aktion wurde daher für ein weiteres Jahr verlängert. Mit Flyern, Straßenbannern und einem Radiospot, der in zwei bekannten Sendern über mehrere Monate gespielt wird, machen die Tierschützer die Bewohner vor Ort darauf aufmerksam. Jeder Hundebesitzer hat im Rahmen der Aktion die Möglichkeit, seinen Hund in der Smeura kostenfrei kastrieren zu lassen. Nach einer kurzen Erholungsphase kann dieser dann dort wieder abgeholt werden. Falls der Halter seinen Vierbeiner nicht selbst zur Tierarztpraxis des Vereins bringen kann, holt die Smeura das Tier auch ab und bringt es nach der Kastration wieder zurück nach Hause.

Kalter Winter fordert Maßnahmen zum Schutz der Hunde

Die sowieso schon schwierige Situation des Tierschutzes in Rumänien ist aktuell aufgrund der eisigen Temperaturen besonders dramatisch. Bei Minustemperaturen und starkem Schneefall leiden die Straßenhunde besonders. Um dem entgegenzuwirken, hat die Smeura viele weitere Hundehütten mit Stroh aufgestellt und braucht wesentlich mehr Futter als üblich. Die Tierarztpraxis, in der die so wichtigen Kastrationen stattfinden, hat nun auch noch einen Wasserschaden. Auf der Krankenstation steigen die Stromkosten, um für ausreichend Wärme zu sorgen. „Gerade die frisch kastrierten Hunde sollen es natürlich warm haben, um schnell genesen zu können“, sagt Schröder. Der Deutsche Tierschutzbund unterstützt daher die Smeura außerdem mit einer „Winterspende“ von 7.000 Euro.

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Bildunterschrift: Hundehütten bieten im Winter zumindest etwas Schutz vor der Kälte.
Copyright: Tierhilfe Hoffnung e.V. 

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Kommentar: Grünbuch Bundesminister SchmidtVG Ch.

Eintrag von Tierheim am 30.12.16 um 0:00 Uhr •

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen in den Redaktionen,
 
Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, kommentiert zum Grünbuch, das heute durch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt veröffentlicht wird:
 
„Es ist gut, dass endlich Bilanz mit Ausblick gezogen wird, wir werden das Grünbuch intensiv studieren. Immerhin gibt es nun erneut das Bekenntnis aus dem BMEL zu einem staatlichen Tierschutzlabel und wir wissen, dass es auch geplant ist, eine nationale Nutztierstrategie anzustoßen. Es verwundert allerdings sehr, dass das alles erst kurz vor Ende der Legislaturperiode und erst nach knapp 3,5-jähriger Amtszeit des Ministers geschieht. Dabei liegen bereits lange viele Belege vor, durch die deutlich wird, dass Taten gefordert, ja überfällig sind: Unter anderem die Ergebnisse des Charta-Prozesses der ehemaligen Bundesministerin Ilse Aigner, das Gutachten des wissenschaftlichen Beirats im BMEL und der Abschlussbericht des Kompetenzkreises „Eine Frage der Haltung“. Die Gesellschaft will eine andere, zukunftsorientierte Tierschutz- und Umweltschutzstrategie. Dazu bedarf es keiner großen Worte oder Bücher mehr, dazu muss das Recht angepackt werden, der Minister ist als aktiver Gesetzgeber gefordert. Jetzt und systemverändernd und nicht mehr, wie bisher, systemdeckelnd. Wir raten dem Minister dringend, endlich Taten zu zeigen, statt Zeit zu vertun mit Semantikdebatten über Begriffe wie „vegane Wurst“. Der Massenmord an Millionen männlicher Eintagsküken geschieht unverändert, für Puten und andere Tiere gibt es keine Haltungsverordnungen, Rindern werden immer noch ohne Betäubung, unter Schmerzen für das Tier, die Hörner weggebrannt, Millionen Tiere erleiden Amputationen, die Zucht setzt nahezu unreguliert auf maximale Leistungssteigerung mit schlimmen Folgen für die Tiere – und es werden immer noch Intensivställe gebaut, die den Tieren keinerlei artgerechte Bedürfnisse ermöglichen. Das sind nur einige der drängendsten Handlungsfelder. Jetzt gilt es anzupacken, auch um zu vermeiden, dass der Eindruck entsteht, das Grünbuch sei nur die Redevorlage für den anstehenden Wahlkampf. Denn das wäre schade für die Tiere, die Umwelt und für die willigen Landwirte, die mehr Tierschutz in den Stall bringen wollen. Und es wären weitere vier verlorene Regierungsjahre für die Millionen Tiere, die Tag für Tag in Intensivhaltungssystemen leiden.“

Mit freundlichen Grüßen
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