Zirkus Design Award für Kinder und junge Erwachsene

Eintrag von Tierheim am 30.04.16 um 20:05 Uhr •

160427_Design-Wettbewerb.pdf herunterladen 

Bild

Pressemeldung 27.04.2016 - Deutscher Tierschutzbund e.V.

Zirkus Design Award für Kinder und junge Erwachsene

Der Deutsche Tierschutzbund startet zum Thema „Zirkus“ einen Kreativwettbewerb, bei dem sich Kinder und junge Erwachsene kritisch damit auseinander setzen können, was es bedeutet, wenn (Wild-) Tiere im Zirkus leben und auftreten. Wildtiere stellen besonders hohe Ansprüche an ihre Haltung und Unterbringung. In Zirkussen leiden sie massiv unter dem zu geringen Platzangebot in kleinen Käfigen, unzureichenden Gehegen oder Transportwagen. Auch die Dressur ist in den meisten Fällen nicht tiergerecht, sondern mit Schmerzen und Leiden für die Tiere verbunden.

Für den Zirkus-Wettbewerb sucht der Deutsche Tierschutzbund kreative Köpfe und Gestaltungskünstler bis 26 Jahre, die ihren Protest gegen Tiere im Zirkus mit einem selbst designten Bild ausdrücken. Dabei kommt es vor allem auf einen tollen Einfall an. Die drei kreativsten Einsendungen werden mit Sachpreisen prämiert und auf der Webseite des Deutschen Tierschutzbundes und im Verbandsmagazin DU UND DAS TIER veröffentlicht. Die Entwurfsvorlage für den Zirkus Design Award und weitere Informationen zur Teilnahme finden sich auf www.jugendtierschutz.de. Teilnehmer können ein oder zwei Bildvorschläge bis zum 31. August 2016 einsenden an: Deutscher Tierschutzbund, Stichwort Design-Award, In der Raste 10, 53129 Bonn.

Wildtiere sind keine Zirkustiere

In einem Zirkusunternehmen ist eine verantwortbare Haltung von Wildtieren grundsätzlich nicht möglich. Neben dem Dauerstress durch das Training werden die Tiere ihr ganzes Leben von Ort zu Ort transportiert, da jeder Zirkus jährlich 40 bis 50 Mal den Gastspielort wechselt. Die Tiere müssen in viel zu kleinen Käfigen oder Gehegen leben und haben in diesen kaum Material zur artgemäßen Beschäftigung. Statt Naturboden stehen die meisten Tiere die meiste Zeit auf nacktem Beton. Zudem fristen sozial lebende Tiere, wie Elefanten, in manchen Zirkussen immer noch ein Leben in Einzelhaft ohne Kontakt zu Artgenossen. Die Dressur von Wildtieren im Zirkus beruht überwiegend auf Zwang oder sogar Gewalt. Damit etwa ein Elefant widernatürliches Verhalten, wie Kopfstand machen, zeigt, muss der Dompteur zunächst den Willen des Tieres brechen. Wehrt sich das Tier, kommt oft der Elefantenhaken, ein Stock mit Eisenspitze, zum Einsatz. 

Aufgrund dieser Missstände fordert der Deutsche Tierschutzbund ein Wildtierverbot in Zirkussen und rät allen Tierfreunden, keine Zirkusveranstaltungen zu besuchen, die Wildtiere im Programm haben. Auch unter den Zirkussen haben einige bereits erkannt, dass das Mitführen von Wildtieren nicht mehr zeitgemäß ist; sie setzen verstärkt auf akrobatische und Clown-Nummern.

Bildmaterial:
Bildunterschrift: Beim Design Award sollen junge Tierschützer ihren Protest gegen Tiere im Zirkus kreativ ausdrücken.
Weiteres Bildmaterial zum Thema Zirkus senden wir Ihnen gerne zu.
1735 Aufrufe
« ARIWA - ANIMAL RIGHTS WATCH Newsletter » Zurück zur Übersicht « TTIP: Tierschutz darf nicht geopfert werden »