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Igelkinder unterwegs

Eintrag von Tierheim am 01.09.18 um 7:56 Uhr •

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Hilfsbedürftige Igelkinder

 

Liebe Igelfreunde,

im August kommen die meisten Igelkinder zur Welt. Nach 35 Tagen Tragzeit werden durchschnittlich vier bis sechs Igelsäuglinge geboren. Die Augen und Ohren sind noch zwei Wochen lang geschlossen.

11 Tage alte Igelkinder

elf Tage alte Igelkinder©Dinter

Ungefähr 24 Tage werden die Babys im Nest ausschließlich mit Muttermilch versorgt. Stoßen die ersten Milchzähnchen durch, werden die Jungen aktiver. Jetzt müssen sie lernen, was fressbar ist und was nicht, und zwar ohne Igelmutter. Die hat nämlich während der Jungenaufzucht einen riesigen Hunger und sucht in einem viel weiteren Umkreis nach Futter als ihr Nachwuchs. Das bedeutet: Igelmütter gehen nachts selbst auf Beutefang. Erst wenn der Morgen dämmert, trifft sich die Igelfamilie wieder im Wurfnest. Die Jungenaufzucht dauert insgesamt 6 Wochen. Im Idealfall wiegen die Jungigel dann um die 250 Gramm.

Wann brauchen Igelbabys unsere Hilfe?

  1. Manchmal wird ein Igelnest durch Gartenarbeiten zerstört. Die Igelmutter flüchtet zunächst und lässt ihren Nachwuchs zurück. Das muss noch nichts heißen. Erst wenn die Mutter auch nach zwei Sunden nicht zum Nest zurückkehrt, brauchen die Jungen unsere Hilfe.

     

    Babytransport©Dinter

    Babytransport©Dinter

  2. Tagaktive kleine Igelsäuglinge kriechen nur aus dem Nest, wenn die Mutter nicht da ist und sie schon längere Zeit nicht mehr gesäugt wurden. Auch dann brauchen die Tiere dringend unsere Hilfe.

Was ist zu tun?

 

Die Aufzucht verwaister Igelsäuglinge ist ein Mammutprojekt, dass je nach Alter und Anzahl der Babys sehr belastend sein kann. Für eine erfolgreiche Handaufzucht sind folgende fünf Punkte entscheidend: Wärme, Nahrung, Toiletting, Hygiene und die Dokumentation der Entwicklung.

Unterbringung

Igelkiste©Gehret

Die Unterbringung sollte in einer Kiste, ausgelegt mit Handtüchern erfolgen. Als Wärmequelle eignet sich eine Wärmflasche. Das Wasser muss regelmäßig geprüft und ausgetauscht werden. Es darf nie auskühlen. Die Igelbabys werden auf die, mit einem Handtuch umwickelte Wärmequelle, gesetzt und zusätzlich zugedeckt. Die Kiste muss so geräumig sein, dass die Säuglinge von der Wärmequelle wegkrabbeln können, sollte es ihnen doch zu warm werden.

Welpenersatznahrung

Für Igelsäuglinge eignet sich die Welpenersatznahrung „Esbilac“ oder „Babycat Milk“ von Royal Canin. Die Ersatzmilch wird nach Gebrauchsanweisung mit ungesüßtem Fencheltee angerührt. Gefüttert wird mit einer Einwegspritze mit einem weichen Aufsatz. In der Regel kann jede Tierarztpraxis eine solche Einwegspritze für Sie vorbereiten.

Igelsäugling©Gehret

Die Futtermenge sollte bei Igeln unter 100 Gramm ca. 25% des Körpergewichtes in 24 Stunden betragen. Bis zu einem Alter von 14 Tagen werden die Igelkinder Tag und Nacht gefüttert. Angefangen mit 10 Mahlzeiten in 24 Stunden. Mit zunehmendem Alter und Gewicht der Igelkinder erhöht sich die Trinkmenge, gleichzeitig werden die einzelnen Mahlzeiten langsam reduziert. So werden Igel ab ca. 100 Gramm nur noch tagsüber gefüttert. Sobald die Milchzähnchen durchstoßen, kann die Welpenersatznahrung zusätzlich mit kleinen Mengen Katzenfeuchtfutter vermischt und in einem flachen Schälchen angeboten werden.

Umstellung auf feste Nahrung ©Gehret

Umstellung auf feste Nahrung ©Gehret

Toiletting und Hygiene

Igelsäuglinge, die nicht selbstständig fressen, können ohne Hilfe keinen Kot absetzen. Der Igelpfleger muss also das Bäuchlein, die Geschlechtsorgane und den After massieren, bis die Tiere Kot und Urin abgeben. Solange die Igel ausschließlich Welpenersatznahrung bekommen, scheiden sie kleine grüne Kügelchen aus. Das ist normal. Hygiene ist nun ganz wichtig. Da Kot und Urin die zarte Haut der Igelbabys reizen, müssen die Jungen davon gesäubert werden. Erst danach kommen die Tiere zurück auf die Wärmflasche. Es kann nun vorkommen, dass die kleinen Igel auch zwischen den Mahlzeiten etwas Kot und Urin absetzen. Bitte reinigen Sie dann die Schlafkiste und wechseln Sie die Hand- und Küchentücher. Das Toiletting muss trotzdem stattfinden. Und zwar solange, bis die Tiere von alleine Nahrung aufnehmen. Das geschieht mit etwa 3-4 Wochen.

Dokumentation

Eine der wichtigsten Arbeiten in der Igelpflege ist die Dokumentation. Nur so lassen sich Veränderungen nachvollziehen. Bitte legen Sie für jedes Pflegetier ein Protokoll mit den Eckdaten Tier (Name, Erkennung), Datum, Gewicht, errechnete Tagesration, Fütterungszeit- und Menge und Besonderheiten an. Wiegen Sie jedes Tier einmal täglich zur gleichen Zeit (am besten morgens mit einer Digitalwaage), um die jeweilige Tagesfuttermenge zu errechnen.  Jedes Tier hat seine eigene Entwicklungszeit. Die Igel nehmen nicht gleichmäßig zu und fressen auch nicht immer die gleiche Menge. Notieren Sie sich das! Und ebenso ganz wichtig: Nach jeder Fütterung findet das Toiletting statt. Auch dieses Ergebnis muss notiert werden.

Allein oder zusammen?

Igelwürfe sollten zunächst zusammenbleiben und gemeinsam versorgt werden. Die Tiere wärmen sich gegenseitig. Mit einem Alter von ca. 4 Wochen, kann es jedoch sein, dass die ersten Raufereien um das „zusätzliche“ Futterschälchen beginnen. In manchen Fällen ist dann eine Trennung sinnvoll.

Übrigens: Ab einem gewissen Zeitpunkt (mit ca. 130 Gramm +/-) brauchen die Igel keine Wärmflasche mehr. Die Unterbringung muss dann bei Zimmertemperatur in einem artgerechten Käfig oder Freilauf stattfinden. Ab einem Gewicht von 250 Gramm können die Tiere, je nach Witterung, in ein Außengehege umziehen. Lässt es der Herbst noch zu, können die Igel noch vor dem Winterschlaf ausgewildert werden.

Sollten Sie noch Fragen haben, schreiben Sie mich an. igel@lbv.de

Liebe Grüße

Martina Gehret

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Abschuss von Gänsen - Tierschutzbund erstattet Anzeig

Eintrag von Tierheim am 27.08.18 um 11:12 Uhr •

25.08.2018 

Pressemitteilung: Der Landesverband Bayern kritisiert Gänse-Abschuss in Nürnberg und erstattet Anzeige! 

Anlässlich der Bejagung von Kanada- und Graugänse am Südufer des Wöhrder Sees am vergangenen Samstag (18.08.18), sind mehrere Wildgänse getötet worden – um die Tiere von der Bucht am Norikus zu vertreiben. Der Deutscher Tierschutzbund, Landesverband Bayern, kritisiert die Methode als ineffektiv und kritisiert gleichzeitig die Ausführung. Eine Gans war nach den Angaben des Tierschutzvereins Noris angeschossen, zurückgelassen worden und erst nach einer Stunde verendet. Aufgrund der länger anhaltender Schmerzen oder Leiden eines Wirbeltieres und der Vermutung, dass von den Jägern keine brauchbaren Jagdhunde eingesetzt worden waren, sehen die Tierschützer einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und das Bayerische Jagdgesetz.

Letale Managementmaßnahmen, wie etwa jagdliche Mittel, können weder als tierschutzgerecht, noch als besonders effektiv im Sinne einer Verringerung der Population oder der Vergrämung eingestuft werden. Teilweise wirken sie sich sogar gegenteilig aus, denn bei Gänsen ist es meist so, dass viele Nichtbrüter in der Gruppe vorhanden sind. Wenn nun einige Gänse, aufgrund Vergrämungsabschüssen getötet werden, werden sie schnell durch „Nachrücker“ ersetzt.  

Die Stadt Nürnberg hätte nach Ansicht des Landesverbandes intensiver über andere Managementmaßnahmen bzw. Gesamtkonzepte nachdenken und diese konsequent und über einen langen Zeitraum umsetzen sollen, denn nur diese Methodik ist nachhaltig. Sinnvoll wären attraktive Ausweichflächen in der Nähe gewesen, wo die Gänsepopulationen beispielsweise mit Gelegeaustausch besser hätten kontrolliert werden können. Andere mögliche Methoden, die immer kombiniert mit dem Angebot an Ausweichflächen umgesetzt werden sollten, sind: 

• Bewegliche Objekte wie Flatterbänder und Windräder verunsichern Gänse. Wenn in der Nähe
ein Bereich ohne diese Verunsicherung ist, so wird dieser bevorzugt aufgesucht. Auch hier besteht die Gefahr der Gewöhnung.

• Wechselnde Methoden, wie etwa Ballons (mit Augenpunkten), Kunstwerke oder Aktionen
können den Gänsebestand auf bestimmten Flächen ebenfalls reduzieren (sofern Gänse flugfähig sind). Hierbei muss darauf geachtet werden, dass andere Tierarten nicht ständig gestört werden (etwa durchgängiger Lärm sollte unterlassen werden).

• Anderer Schnitt des Rasens der betroffenen Flächen, denn kurzer (gemähter) Rasen ist äußerst attraktiv für Gänse: Grassorten wie beispielsweise Seggengräser oder Kentucky Blue Grass sind nicht nahrhaft für Gänse. 

Leider erfolgte durch die von der von der Stadt Nürnberg gebildeten „Gänse Task-Force“ im Vorfeld keine Verhältnismäßigkeitsprüfung. Bei einer Kollision zwischen den Nutzerinteressen der Badegäste zum einen und dem Schutz der Tiere zum anderen, hätte man nach Auffassung von Fachleuten schonendere als auch effektivere Lösungsansätze verfolgen können. 

Es wurden bereits mehrere Anzeigen (auch vom Landesverband Bayern), sowohl gegen die beiden Jäger, als auch gegen den zweiten Bürgermeister der Stadt Nürnberg (Christian Vogel) und auch gegen die Mitarbeiter der Task Forces erstattet.

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Gassi gehen

Eintrag von Tierheim am 24.08.18 um 8:31 Uhr •

Liebe Gassi-Gänger, 
da das Wetter jetzt richtig erträglich sommerlich ist, gelten aktuell die ganz regulären Gassizeiten

montags 9 – 16 Uhr
dienstags 9 – 13 Uhr Sommerzeit zusätzlich 16-19 Uhr
mittwochs 9 – 13 Uhr
donnerstags 9 – 16 Uhr
freitags 9 – 13 Uhr Sommerzeit zusätzlich 16-19 Uhr
samstags 9 – 13 Uhr
sonntags 9 – 12 Uhr

Vielen Dank für Eure Unterstützung. 

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Protestkundgebung am 20.9.18 in München

Eintrag von Tierheim am 22.08.18 um 7:04 Uhr •

Bayern lässt seine Tierheime im Regen stehen!  

Poster_Protest Kundgebung LV.pdf herunterladen
 
PROTEST - KUNDGEBUNG  am 20. September von 14 – 16 Uhr vor der Staatskanzlei  Franz-Josef-Strauß-Ring 1, 80539 München

Der Freistaat Bayern ist das einzige Bundesland, in dessen Haushalt keine Mittel zur Unterstützung der Tierheime zur Verfügung gestellt werden!
 
DAGEGEN PROTESTIEREN WIR!!!
 
Unterstützen Sie uns dabei und helfen gleichzeitig  mit, dass unsere Bayerischen Tierheime nicht untergehen.   
 
www.tierschutz-bayern.de

Lage der Tierheime_Politische Forderungen in Bayern.pdf herunterladen

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Rennerfolge auf Kosten der Tiere

Eintrag von Tierheim am 05.08.18 um 8:29 Uhr •

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Pressemeldung 

03.08.2018 

Deutsches Traber Derby Berlin 

Rennerfolge auf Kosten der Tiere 

Anlässlich des Deutschen Traber Derbys, dessen Finale am 4. August in Berlin stattfindet, macht der Deutsche Tierschutzbund auf bestehende Probleme im Pferdesport aufmerksam. So kommen bei Rennen immer wieder tierschutzwidrige Methoden und Hilfsmittel zum Einsatz – allein für das Ziel, bei den Rennen den Sieg zu holen.  

„Die Tiere werden bei Rennveranstaltungen wie dem Deutschen Traber Derby mit tierschutzwidrigem Zubehör oft auf brutale Art und Weise zu mehr Gehorsam und Schnelligkeit angetrieben“, erklärt Dr. Esther Müller, Fachreferentin für Pferde beim Deutschen Tierschutzbund. „Die Grenzen zwischen Sport und Tierquälerei verschwimmen inmitten dieses und ähnlicher Events.“ Der Deutsche Tierschutzbund appelliert daher dafür, solche Rennen nicht zu unterstützen – weder durch Wetten noch durch einen Besuch. 

Tierschutzwidriges Zubehör soll Leistung steigern

Scheuklappen kommen bei Trabrennen zum Einsatz, damit sie die Sicht der Pferde einschränken und sie dazu bringen, den Kopf möglichst gerade nach vorne zu halten, um so schneller laufen zu können und sich nicht ablenken zu lassen. „Eine Wahrnehmung der Umwelt ist so nur sehr gefiltert und in sehr geringem Radius möglich, was mit Stress für die sensiblen Fluchttiere verbunden ist“, erklärt Müller. Normalerweise hat ein Pferd ein Sichtfeld von bis zu 300 Grad, mit Scheuklappen kann sich dieses um bis zu 80 Prozent reduzieren. Zusätzlich wird mit Hilfe verschiedener Riemen, sogenannten Ausbindern und Schecks, sowie Teleskop-Seitenstangen die Beweglichkeit des Halses in alle Richtungen begrenzt, damit die Pferde möglichst schnell stur geradeaus laufen. Ohrstöpsel, die die Ohren der Pferde verschließen und während des Rennens gezogen werden, dienen als akustische Peitsche. Sie bereiten den Tieren starkes Unbehagen und versetzen sie sogar in Angst, was sich nicht mit einem tiergerechten Umgang vereinbaren lässt – die Tiere müssen für den Erfolg leiden. 

Der Deutsche Tierschutzbund nimmt derzeit verschiedene Pferderennen zum Anlass, um sowohl über klassische Öffentlichkeitsarbeit als auch in den sozialen Medien gezielt über die Auswirkungen, tierschutzwidrige Praktiken und den Umgang mit den Tieren aufzuklären. Weitere Informationen unter www.tierschutzbund.de/rennpferde

 

 

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Die Hitze und ihre Schattenseiten

Eintrag von Tierheim am 20.07.18 um 7:50 Uhr •

https://www.tasso.net/Newsletter/Newsletterausgaben-lesen/2018/Die-Hitze-und-ihre-Schattenseiten

Quelle: Tasso Newsletter
Die Hitze und ihre Schattenseiten

Hilfe und Erleichterung für unsere Tiere

Seit Tagen schon ist das Thermometer in weiten Teilen Deutschlands kaum mehr unter 25 Grad gefallen. In fast allen Bundesländern genießen die Schüler schon ihre Sommerferien in vollen Zügen. In Schwimmbädern und an Badeseen herrscht Hochbetrieb. Doch die Hitze hat auch Schattenseiten. Durch den fehlenden Regen sind Felder und Wiesen ausgedörrt. Auch viele Tiere leiden unter den anhaltend hohen Temperaturen. Entsprechend haben wir Menschen die Verantwortung, ihnen Erleichterung zu verschaffen. Besonders schwer haben es Tiere, die draußen auf der Weide die Tage verbringen. Sie müssen bewusst vor den Folgen der Hitze bewahrt werden. Daher sind die Halter von Pferden und Weidetieren verpflichtet, ihren Schützlingen ausreichend frisches Wasser sowie Schattenplätze zur Verfügung zu stellen.

Doch auch unseren Haustieren macht die Hitze zu schaffen. Zu viel Sonne und/oder zu hohe Belastung können zu einem Hitzschlag führen. Welche Auswirkungen ein Hitzschlag haben kann und was ein Tierhalter im Notfall tun muss, haben wir in unserem Newsletter für Sie zusammengefasst.

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