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Falsch verstandene Tierliebe - Igel sind keine Haustiere!

Eintrag von Tierheim am 10.11.18 um 19:19 Uhr •

Von Homepage des LBV:
Der Igel ist kein Haustier und braucht Winterschlaf

Igelliebhaber missverstehen Naturschutz: Igel sind Wildtiere

Igel frisst aus Napf | © Sushi © Sushi Zufüttern in der nahrungsarmen Zeit ist erlaubt, mit hinein nehmen nur in Ausnahmefällen.

Noch sind nicht alle bayerischen Igel im Winterschlaf. Die beliebten Wildtiere fressen sich weiter fleißig den nötigen Speck für den baldigen Winterschlaf an. Doch einige Igelliebhaber, die kleine Tiere gefunden haben, denken fälschlicher Weise, sie müssten diese aufnehmen und durch den Winter füttern.

Das zeigt das Projekt "Igel in Bayern". Doch das ist falsch verstandene Tierliebe, die den Igeln nur schadet. Nur in bestimmten Ausnahmefällen müssen Igel dauerhaft gefüttert und im Haus überwintert werden. Der Igel ist ein Wildtier und darf nicht als Haustier gehalten werden.

Igel sind Wildtiere

Der Igel ist Bestandteil des Lebensraums Garten, "doch man kann den Igel auch tot lieben", so die Erfahrung, von Igel-Expertin Martina Gehret. Im Rahmen des erfolgreichen Pilotprojekts "Igel in Bayern" haben wir das Engagement der Menschen für den Igel sehr zu schätzen gelernt.

Doch einige Igelliebhaber sperren scheinbar hilfsbedürftige Igel ein und zeigen auf diese Weise ein falsches Naturverständnis. Ein Wildtier wie ein Haustier zu halten ist jedoch illegal. Es darf nicht sein, dass der Igel so von seinem Lebensraum abgekoppelt wird. Die wichtigste Hilfe für den Igel ist, seinen Lebensraum zu verbessern.

Wie das LBV-Projekt zeigt, kommt er in Bayern vor allem im Siedlungsraum vor. Dort ist die beste Unterstützung nun mal ein naturnaher Garten. Aus Sicht des Naturschutzes ist es der falsche Weg, Igel wie Haustiere zu behandeln. Doch in vielen Gärten wird Laub weggeräumt und das Unkraut mit Gift bekämpft, was dem Igel die natürliche Lebensgrundlage auf Dauer entzieht.

Überlebenskünstler

Fünf Jungigel fressen aus einer Schale Katzenfutter | © Marietta Irmer © Marietta Irmer Igel sollten nur als vorübergehende Maßnahme gefüttert werden

Während der ersten Projektjahre ist uns erst richtig bewusst geworden, wie schwer es der Igel tatsächlich hat. Dies bezieht sich aber nicht nur auf die Lebensraumzerschneidung, den Lebensraumverlust aufgrund falscher Gartengestaltung, oder die steigende Parasitenbelastung. Der Igel wird als kleines, sympathisches und nicht allzu flinkes Wildtier oft Opfer von falsch verstandener Tierliebe.

Dabei ist der Igel ein absoluter Überlebenskünstler, der in seiner jetzigen Form bereits seit 15 Millionen Jahren existiert. Das grundlose Einsammeln von Igeln und das anschließende Wegsperren in Kellern oder die Überwinterung ohne Winterschlaf in der eigenen Badewanne hat nichts mit Naturschutz zu tun und ist auch weit entfernt von richtigem Tierschutz.

Wer sich entschließt, ein wirklich hilfsbedürftiges Tier zu pflegen, muss sich vorher über dessen Bedürfnisse und Biologie informieren. Leider herrscht in den Köpfen vieler Igelfinder jedoch immer noch die falsche Meinung, dass Milch oder ein Apfel eine gute Ernährungsgrundlage wären. Igel vertragen keine Milch. 

Wir befürworten das Zufüttern von Igeln nur als vorübergehende Maßnahme und nur sofern dies im Garten und ausschließlich in der nahrungsarmen Zeit stattfindet.

Von LBV: https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/igelfreundlicher-garten/falsch-verstandene-tierliebe/?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=LBV-News+10%2F2018&utm_content=Mailing_7185739

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Tiertransporte - Bundestag lehnt Anträge ab

Eintrag von Tierheim am 10.11.18 um 13:46 Uhr •

Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes 

Das Plenum des Bundestags hat heute Anträge der Grünen und der FDP zu Langstreckentransporten in Drittländer final abgelehnt - nachdem diese auch im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages keine Mehrheit gefunden hatten. Die Grünen forderten in ihrem Antrag ein Aussetzen der Transporte – solange bis die Vorgaben der EU-Verordnung zu Lebendtiertransporten in Drittstaaten wirklich eingehalten werden - sowie begrenzte Transportzeiten. Die FDP forderte die Unterbindung der Transporte, wenn diese nicht den europarechtlichen Mindeststandards entsprechen, sowie die Einhaltung der EU-Verordnung mit entsprechenden Kontrollen. Zur Entscheidung des Bundestags kommentiert Dr. Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes: 

„Es ist ein Skandal, dass die Anträge einfach so weggefegt wurden und Tiere weiterhin unter fürchterlichen Bedingungen bis in Drittstaaten transportiert werden. Der Aufschrei nach der 37 Grad-Reportage „Geheimsache Tiertransporte“ war mal wieder groß – doch jetzt macht man genauso weiter wie bisher. Die EU-Bestimmungen zum Transport müssen laut eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs bis zum Zielort eingehalten werden - auch wenn dieser außerhalb der EU liegt. Das ist im Moment nicht der Fall; bei Langstreckentransporten werden die Vorschriften systematisch missachtet. Die Bundesregierung müsste solche Transporte aussetzen, solange die Einhaltung der Vorschriften nicht gewährleistet ist. Dass die CDU/CSU die tierschutzwidrigen Zustände einfach klein redet und die SPD sich darauf beruft, ein Moratorium sei auf EU-Ebene nicht durchsetzbar, macht erneut deutlich, dass die Tiere und der Tierschutz von der Großen Koalition nichts zu erwarten haben. Und das, obwohl im Koalitionsvertrag festgehalten ist, dass die Transportzeiten verkürzt und Transporte besser kontrolliert werden sollen. Auch die Aussage von Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner, „der Tierschutz dürfe nicht an Grenzen enden“, ist ebenfalls offenbar nur ein Lippenbekenntnis.“

 


Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Tel: +49-(0)228-6049624

Fax: +49-(0)228-6049641

E-Mail: presse@tierschutzbund.de

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Wildunfälle wg. Zeitumstellung

Eintrag von Tierheim am 26.10.18 um 15:01 Uhr •

Pressemeldung - Deutscher Tierschutzbund 

26.10.2018 

Erhöhte Gefahr für Wildunfälle nach Zeitumstellung 

Mit der Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit am 28. Oktober steigt für Autofahrer die Wildunfall-Gefahr. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin. Indem die Uhr um eine Stunde zurückgestellt wird, fällt der Berufsverkehr weitestgehend genau in die Dämmerung und somit in die Zeit, in der viele Wildtiere unterwegs sind. Neben unzähligen Igeln, Mardern, Greif- und Singvögeln, sterben jedes Jahr im Durchschnitt allein etwa 200.000 Rehe und über 25.000 Wildschweine im Straßenverkehr. Mit 275.000 Wildunfällen im Jahr 2017 waren es nach Angaben der deutschen Versicherer mehr als je zuvor. Mehrere Tausend Menschen werden jährlich verletzt, zum Teil auch mit Todesfolge. Um das Risiko zu minimieren, raten die Tierschützer Autofahrern insbesondere in Risikogebieten die Geschwindigkeit anpassen. 

„Besonders gefährlich sind Straßen durch Feld- und Waldgebiete – auch dann, wenn keine Schilder auf den Wildwechsel hinweisen. Zur Vorbeugung ist dort verstärkt eine vorsichtige und vorausschauende Fahrweise sinnvoll“, rät James Brückner, Leiter des Artenschutzreferats beim Deutschen Tierschutzbund. So lange herannahende Fahrzeuge nicht schneller als 50 bis 60 Kilometer pro Stunde fahren, haben Wildtiere zumindest noch eine Chance zur Flucht. Autofahrer sollten einen ausreichenden Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten, bremsbereit sein und die Seitenstreifen im Blick behalten. Nur so hat der Fahrer die Möglichkeit, rechtzeitig zu bremsen. Taucht Wild am Straßenrand auf, kann man versuchen, es durch lautes Hupen auf die Gefahr aufmerksam zu machen und vom Straßenrand zu vertreiben. Die Scheinwerfer aufzublenden bewirkt eher das Gegenteil: Das grelle Licht kann die Tiere verwirren und ihnen jede Orientierungsmöglichkeit nehmen. Oft geraten sie erst dadurch wirklich in Gefahr. Zudem ist zu beachten, dass einem Tier, das die Straße überquert, oft weitere folgen. 

Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Wildunfall, ist umgehend die Unfallstelle abzusichern und die Polizei vor Ort zu informieren. „Jeder Fahrzeugführer hat die ethische und gesetzliche Verpflichtung, sich um ein angefahrenes Tier zu kümmern. Aber auch eine Person, die den Unfall nicht selbst verursacht hat, sollte nicht wegschauen, sondern handeln“, so Brückner abschließend.

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Abend-Gassi gehen

Eintrag von Tierheim am 26.10.18 um 8:31 Uhr •

Liebe Gassi-Gänger, 

der Herbst ist nun da und damit werden leider auch die Tage wieder kürzer. Um Euch und die Hunde nicht in der Finsternis rumtapsen zu lassen, ist das letzte Abend-Gassi-Gehen daher am
Freitag, 12.10.18. 

Ab dem 13.10.18 gelten wieder die ganz "normalen" Zeiten:

Montags 9 – 16 Uhr
Dienstags 9 – 13 Uhr 
Mittwochs 9 – 13 Uhr
Donnerstags 9 – 16 Uhr
Freitags 9 – 13 Uhr  
Samstags 9 – 13 Uhr
Sonntags 9 – 12 Uhr

An dieser Stelle möchten wir Euch nochmal von ganzen Herzen für Euren Einsatz danken. Durch Eure Unterstützung leistet ihr einen unschätzbar wertvollen Beitrag, unseren Hunden den Aufenthalt im Tierheim etwas schöner zu gestalten. 

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Igel - braucht jeder unsere Hilfe??

Eintrag von Tierheim am 24.10.18 um 7:56 Uhr •

Bild

 von

Hilfsbedürftige Igelkinder

 

Liebe Igelfreunde,

im August kommen die meisten Igelkinder zur Welt. Nach 35 Tagen Tragzeit werden durchschnittlich vier bis sechs Igelsäuglinge geboren. Die Augen und Ohren sind noch zwei Wochen lang geschlossen.

11 Tage alte Igelkinder

elf Tage alte Igelkinder©Dinter

Ungefähr 24 Tage werden die Babys im Nest ausschließlich mit Muttermilch versorgt. Stoßen die ersten Milchzähnchen durch, werden die Jungen aktiver. Jetzt müssen sie lernen, was fressbar ist und was nicht, und zwar ohne Igelmutter. Die hat nämlich während der Jungenaufzucht einen riesigen Hunger und sucht in einem viel weiteren Umkreis nach Futter als ihr Nachwuchs. Das bedeutet: Igelmütter gehen nachts selbst auf Beutefang. Erst wenn der Morgen dämmert, trifft sich die Igelfamilie wieder im Wurfnest. Die Jungenaufzucht dauert insgesamt 6 Wochen. Im Idealfall wiegen die Jungigel dann um die 250 Gramm.

Wann brauchen Igelbabys unsere Hilfe?

  1. Manchmal wird ein Igelnest durch Gartenarbeiten zerstört. Die Igelmutter flüchtet zunächst und lässt ihren Nachwuchs zurück. Das muss noch nichts heißen. Erst wenn die Mutter auch nach zwei Sunden nicht zum Nest zurückkehrt, brauchen die Jungen unsere Hilfe.

     

    Babytransport©Dinter

    Babytransport©Dinter

  2. Tagaktive kleine Igelsäuglinge kriechen nur aus dem Nest, wenn die Mutter nicht da ist und sie schon längere Zeit nicht mehr gesäugt wurden. Auch dann brauchen die Tiere dringend unsere Hilfe.

Was ist zu tun?

 

Die Aufzucht verwaister Igelsäuglinge ist ein Mammutprojekt, dass je nach Alter und Anzahl der Babys sehr belastend sein kann. Für eine erfolgreiche Handaufzucht sind folgende fünf Punkte entscheidend: Wärme, Nahrung, Toiletting, Hygiene und die Dokumentation der Entwicklung.

Unterbringung

Igelkiste©Gehret

Die Unterbringung sollte in einer Kiste, ausgelegt mit Handtüchern erfolgen. Als Wärmequelle eignet sich eine Wärmflasche. Das Wasser muss regelmäßig geprüft und ausgetauscht werden. Es darf nie auskühlen. Die Igelbabys werden auf die, mit einem Handtuch umwickelte Wärmequelle, gesetzt und zusätzlich zugedeckt. Die Kiste muss so geräumig sein, dass die Säuglinge von der Wärmequelle wegkrabbeln können, sollte es ihnen doch zu warm werden.

Welpenersatznahrung

Für Igelsäuglinge eignet sich die Welpenersatznahrung „Esbilac“ oder „Babycat Milk“ von Royal Canin. Die Ersatzmilch wird nach Gebrauchsanweisung mit ungesüßtem Fencheltee angerührt. Gefüttert wird mit einer Einwegspritze mit einem weichen Aufsatz. In der Regel kann jede Tierarztpraxis eine solche Einwegspritze für Sie vorbereiten.

Igelsäugling©Gehret

Die Futtermenge sollte bei Igeln unter 100 Gramm ca. 25% des Körpergewichtes in 24 Stunden betragen. Bis zu einem Alter von 14 Tagen werden die Igelkinder Tag und Nacht gefüttert. Angefangen mit 10 Mahlzeiten in 24 Stunden. Mit zunehmendem Alter und Gewicht der Igelkinder erhöht sich die Trinkmenge, gleichzeitig werden die einzelnen Mahlzeiten langsam reduziert. So werden Igel ab ca. 100 Gramm nur noch tagsüber gefüttert. Sobald die Milchzähnchen durchstoßen, kann die Welpenersatznahrung zusätzlich mit kleinen Mengen Katzenfeuchtfutter vermischt und in einem flachen Schälchen angeboten werden.

Umstellung auf feste Nahrung ©Gehret

Umstellung auf feste Nahrung ©Gehret

Toiletting und Hygiene

Igelsäuglinge, die nicht selbstständig fressen, können ohne Hilfe keinen Kot absetzen. Der Igelpfleger muss also das Bäuchlein, die Geschlechtsorgane und den After massieren, bis die Tiere Kot und Urin abgeben. Solange die Igel ausschließlich Welpenersatznahrung bekommen, scheiden sie kleine grüne Kügelchen aus. Das ist normal. Hygiene ist nun ganz wichtig. Da Kot und Urin die zarte Haut der Igelbabys reizen, müssen die Jungen davon gesäubert werden. Erst danach kommen die Tiere zurück auf die Wärmflasche. Es kann nun vorkommen, dass die kleinen Igel auch zwischen den Mahlzeiten etwas Kot und Urin absetzen. Bitte reinigen Sie dann die Schlafkiste und wechseln Sie die Hand- und Küchentücher. Das Toiletting muss trotzdem stattfinden. Und zwar solange, bis die Tiere von alleine Nahrung aufnehmen. Das geschieht mit etwa 3-4 Wochen.

Dokumentation

Eine der wichtigsten Arbeiten in der Igelpflege ist die Dokumentation. Nur so lassen sich Veränderungen nachvollziehen. Bitte legen Sie für jedes Pflegetier ein Protokoll mit den Eckdaten Tier (Name, Erkennung), Datum, Gewicht, errechnete Tagesration, Fütterungszeit- und Menge und Besonderheiten an. Wiegen Sie jedes Tier einmal täglich zur gleichen Zeit (am besten morgens mit einer Digitalwaage), um die jeweilige Tagesfuttermenge zu errechnen.  Jedes Tier hat seine eigene Entwicklungszeit. Die Igel nehmen nicht gleichmäßig zu und fressen auch nicht immer die gleiche Menge. Notieren Sie sich das! Und ebenso ganz wichtig: Nach jeder Fütterung findet das Toiletting statt. Auch dieses Ergebnis muss notiert werden.

Allein oder zusammen?

Igelwürfe sollten zunächst zusammenbleiben und gemeinsam versorgt werden. Die Tiere wärmen sich gegenseitig. Mit einem Alter von ca. 4 Wochen, kann es jedoch sein, dass die ersten Raufereien um das „zusätzliche“ Futterschälchen beginnen. In manchen Fällen ist dann eine Trennung sinnvoll.

Übrigens: Ab einem gewissen Zeitpunkt (mit ca. 130 Gramm +/-) brauchen die Igel keine Wärmflasche mehr. Die Unterbringung muss dann bei Zimmertemperatur in einem artgerechten Käfig oder Freilauf stattfinden. Ab einem Gewicht von 250 Gramm können die Tiere, je nach Witterung, in ein Außengehege umziehen. Lässt es der Herbst noch zu, können die Igel noch vor dem Winterschlaf ausgewildert werden.

Sollten Sie noch Fragen haben, schreiben Sie mich an. igel@lbv.de

Liebe Grüße

Martina Gehret

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Tierschutzforschungspreis überreicht

Eintrag von Tierheim am 12.10.18 um 10:15 Uhr •

Heute hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den mit 25.000 Euro dotierten Tierschutzforschungspreis überreicht. Dieser zeichnet wissenschaftliche Arbeiten aus, die einen Beitrag zur Entwicklung von Methoden und Verfahren leisten, die Tierversuche ersetzen oder einschränken können. Dazu kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:

 

„Dass die Erforschung von Alternativmethoden zu Tierversuchen ausgezeichnet und gefördert werden, ist gut und richtig - wir gratulieren den diesjährigen Preisträgern. Dennoch scheinen Versuche an Tieren in der Forschung noch immer höchste Priorität zu genießen, während die Alternativmethodenforschung stiefmütterlich behandelt wird: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bekam im Jahr 2017 insgesamt 3,2 Milliarden Euro an Fördermitteln. Davon flossen lediglich 5 Millionen Euro in den Alternativmethodenbereich, also in tierversuchsfreie Forschung. Die Koalition aus CDU, CSU und SPD hat vereinbart, die Tierversuchszahlen zu reduzieren. Mit knapp 0,2 Prozent der Fördergelder, die hierfür genutzt werden, wird das nicht machbar sein. Gelder und Ressourcen müssen endlich und mit aller Kraft in tierversuchsfreie Forschung fließen.“

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