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Digital-Direkt GmbH spendet € 20.000,-

Eintrag von Tierheim am 04.10.18 um 9:21 Uhr •

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„Eine Herzensangelegenheit“
 
Die Digital-Direkt GmbH feiert ihr zehnjähriges Bestehen – und spendet 20.000 Euro
Barbing – Mit rund 150 Gästen hat die Digital-Direkt GmbH am vergangenen Samstag ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Als „Teil unserer Gemeinde“ bezeichnete der Barbinger Bürgermeister Johann Thiel (CSU) das Unternehmen, das Firmen herstellerunabhängig berät, wenn es um Drucken und Kopieren geht.


Dass Unternehmensgründer Markus Steller den Firmenleitspruch „Wir leben Werte“ ernst nimmt, durften am Samstag gleich vier Regensburger Vereine erfahren: das sozialpädagogische Zentrum St. Leonhard, das Team Bananenflanke, der Tierschutzverein und die Initiative Traumzeit, die krebskranken Kindern Herzenswünsche erfüllt. Im Rahmen der Feier überreichte Steller gemeinsam mit Bürgermeister Thiel den Vertretern der Vereine jeweils einen Spendenscheck über 5.000 Euro. „Für uns ist das eine Herzensangelegenheit“, sagte Markus Steller.


Auch Bürgermeister Thiel freute sich darüber, „viele Kinderaugen zum Strahlen“ zu bringen – und würdigte die Entwicklung der Digital-Direkt GmbH. Die Firma „zeichnet seit ihrer Gründung aus, die Zeichen der Zeit zu erkennen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an sich zu binden, die genau das können, worauf es gerade ankommt, und zielgenau das anzubieten, was im Moment gefragt ist“, sagte Thiel.


Die Gäste feierten das Jubiläum gemeinsam mit der Digital-Direkt GmbH auf dem Firmengelände in Barbing-Unterheising. Neben einem Vorspeisen- und Grillbüffet gehörten Kinderschminken, Hüpfburg und eine spektakuläre Feuershow zum Unterhaltungsprogramm. Schließlich sorgten Cocktails und DJ-Musik dafür, dass die Zehn-Jahres-Feier erst in den frühen Morgenstunden zu Ende ging. 
 

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Zugvögel verlassen Deutschland

Eintrag von Tierheim am 02.10.18 um 9:57 Uhr •

Quelle: Newsletter LBV vom 30.9.18

Spannende Naturerlebnisse beim BirdWatch

Gemeinsam Zugvögel beobachten

Kraniche fliegen ab | © Leon Sommer © Leon Sommer Der spektakuläre Flug der Kraniche.

Zum Höhepunkt des Vogelzuges über Deutschland ruft der LBV zusammen mit dem NABU im Rahmen des European BirdWatch zur Vogelbeobachtung auf. Bundesweit stehen am 6. und 7. Oktober 2018 zahlreiche fachkundig geleitete Exkursionen im Programm. Sie wollten schon immer einmal wissen, welche Vogelarten zur Zugzeit zu beobachten sind und wie man ziehende Vögel in einem Schwarm identifizieren kann? Dann haben Sie am BirdWatch-Wochenende Gelegenheit, sich einer der zahlreichen LBV-Exkursionen anzuschließen und den Vogelzug live mitzuerleben. Alternativ kann auch jeder auf eigene Faust zum Fernglas greifen und seine Beobachtungen im Internet melden.

Mehr als 50 Millionen Zugvögel verlassen im Herbst ihre Brutgebiete in Deutschland, um eine Reise in wärmere Gefilde anzutreten. Eine noch weitaus größere Zahl wird unser Land überqueren, hier an geeigneten Rastplätzen auftanken und weiterziehen oder aber auch den Winter über bei uns Station machen. Manche Vögel ziehen nachts und dadurch von den meisten Menschen unbemerkt, andere legen tagsüber weite Strecken zurück – in großen Schwärmen oder auch allein.

Bei unserem Partner NABU können Sie hier Ihre Daten eingeben.

Hintergründe

Das faszinierende Schauspiel des Vogelzugs soll möglichst viele Naturfreunde begeistern. Der European BirdWatch ist eine jährlich stattfindende Aktion, die der Dachverband BirdLife International seit 1993 jährlich organisiert. Er ist das größte Vogelbeobachtungsereignis der Welt, bei dem in diesem Jahr 28 europäische Staaten teilnehmen. Ziel dieser Aktionen ist das Erkennen von Veränderungen im Zugverhalten unserer Zugvögel. Im Jahr 2013 konnten die Vogelfreunde in Deutschland insgesamt 41.000 Vögel von 126 verschiedenen Arten beobachten. Neben so häufigen Zugvögeln wie Graugans, Buchfink oder Kranich gab es auch seltenere Arten, z.B. wie Turteltaube, Schwarzstorch oder Pirol zu bestaunen.

Am Birdwatch-Wochenende greifen Vogelfreunde nicht nur in Deutschland, sondern zeitgleich rund um den Globus zu den Ferngläsern und spähen gemeinsam in den Himmel. Wer mitmachen möchte, ist dazu aufgerufen, seine Beobachtungen beim NABU zentral zu melden. Hier werden alle Beobachtungsergebnisse aus Deutschland gesammelt, ausgewertet und anschließend auch BirdLife International zur Verfügung gestellt.

Gleichzeitig setzen sich BirdLife International und seine nationalen Partner konsequent für den Schutz der Zugvögel ein. Denn der Zug und die Überwinterung birgt für viele Arten ein großes Risiko.

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Hilferuf des Tierheim Dingolfing

Eintrag von Tierheim am 26.09.18 um 16:05 Uhr •

Dringender Hilferuf Der Tierschutzverein Dingolfing-Landau / Tierheim Quellenhof suchen dringend eine Aufnahmemöglichkeit für den Kangalrüden Arsalan.

Die Familie zieht am Wochenende in die Türkei zurück und kann den Hund nicht mitnehmen. Wer kann uns helfen? Bitte 08734/937261 anrufen oder E-Mail info@quellenhof-passbrunn.de

Dringend Zuhause für Arslan gesucht Leider sind wir aufgrund eines Schicksalsschlages, einer Krankheit und auch altersbedingt dazu gezwungen, unseren treuen Begleiter und Schützling nach mehr als 5 Jahren abzugeben und das Beste zu versuchen, um ihm ein neues Heim zu ermöglichen, wo er sich wohl fühlen kann. Er ist seinem Alter entsprechend ungewohnt verspielt und verträgt sich mit anderen Artgenossen nach einer Eingewöhnungsphase sehr gut. Gegenüber Menschen und Kindern zeigte er sich stets von seiner besten Seite und keinerlei Aggressionen. Seine Grundausbildung in der Hundeschule absolvierte er als Jahrgangsbester und zeigte, wie gewohnt, dass er gefördert und unterstützt werden will. Er ist gechipt, entwurmt, geimpft, nicht kastriert und somit in bester Verfassung. Er ist absolut reinrassig. 

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95 Prozent der Ferkel wird der Schwanz kupiert

Eintrag von Tierheim am 25.09.18 um 9:44 Uhr •

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Pressemeldung

24.09.2018 

Deutschland verstößt gegen EU-Recht

Audit zeigt: Schwanzkupieren bei 95 Prozent der Schweine 

Ein aktueller Auditbericht der Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der EU-Kommission zeigt, dass bei 95 Prozent der Schweine in Deutschland der Ringelschwanz kupiert wird. Damit verstößt Deutschland gegen geltendes EU-Recht. Denn das routinemäßige Schwanzkupieren ist durch eine EU-Richtlinie seit 1994 verboten. Der Deutsche Tierschutzbund fordert, das routinemäßige Kupieren endlich zu beenden. Dafür müssen auch dringend die Haltungsbedingungen verändert und die gesetzlichen Anforderungen an die Schweinehaltung erhöht werden.  

„Wir fordern von der Bundesregierung einen Plan zum schrittweisen Ausstieg aus dem Schwanzkupieren mit verbindlichen Fristen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Zudem muss die Bundesregierung die gesetzlichen Voraussetzungen schaffen, damit das Halten von Schweinen mit Ringelschwanz keine tierschutzrelevanten Folgen hat.“ Aus Sicht der Tierschützer sollte die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung dahingehend geändert werden, dass die vorherrschenden Warmställe mit Vollspaltenböden, in denen eine tiergerechte Haltung nicht möglich ist, nicht mehr gebaut werden dürfen. Neu- und Umbauten sollten eine tiergerechte Schweinehaltung ermöglichen - mit ausreichend Platz, strukturierten Buchten, geeigneter Beschäftigung, planbefestigten und eingestreuten Liegebereichen sowie Auslauf. 

Hintergrund: Schwanzkupieren

Obwohl durch die europäische Gesetzgebung seit 1994 verboten, wird das Kupieren der Ringelschwänze in Deutschland immer noch routinemäßig im frühen Ferkelalter durchgeführt. Dies belegt auch der aktuelle Bericht der EU-Kommission. Die Amputation soll verhindern, dass die Schweine sich gegenseitig an den Schwänzen verletzen. Diese Verhaltensstörung entsteht jedoch erst durch die Bedingungen in der industriellen Schweinehaltung: Die intelligenten Tiere leben dort in einem monotonen Stall auf Vollspaltenböden und haben keinerlei Beschäftigung. Aufgrund von Langeweile oder Stress beginnen sie in die Schwänze der anderen Tiere zu beißen. „Statt die Tiere durch eine Amputation dem Haltungssystem anzupassen, braucht es tiergerechte Haltungssysteme, die sich an dem natürlichen Verhalten und den Bedürfnissen der Tiere orientieren“, so Schröder. 

Hinweis an die Redaktionen: Der Deutsche Tierschutzbund kämpft zusammen mit seiner europäischen Dachorganisation, der Eurogroup for Animals, mit der Kampagne #EndPigPain und einer Petition für bessere Bedingungen in der Schweinehaltung: www.tierschutzbund.de/endpigpain

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Igelkinder unterwegs

Eintrag von Tierheim am 01.09.18 um 7:56 Uhr •

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Hilfsbedürftige Igelkinder

 

Liebe Igelfreunde,

im August kommen die meisten Igelkinder zur Welt. Nach 35 Tagen Tragzeit werden durchschnittlich vier bis sechs Igelsäuglinge geboren. Die Augen und Ohren sind noch zwei Wochen lang geschlossen.

11 Tage alte Igelkinder

elf Tage alte Igelkinder©Dinter

Ungefähr 24 Tage werden die Babys im Nest ausschließlich mit Muttermilch versorgt. Stoßen die ersten Milchzähnchen durch, werden die Jungen aktiver. Jetzt müssen sie lernen, was fressbar ist und was nicht, und zwar ohne Igelmutter. Die hat nämlich während der Jungenaufzucht einen riesigen Hunger und sucht in einem viel weiteren Umkreis nach Futter als ihr Nachwuchs. Das bedeutet: Igelmütter gehen nachts selbst auf Beutefang. Erst wenn der Morgen dämmert, trifft sich die Igelfamilie wieder im Wurfnest. Die Jungenaufzucht dauert insgesamt 6 Wochen. Im Idealfall wiegen die Jungigel dann um die 250 Gramm.

Wann brauchen Igelbabys unsere Hilfe?

  1. Manchmal wird ein Igelnest durch Gartenarbeiten zerstört. Die Igelmutter flüchtet zunächst und lässt ihren Nachwuchs zurück. Das muss noch nichts heißen. Erst wenn die Mutter auch nach zwei Sunden nicht zum Nest zurückkehrt, brauchen die Jungen unsere Hilfe.

     

    Babytransport©Dinter

    Babytransport©Dinter

  2. Tagaktive kleine Igelsäuglinge kriechen nur aus dem Nest, wenn die Mutter nicht da ist und sie schon längere Zeit nicht mehr gesäugt wurden. Auch dann brauchen die Tiere dringend unsere Hilfe.

Was ist zu tun?

 

Die Aufzucht verwaister Igelsäuglinge ist ein Mammutprojekt, dass je nach Alter und Anzahl der Babys sehr belastend sein kann. Für eine erfolgreiche Handaufzucht sind folgende fünf Punkte entscheidend: Wärme, Nahrung, Toiletting, Hygiene und die Dokumentation der Entwicklung.

Unterbringung

Igelkiste©Gehret

Die Unterbringung sollte in einer Kiste, ausgelegt mit Handtüchern erfolgen. Als Wärmequelle eignet sich eine Wärmflasche. Das Wasser muss regelmäßig geprüft und ausgetauscht werden. Es darf nie auskühlen. Die Igelbabys werden auf die, mit einem Handtuch umwickelte Wärmequelle, gesetzt und zusätzlich zugedeckt. Die Kiste muss so geräumig sein, dass die Säuglinge von der Wärmequelle wegkrabbeln können, sollte es ihnen doch zu warm werden.

Welpenersatznahrung

Für Igelsäuglinge eignet sich die Welpenersatznahrung „Esbilac“ oder „Babycat Milk“ von Royal Canin. Die Ersatzmilch wird nach Gebrauchsanweisung mit ungesüßtem Fencheltee angerührt. Gefüttert wird mit einer Einwegspritze mit einem weichen Aufsatz. In der Regel kann jede Tierarztpraxis eine solche Einwegspritze für Sie vorbereiten.

Igelsäugling©Gehret

Die Futtermenge sollte bei Igeln unter 100 Gramm ca. 25% des Körpergewichtes in 24 Stunden betragen. Bis zu einem Alter von 14 Tagen werden die Igelkinder Tag und Nacht gefüttert. Angefangen mit 10 Mahlzeiten in 24 Stunden. Mit zunehmendem Alter und Gewicht der Igelkinder erhöht sich die Trinkmenge, gleichzeitig werden die einzelnen Mahlzeiten langsam reduziert. So werden Igel ab ca. 100 Gramm nur noch tagsüber gefüttert. Sobald die Milchzähnchen durchstoßen, kann die Welpenersatznahrung zusätzlich mit kleinen Mengen Katzenfeuchtfutter vermischt und in einem flachen Schälchen angeboten werden.

Umstellung auf feste Nahrung ©Gehret

Umstellung auf feste Nahrung ©Gehret

Toiletting und Hygiene

Igelsäuglinge, die nicht selbstständig fressen, können ohne Hilfe keinen Kot absetzen. Der Igelpfleger muss also das Bäuchlein, die Geschlechtsorgane und den After massieren, bis die Tiere Kot und Urin abgeben. Solange die Igel ausschließlich Welpenersatznahrung bekommen, scheiden sie kleine grüne Kügelchen aus. Das ist normal. Hygiene ist nun ganz wichtig. Da Kot und Urin die zarte Haut der Igelbabys reizen, müssen die Jungen davon gesäubert werden. Erst danach kommen die Tiere zurück auf die Wärmflasche. Es kann nun vorkommen, dass die kleinen Igel auch zwischen den Mahlzeiten etwas Kot und Urin absetzen. Bitte reinigen Sie dann die Schlafkiste und wechseln Sie die Hand- und Küchentücher. Das Toiletting muss trotzdem stattfinden. Und zwar solange, bis die Tiere von alleine Nahrung aufnehmen. Das geschieht mit etwa 3-4 Wochen.

Dokumentation

Eine der wichtigsten Arbeiten in der Igelpflege ist die Dokumentation. Nur so lassen sich Veränderungen nachvollziehen. Bitte legen Sie für jedes Pflegetier ein Protokoll mit den Eckdaten Tier (Name, Erkennung), Datum, Gewicht, errechnete Tagesration, Fütterungszeit- und Menge und Besonderheiten an. Wiegen Sie jedes Tier einmal täglich zur gleichen Zeit (am besten morgens mit einer Digitalwaage), um die jeweilige Tagesfuttermenge zu errechnen.  Jedes Tier hat seine eigene Entwicklungszeit. Die Igel nehmen nicht gleichmäßig zu und fressen auch nicht immer die gleiche Menge. Notieren Sie sich das! Und ebenso ganz wichtig: Nach jeder Fütterung findet das Toiletting statt. Auch dieses Ergebnis muss notiert werden.

Allein oder zusammen?

Igelwürfe sollten zunächst zusammenbleiben und gemeinsam versorgt werden. Die Tiere wärmen sich gegenseitig. Mit einem Alter von ca. 4 Wochen, kann es jedoch sein, dass die ersten Raufereien um das „zusätzliche“ Futterschälchen beginnen. In manchen Fällen ist dann eine Trennung sinnvoll.

Übrigens: Ab einem gewissen Zeitpunkt (mit ca. 130 Gramm +/-) brauchen die Igel keine Wärmflasche mehr. Die Unterbringung muss dann bei Zimmertemperatur in einem artgerechten Käfig oder Freilauf stattfinden. Ab einem Gewicht von 250 Gramm können die Tiere, je nach Witterung, in ein Außengehege umziehen. Lässt es der Herbst noch zu, können die Igel noch vor dem Winterschlaf ausgewildert werden.

Sollten Sie noch Fragen haben, schreiben Sie mich an. igel@lbv.de

Liebe Grüße

Martina Gehret

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Abschuss von Gänsen - Tierschutzbund erstattet Anzeig

Eintrag von Tierheim am 27.08.18 um 11:12 Uhr •

25.08.2018 

Pressemitteilung: Der Landesverband Bayern kritisiert Gänse-Abschuss in Nürnberg und erstattet Anzeige! 

Anlässlich der Bejagung von Kanada- und Graugänse am Südufer des Wöhrder Sees am vergangenen Samstag (18.08.18), sind mehrere Wildgänse getötet worden – um die Tiere von der Bucht am Norikus zu vertreiben. Der Deutscher Tierschutzbund, Landesverband Bayern, kritisiert die Methode als ineffektiv und kritisiert gleichzeitig die Ausführung. Eine Gans war nach den Angaben des Tierschutzvereins Noris angeschossen, zurückgelassen worden und erst nach einer Stunde verendet. Aufgrund der länger anhaltender Schmerzen oder Leiden eines Wirbeltieres und der Vermutung, dass von den Jägern keine brauchbaren Jagdhunde eingesetzt worden waren, sehen die Tierschützer einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und das Bayerische Jagdgesetz.

Letale Managementmaßnahmen, wie etwa jagdliche Mittel, können weder als tierschutzgerecht, noch als besonders effektiv im Sinne einer Verringerung der Population oder der Vergrämung eingestuft werden. Teilweise wirken sie sich sogar gegenteilig aus, denn bei Gänsen ist es meist so, dass viele Nichtbrüter in der Gruppe vorhanden sind. Wenn nun einige Gänse, aufgrund Vergrämungsabschüssen getötet werden, werden sie schnell durch „Nachrücker“ ersetzt.  

Die Stadt Nürnberg hätte nach Ansicht des Landesverbandes intensiver über andere Managementmaßnahmen bzw. Gesamtkonzepte nachdenken und diese konsequent und über einen langen Zeitraum umsetzen sollen, denn nur diese Methodik ist nachhaltig. Sinnvoll wären attraktive Ausweichflächen in der Nähe gewesen, wo die Gänsepopulationen beispielsweise mit Gelegeaustausch besser hätten kontrolliert werden können. Andere mögliche Methoden, die immer kombiniert mit dem Angebot an Ausweichflächen umgesetzt werden sollten, sind: 

• Bewegliche Objekte wie Flatterbänder und Windräder verunsichern Gänse. Wenn in der Nähe
ein Bereich ohne diese Verunsicherung ist, so wird dieser bevorzugt aufgesucht. Auch hier besteht die Gefahr der Gewöhnung.

• Wechselnde Methoden, wie etwa Ballons (mit Augenpunkten), Kunstwerke oder Aktionen
können den Gänsebestand auf bestimmten Flächen ebenfalls reduzieren (sofern Gänse flugfähig sind). Hierbei muss darauf geachtet werden, dass andere Tierarten nicht ständig gestört werden (etwa durchgängiger Lärm sollte unterlassen werden).

• Anderer Schnitt des Rasens der betroffenen Flächen, denn kurzer (gemähter) Rasen ist äußerst attraktiv für Gänse: Grassorten wie beispielsweise Seggengräser oder Kentucky Blue Grass sind nicht nahrhaft für Gänse. 

Leider erfolgte durch die von der von der Stadt Nürnberg gebildeten „Gänse Task-Force“ im Vorfeld keine Verhältnismäßigkeitsprüfung. Bei einer Kollision zwischen den Nutzerinteressen der Badegäste zum einen und dem Schutz der Tiere zum anderen, hätte man nach Auffassung von Fachleuten schonendere als auch effektivere Lösungsansätze verfolgen können. 

Es wurden bereits mehrere Anzeigen (auch vom Landesverband Bayern), sowohl gegen die beiden Jäger, als auch gegen den zweiten Bürgermeister der Stadt Nürnberg (Christian Vogel) und auch gegen die Mitarbeiter der Task Forces erstattet.

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