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Der Deutsche Tierschutzbund und sein Tierschutz- und Kastrationszentrum im ukrainischen Odessa ziehen ein durchweg positives Fazit der Katzenkastrationsaktion. Im vergangenen Jahr konnten über 5.000 Katzen kastriert werden. Im Rahmen der Aktion konnten finanzschwächere Einwohner, die sich oft bereits um die Straßentiere kümmern, frei lebende Katzen zum Tierarzt bringen und dort kastrieren lassen. Dazu wurden entsprechende Gutscheine über beteiligte Tierkliniken ausgeteilt. Die Kastration ist die einzig nachhaltige und tierschutzgerechte Methode, um die große Zahl der Straßenkatzen und das damit verbundene Leid für die Tiere einzudämmen.
 
„Lob gebührt allen Beteiligten für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Ich hoffe, dass die Stadt diese Aktion weiterhin fördert und sie dieses Jahr in das städtische Tierschutzprogramm aufnimmt. Nur so kann das Projekt weitergeführt und dem Elend der Straßenkatzen ein Ende bereitet werden“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Die Stiftung des Deutschen Tierschutzbundes hatte durch finanzielle Unterstützung die erstmalige Durchführung einer Katzenkastrationsaktion ermöglicht.  Auch die Leiterin der ökologischen Abteilung der Stadt, dankt für die großartige Zusammenarbeit aller Beteiligten und spricht sich für eine Fortsetzung der Kastrationsaktion in Kooperation mit der Stadt aus.
 
Die Bürger der Stadt, die sich um die Straßentiere kümmern und frei lebende Katzen zum Tierarzt bringen, haben grundlegend mitgewirkt, dass im Zeitraum vom 1. November 2016 bis zum 28. Februar 2017 über 5.000 Katzen in den beteiligten 32 Kliniken kastriert werden konnten. Geht man rein rechnerisch davon aus, dass eine Katze zweimal im Jahr jeweils drei Junge zur Welt bringt und die Kater jeweils zwei Kätzinnen decken, so wurden durch die durchgeführten Kastrationen hochgerechnet etwa 77.000 Geburten in diesem Zeitraum verhindert. Diese Jungtiere wurden vor einem traurigen Leben auf den Straßen bewahrt.
 
Hintergrund:
Straßenkatzen stammen von ausgesetzten oder zurückgelassenen Hauskatzen oder unkastrierten Freigängern ab. Obwohl die Tiere meist scheu sind, sind sie als domestizierte Tiere nicht in der Lage, sich und ihre Nachkommen vollständig alleine zu versorgen. Die Tiere leiden an Unter- und Mangelernährung, Krankheiten und Parasiten. Viele Jungkatzen erreichen das Erwachsenalter nicht. Im Tierschutzzentrum in Odessa versorgen Tierärzte und Tierpfleger aus Odessa Straßenhunde und -katzen medizinisch, impfen, kastrieren und markieren sie. Nach einer Erholungs- und Aufbauphase werden die Tiere in ihrem angestammten Revier wieder freigelassen. Aber auch die Kastration von Privattieren stellt einen wichtigen Bestandteil zur Reduzierung der Straßentierpopulation dar.
 
Bildmaterial
Bildunterschrift: Katze im Tierschutz- und Kastrationszentrum Odessa
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. 

Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
In der Raste 10
D-53129 Bonn
Tel: +49-(0)228-6049624
Fax: +49-(0)228-6049641
 
 
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