Pressemelden wg. Tiertransporte

Eintrag von Tierheim am 23.11.17 um 8:47 Uhr •

Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes

22.11.2017

Reaktion auf den ZDF „37 Grad“-Beitrag - Qualvolle Tiertransporte und Schlachtung in EU-Drittländern

Bei ihrem Weg aus der EU in Drittländer sind Tiere qualvoll lange und oft unter tierschutzwidrigen Bedingungen unterwegs.
Bei der Verladung, dem Transport und schließlich der Schlachtung erleiden sie extreme Qualen.
Das zeigen neue erschreckende Bilder, die das ZDF gestern in einem „37 Grad“-Beitrag zeigte.
Tierschutzstandards in den Drittländern liegen, falls sie überhaupt existieren, hinter denen der EU zurück.
Der Deutsche Tierschutzbund fordert daher die Bundesregierung und alle EU-Staaten auf, sich des Problems anzunehmen.
Der Verband selbst hatte bereits mehrfach in den letzten Jahren durch Recherchen das Leid von Rindern, Schafen,
aber auch Pferden und anderen Tieren in Transporten dokumentiert.

„Innerhalb Deutschlands und den Innengrenzen Europas ist das Leid auf dem Asphalt und in Schlachthöfen schon massiv.
Jenseits der EU-Außengrenzen werden die Tiere oft zu extremsten Bedingungen transportiert und geschlachtet. Das ist unethisch
und grausam“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes „Die derzeit geschäftsführende Bundesregierung
muss ihren ganzen Einfluss auf EU-Ebene einsetzen, damit diese bisher offenbar politisch geduldete Tierqual ein Ende hat.“
Obwohl es ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs gibt, dass EU-Recht und damit Tierschutzvorgaben bis zum Bestimmungsort
der Tiere einzuhalten sind, wird dies in der Praxis nicht umgesetzt. Die Tierschutzbestimmungen in den Zielländern sind dagegen
oft unzureichend oder gar nicht vorhanden. „Es darf nicht sein, dass sich die EU-Länder immer nur bis zu ihrer eigenen Grenze
für den Schutz der transportierten Tiere zuständig fühlen. Hier sind alle Mitgliedstaaten in der Verantwortung zu gewährleisten,
dass die Tiere sicher am Zielort ankommen“, so Schröder.

Export aus wirtschaftlichen Gründen

Die Gründe für den Export lebender Tiere in Drittländer sind rein wirtschaftlich. So sind Milchkühe oft sehr stark auf eine möglichst
hohe Milchleistung gezüchtet. Ihre weiblichen Nachkommen werden als Milchkühe genutzt, die männlichen Kälber haben dagegen
kaum wirtschaftlichen Wert, da sie keine Milch geben können und auch kaum Fleisch ansetzen. Besonders diese Tiere werden – oft über
mehrere Zwischenstationen – exportiert. „Ich setze darauf, dass deutsche Landwirte ihren Tieren unnötiges Leid ersparen möchten.
Wirtschaftliche Gründe dürfen sie nicht dazu zwingen, ihre Tiere in ein ungewisses Schicksal zu schicken“, sagt Schröder und betont,
dass es um System- und Strukturfragen geht, die dringend angegangen werden müssen. Langfristig müssen aus Sicht der Tierschützer
die Rückkehr zu Zweinutzungsrassen und regionalen Strukturen bzw. der Transport von Fleisch anstelle lebender Tiere die Lösung sein.

 Mehr Informationen zum Hintergrund finden Sie online unter: www.tierschutzbund.de/kampagne-tiertransporte.

10 Aufrufe

Ein voller Erfolg - Tierheim-Weihnachtsflohmarkt

Eintrag von Tierheim am 21.11.17 um 8:48 Uhr •

Bild BildBild Bild Bild

Bild Bild Bild

Ein voller Erfolg war der diesjährige Weihnachtsflohmarkt im Tierheim Regensburg am vergangenen Samstag. Viele Tierfreunde fanden den Weg zu uns, um sich das reichhaltige Angebot an weihnachtlichen Dekosachen, Büchern u. v. m. anzusehen.

Zum Wohle unserer Tiere blieb es nicht nur beim Ansehen, sondern auch der Umsatz stimmte. Das freute unsere ehrenamtlichen Verkäufer besonders, hatte sich doch die viele Mühe dadurch mehr als gelohnt. 

Wer zu diesem Termin keine Zeit hatte, kann gerne noch bei uns vorbei schauen. Es sind noch viele schöne Artikel übrig. Wir freuen uns auf Besuch.

Ihre Ansprechpartnerin für Flohmarktartikel im Tierheim: Frau Ingrid Stuber, Telefon: 0941/85271.
 
 
267 Aufrufe

Pressemeldung 08.11.2017 - World Dog Show in Leipzig (8.-12.11.2017):

Eintrag von Tierheim am 09.11.17 um 0:00 Uhr •

Bild
Hunde mit Qualzuchtmerkmalen oft weit verbreitet

Die heute beginnende World Dog Show in Leipzig zeigt bei Rassehundewettbewerben über 31.000 Hunde aus 280 Rassen und 73 Ländern. Der Deutsche Tierschutzbund macht zu diesem Anlass auf das Thema der Qualzuchten aufmerksam, die häufig unter Rassetieren zu finden sind.

„Solche Wettbewerbe richten ihr Hauptaugenmerk häufig auf das Aussehen und weniger auf die Gesundheit und Zuchttauglichkeit des Tieres“, sagt Andrea Furler-Mihali, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. „Oft belegen Hunde mit sehr auffälligen Qualzuchtmerkmalen die ersten Plätze, weil Richter für das Thema nicht genügend sensibilisiert sind oder das Aussehen der Tiere den gewünschten Rassestandards entspricht.“ Ein weiteres Problem sieht Furler-Mihali darin, dass die Hunde, die in ihrer Kategorie die vorderen Ränge belegen, als Zuchttiere voraussichtlich sehr gefragt sind. Handelt es sich bei ihnen jedoch um Tiere mit extremen Merkmalen von Qualzucht, verbreitet sich diese Ausprägung weiter in der Rasse.

Schmerzen und Leiden werden in Kauf genommen

Bei Tieren mit Qualzuchtmerkmalen werden durch die Zucht bestimmte Merkmale geduldet oder gefördert, die gesundheitliche Probleme mit sich bringen. Ein klassisches Beispiel ist die Rund- und Kurzköpfigkeit, wie man sie bei Mops oder französischer Bulldogge findet. In der Folge leiden die Tiere meist unter Atemnot und neigen zu Augenkrankheiten und weiteren gesundheitlichen Problemen. Wenn die Zucht zu anhaltenden Schmerzen, Leiden oder Schäden führt, ist sie laut Tierschutzgesetz eigentlich verboten. Die gesetzliche Formulierung ist jedoch schwammig und Rassestandards sind größtenteils immer noch so konzipiert, dass die Zuchtziele mit einer Qualzüchtung verbunden und als „normal“ anerkannt sind. Viele Behörden sind daher damit überfordert, Qualzuchten zu erkennen und dagegen vorzugehen. Vor dem Hintergrund dieser Probleme fordert der Deutsche Tierschutzbund eine rechtlich verbindliche Verordnung, die klar definiert, was als Qualzucht gilt. Der Verband begrüßt, dass die Tierschutzbeauftragten der Bundesländer beschlossen hatten, dass mindestens einer der Landesbeauftragten die Welthundeausstellung in Leipzig im Hinblick auf die Qualzuchtdiskussion besuchen wird.

Mehr Informationen finden Sie online unter www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/heimtiere/qualzucht-bei-heimtieren.

Bildmaterial Bildunterschrift: Kurzköpfige Hunde wie etwa der Mops leiden meist unter Atemnot und Augenproblemen. Copyright: M. Schicht


Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
In der Raste 10
D-53129 Bonn
Tel: +49-(0)228-6049624
Fax: +49-(0)228-6049641
 
 
111 Aufrufe

VeggieWorld Berlin vom 11.-12.11.17

Eintrag von Tierheim am 06.11.17 um 15:06 Uhr •

Bild

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

vom 11. bis 12.11.2017 öffnet die VeggieWorld Berlin zum 3. Mal ihre Tore und heißt alle an der vegan-vegetarischen Lebensweise Interessierte herzlich willkommen. Dort warten Pflanzliche Köstlichkeiten, tierleidfreie Kosmetik und Mode, ein buntes Rahmenprogramm und Stars der veganen Kochszene. ProVeg ist als initiator der Messe mit einem Stand vor Ort und klärt in einem spannenden Vortrag auf, warum eine pflanzliche Ernährung viele der drängendsten globalen Probleme lösen kann.
https://proveg.com/de/

115 Aufrufe

Bild

Der Deutsche Tierschutzbund und sein Tierschutz- und Kastrationszentrum im ukrainischen Odessa konnten in den Jahren 2016/2017 im Rahmen einer Kampagne über 5.000 Katzen kastrieren. Ab dem 1. November geht die erfolgreiche Aktion nun in die zweite Runde. Erneut können Einwohner, die sich oft bereits um die Straßentiere kümmern, frei lebende Katzen zum Tierarzt bringen und dort kostenlos kastrieren lassen. Dazu kooperieren die Tierschützer, die entsprechende Gutscheine ausstellen, mit den örtlichen Tierkliniken. Die Kastration und das anschließende wieder Freilassen ist die einzig nachhaltige und tierschutzgerechte Methode, um die große Zahl der Straßenkatzen und das damit verbundene Leid für die Tiere einzudämmen.

„Trotz der tollen Erfolge in den letzten Jahren wächst die Katzenpopulation noch stetig an“, erklärt Dr. Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes. „Insbesondere Katzenjunge haben oft geringe Überlebenschancen. Viele von ihnen sterben qualvoll an Unterernährung, Revierkampf- und Unfallverletzungen oder für den Menschen ungefährlichen Infektionskrankheiten. Wenn diese Katzen nicht kastriert werden, vermehren sie sich unbeschränkt.“

Um der Entwicklung großer Straßenkatzenpopulationen wirkungsvoll begegnen zu können, hat sich der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit dem Tierschutzzentrum Odessa dazu entschlossen, eine weitere Katzenkastrationsaktion vom 1. November 2017 bis zum 28. Februar 2018 mithilfe der Bürgerinnen und Bürger von Odessa und den Tierkliniken der Stadt durchzuführen. So wollen die Tierschützer entstandenes und täglich neu entstehendes Tierleid weiterhin nachhaltig und human bekämpfen.

Hohe Fortpflanzungsrate verursacht Populationswachstum

Katzen sind bereits mit einem halben Jahr geschlechtsreif. Weibliche Tiere sind mehrfach im Jahr paarungsbereit. Nach erfolgreicher Paarung bringt eine Katze nach rund 65 Tagen vier bis sechs Jungtiere zur Welt. Obwohl die Überlebenschance bei Straßentieren gering ist, führt der Nachwuchs schnell zum Wachstum der Population. Selbst wenn von zwei Würfen im Jahr nur jeweils drei Jungtiere überleben und diese in gleicher Weise Nachwuchs zeugen, kommt man rein rechnerisch in mehreren Jahren auf einige 100.000 Nachkommen. 

Bildmaterial: Bildunterschrift: Katze im Tierschutz- und Kastrationszentrum Odessa Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
In der Raste 10
D-53129 Bonn
Tel: +49-(0)228-6049624
Fax: +49-(0)228-6049641
 
 
122 Aufrufe

Tierschutz-Tipps: So wird der Garten winterfit für Wildtiere

Eintrag von Tierheim am 21.10.17 um 16:42 Uhr •

Bild

Im Herbst wird es Zeit, den Garten winterfit zu machen – und zwar so, dass auch die Tiere etwas davon haben. Der Deutsche Tierschutzbund gibt Tipps, wie man Igeln, Eidechsen oder Wildbienen das Überwintern erleichtert und wie man Wildtiere bei der täglichen Nahrungssuche unterstützen kann.

„Akkurat angelegte und aufgeräumte Gärten machen es den Tieren schwer, Nahrung oder einen Unterschlupf zu finden“, erklärt James Brückner, Leiter des Artenschutzreferats beim Deutschen Tierschutzbund. „Wer das Laub dagegen liegen lässt – zumindest auf einigen Haufen – bietet Igeln, Reptilien und Kleintieren, wie Regenwürmern oder Käfern, die anderen als Nahrung dienen, ein Versteck.“ Statt zu Laubbläsern und –saugern, die kleinere Igel und andere Tiere einsaugen und töten können, greift man besser zu Rechen oder Harke. Die stark gefährdeten Wildbienen bevorzugen zum Überwintern altes Gehölz, hohle Stängel verschiedener Pflanzen oder Baumhöhlen, die ihnen Schutz bieten. Verblühte Stauden sollten also auf keinen Fall abgeschnitten und tote Äste nicht entsorgt werden. Nutznießer von verblühten Stauden sind zudem viele Vögel, die aus den Blütenresten die Insekten herauspicken.

Artgerechte Zufütterung kann helfen
Wer nicht ohnehin das ganze Jahr füttert, kann Vögel bei lang anhaltendem Frost oder Schnee unterstützen – je nach Art mit Körnerfutter, etwa mit Sonnenblumenkernen oder Getreide, mit Insektenlarven oder mit Obst, zum Beispiel mit Äpfeln. Eichhörnchen legen zwar Futtervorräte für den Winter an, kommen aber bei Bodenfrost oft nicht an die vergrabenen Schätze heran. Sie freuen sich ebenfalls über Sonnenblumenkerne, aber auch über Bucheckern, Wal- und Haselnüsse oder Äpfel und Birnen. Igel müssen sich vor ihrem Winterschlaf, mit dem sie etwa zwischen Anfang Oktober und Anfang November beginnen, ausreichend Fettreserven anfressen. Für junge Igel kann im Herbst eine Zufütterung sinnvoll sein. Dabei sollte man auf artgerechtes Futter zurückgreifen, etwa auf Katzendosenfutter, gemischt mit Haferflocken oder Weizenkleie. Milch und Essenreste sind dagegen ungeeignet.
 
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. / Ehrhardt
 
148 Aufrufe
1/18 Zur Seite 2 » 18»